Jahrgang 
1926
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V. Verschiedenes-.

Gebäude, Auch in diesem Jahr war die Gutenberg-Knabenschule(Volksschule) in unsern

Schulräume. Schulgebäuden untergebracht. Außer der Turnhalle und einem Teile des Schulhofes stan- den ihr zwölf Schulräume zur Verfügung. Die Durchführung des planmäßigen Unterrichts war für beide Schulen zwar mit Schwierigkeiten verbunden, führte aber zu keinerlei Reibungen. Im neuen Schuljahre wird die Gutenberg-Knabenschule ein eigenes Heim be- ziehen. Wir freuen uns mit ihr, daß sie so aus dem Zustande der Beengtheit heraus- kommt, und rufen ihr ein herzliches Lebewohl nach. Ia der schweren Zeit der vergangenen Jahre(1919 1926) haben wir im Geiste der Verträglichkeit und gegenseitigen Verstehens zusammen gelebt und gewirkt. Nachdem in den Sommerferien die Eingangshalle, das Treppenhaus, die Gänge und die Klassenräume im 1. und 2. Stock des Hauptgebäudes sowie die Turnhalle im Innern neu hergerichtet und mit schönen Beleuchtungskörpern aus- gestattet worden sind, wird im nächsten Jahre auch der untere Stock neue Fußböden, einen geschmackvollen Anstrich und neue Beleuchtungskörper erhalten. Wir werden dann ein Schulhaus haben, das nicht nur allen hygienischen Anforderungen entspricht, sondern in seiner sinnvollen Zweckmäßigkeit und in seinem gefälligen Farbenschmuck auch ästhetisch wirkt.

Büchereien, Die Lehrer- und Schülerbücherei sowie die sonstigen dem Unterricht dienenden

Jeoenechaltl Sammlungen wurden nach Maßgabe der von der Stadt bewilligten Mittel weiter ausgebaut.

mmlanfen In der Lehrerbücherei wurden 28 Bände, in der Schülerbücherei 22 Bände in Zugang gebracht, ausgeschieden wurden 4 bezw. 6 Bücher.

VI. Geschichte der Anstalt.

1. Das Schuljahr begann Mittwoch, den 22. April 1925, vorm. 8 Uhr mit einer Ver- sammlung der Schulgemeinde im Festsaal der Anstalt. In seiner Ansprache gab der Direktor bekaunt, daß mit dem neuen Schuljahr an der Anstalt der durch die Schulreform bedingte Unterrichtsplan eingeführt werde(vgl Uebergangsstundentafel S. 3). Er ermabnte die Schüler, von vornherein gewissenhaft ihre Pflicht zu erfüllen, erörterte die wichtigsten

Bestimmungen der Haus- und Schulordnung und teilte die Veränderungen im Lehrkörper mit(vgl. S. 12).

2. Unter den in die Sexta aufgenommenen Schülern befanden sich 2, die nach drei- jährigem Besuche der Volksschule(Grundschule) die Aufnahmeprüfung bestanden. Unsere 465 Schüler lüber Zu- und Abgänge vgl. S. 14) wurden in 15 Klassen von 21 festange- stellten Lehrkräften(vgl. S. 4 5) unterrichtet.

3. Die Ferien dauerten: Pfingsten vom 29. Mai bis zum 9. Juni, im Sommer vom 17. Juli bis zum 18. August, im Herbst vom 29. September bis zum 14. Oktober, Weih- nachten vom 23. Dezember bis zum 7. Januar, Ostern vom 27. März bis zum 13. April.

4. Am 12. Mai fand anläßlich der Einführung des Reichspräsidenten von Hindenburg in sein Amt im Festsaale der Anstalt eine Feier statt, bei der Studienrat Dr. Wetzell in einer Ansprache auf die Bedeutung des Tages hinwies.

5. Am 20, und 21. Juni veranstaltete die Schulgemeinde eine Rheinlandfeier. Den ersten Teil der Feier(20. Juni) bildeten Gedicht- und Liedervorträge, ferner behandelte Studienrat Dr. Schmidtborn in seiner Festrede kurz die Geschichte der tausendjährigen Zugehörigkeit der Rheinlande zu Deutschland. Am nächsten Tage wurde eine Rheinfahrt nach St. Goarshausen und St. Goar unternommen. Von hier erfolgte der Aufstieg nach der Ruine Rheinfels, wo eine längere Rast gehalten wurde. Eine Besichtigung der ge- waltigen Burganlage, Musikvorträge, gemeinsam gesungene Lieder und Spiele füllten den vierstündigen Aufenthalt auf der Burg aus. Die Rückfahrt nach Biebrich auf einem Schnell-