von Oberlehrer Dr. Wagner aus den obersten Klassen zusammengestellte Mannschaft mit 42: 29 Punkten. Allen, die zu diesem schönen Erfolge beigetragen haben, sei hier Dank und Anerkennung ausgedrückt, zugleich aber auch die Erwartung, daß jeder bei der Wieder- kehr der Veranstaltung wiederum seine besten Kräfte einsetzt.
Am 18. Oktober 1913, dem Jahrestage der Völkerschlacht bei Leipzig, hielt Oberlehrer Dr. Szymanski die Festrede über die Schlacht und ihre weltgeschichtliche Bedeutung.
An Kaisers Geburtstag sprach Oberlehrer Kaiser über Scharnhorst. Die Schüler Behrend(UIIIa), Gradenwitz(IVa), Zoepffel(UIIa), Gradenwitz(OII) trugen Gedichte, Stöffler(OD) und Baer(UIIIb) ein Violinduett vor.
Wegen der Fülle der sonstigen Feste fand dieses Mal eine besondere Weihnachtsfeier nicht statt. Doch trug die Schule dem Feste in besonderer Weise damit Rechnung, daß die Schüler auf Anregung des Direktors für die städtische Hilfsschule(auf dem Schulberg) reiche Spenden an Kleidungsstücken, Spielsachen und Büchern beibrachten, für die die so Beschenkten ihren herzlichsten Dank sagen lassen.
Am 26. November 1913 verschied fast 72jährig nach kurzem Krankenlager in voller geistiger Frische der frühere Leiter der Anstalt, Geh. Regierungsrat Prof. Güth. Der Direktor versammelte, nachdem er die Trauerbotschaft erhalten, die Schüler in der Aula und gab ilinen einen Abriß von dem Leben und Wirken seines hochgeschätzten Amtsvorgängers, der die Anstalt in allen ihren Lebensabschnitten begleitet und ihre letzte Entwickelung, die von der Oberrealschule zum Reform-Realgymnasium, persönlich vorbereitet und durchgeführt hat. Zwei Tage darauf geleiteten sämtliche Klassen ihren alten Führer und Freund zur letzten Ruhe- stätte. Den Gefühlen des Dankes nd der Ehrerbietung gab der Direktor im Namen des Lehrerkollegiums am Grabe Ausdruck; die Schüler legten klassenweise Blumenspenden nieder. Ein treues Andenken sei dem Entschlafenen bewahrt!
Am 20. Dezember 1913 besuchten Herr Geh. Rat Dr. Graeber, Vortragender Rat im Unterrichtsministerium, und Herr Oberregierungsrat Dr. Paehler, der Direktor des Königl. Provinzial-Schulkollegiums zu Cassel, die Anstalt und wohnten-dem Unterrichte in 6 Klassen bei.
Prof. Pagenstecher mußte das ganze Sommerhalbjahr den Unterricht aussetzen und übernahm im Winterhalbjahr nur 6 Stunden. Kürzere Zeit dienstunfähig waren die Herren Prof. Usener, Evelbauer, Oberlehrer Kaiser, Prof. Schneider und Prof. Dr. Diehl. Durch militärische Ibungen wurden der Schule entzogen Prof. Dr. Roßmann und Oberlehrer Kaiser(Beginn des Schuljahres), Oberlehrer Dr. Raßbach(Ende des Sommer- und des Winterhalbjahrs), Oberlehrer Dr. Szymanski(Schluss des Schuljahres).
Herrn Vorschullehrer Henrich, der mit dem 1. Oktober 1912 wegen eines Lungen- leidens dem Unterrichte fern bleiben mußte, hat der Urlaub die gewünschte Genesung nicht in dem Maße gebracht, daß er seine Tätigkeit wieder aufnehmen kann. Er hat deswegen seine Versetzung in den Ruhestand nachgesucht. Seinem Antrag ist zum 1. Januar d. Is. stattgegeben worden. Die Behörde hat seine langjährige fruchtbringende Tätigkeit an unserer Anstalt anerkannt, indem sie ihm den Kronenorden 4. Kl. verlieh; der Direktor wiederholt an dieser Stelle seinen Dank und die herzlichsten Wünsche für einen freundlichen Lebens- abend, die er schon mündlich dem scheidenden Mitglied unseres Lehrkörpers ausgedrückt hat.
An die Stelle des Herrn Henrich tritt Herr Kappus, bisher Volksschullehrer, der das Amt seit 1 ½ Jahren verwaltet.
Todesfall.
Besuch der Behörden.
Lehrkörper.


