Jahrgang 
1914
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3. Der Radius einer Kugel sei l m. Wie hoch ist der Kugelabschnitt, der ebenso groß ist wie die Kugel, welche die Höhe des andern Teils zum Durchmesser hat? 4. Einem Doppelkegel, dessen Achse a= 6 cm und dessen Grundkreisradius r= 10 em ist, soll ein Zylinder von möglichst großem Inhalt einbeschrieben werden. e) Physikalische Arbeit: Die Entstehung und Anwendung der elektrischen Wellen.

Technischer Unterricht.

1. Turnen: Den Turnunterricht erteilten in den 13 Abteilungen die Herren Raßbach(OI u. UI; UIIb; IV b), Wagner(0 II; U IHa), Hill(O IIla u. b; IVa; VI b), Konze(UIIIa), Kaiser (U IIIb), Hartung(V a), Harsy(V b), Szymanski(VIa). Die 1. und die 2. Vorschulklasse hatten je eine Spielstunde wöchentlich.

Die Hauptanstalt(ohne Vorschule) besuchten im Sommer 528, im Winter 512 Schüler. Von diesen waren auf Grund eines ärztlichen Zeugnisses gänzlich vom Turnen befreit: 38(7,3%), von einzelnen Ubungsarten und zeitweise befreit: 5(1%)..

Für den Unterricht standen die Turnhalle sowie der große und der kleine Schulhof(an der Karl- straße) zur Verfügung.

Turnspiele wurden während der guten Jahreszeit an mehreren Nachmittagen auf dem in der Nähe der Stadt gelegenen Exerzierplatz unter der Leitung der Turnlehrer geübt. Auch wurden selbständige Wettspiele der Schüler mit Kameraden von anderen hiesigen höheren Schulen sowie Turnmärsche aus- geführt. Im Winter fand statt des Turnens öfter Eislauf statt.

Der Turnverein bestand im Winter aus 58 Teilnehmern und übte einmal in der Woche unter Leitung der Schüler Pabst und Metzger(U J). Er hielt am 28. Februar 1914 vor zahlreichen geladenen Gästen ein Schauturnen ab, bei dem unter der Leitung von Pabst geschmackvoll zusammengestellte Frei-, Ordnungs- und Stabübungen stattfanden und an Pferd, Barren und Reck gute, zum Teil sehr gute Leistungen gezeigt wurden.

An Veranstaltungen desWandervogel und ähnlicher Vereine beteiligten sich 104 Schüler.

2. Schwimmen. Das Schwimmen wurde in den Badeanstalten am Rhein bei Biebrich und im Auguste-Victoria-Bad geübt. Freischwimmer sind 161 Schüler(31%); von diesen haben im letzten Jahre 34 das Schwimmen gelernt.

Ende September wurde ein Schauschwimmen des Gymnasial-Schwimmvereins Wiesbaden, in dem Schüler aller hiesigen höheren Lehranstalten vereinigt sind, abgehalten.

3. Gesang.(Schauß). Klasse VI: Kenntnis und Gebrauch der Noten; Treffübungen; UÜbungen im Singen nach Noten; einstimmige Lieder aus Jakobi, Liederbuch für Schule und Haus.

Klasse V: Erweiterung der Lehraufgabe der VI; zweistimmige Lieder aus Jakobi, Liederbuch für Schule und Haus.

Die Klassen IV I sind in 3 Stunden zum Choorgesang vereinigt.

4. Zeichnen. Während dreier Wintermonate wird in den Klassen I bis UIII das Freihand- zeichnen durch Linearzeichnen ersetzt. Die Klassen OQl und OII zeichneten während des Sommers im Freien.

5. Der Stenographenverein(System Stolze-Schrey) zählte neben einer Reihe von Ehren- und unterstützenden Mitgliedern 46 ordentliche Mitglieder, die sich in zweimal wöchentlich stattfindenden Ubungskursen fortbildeten. Im Berichtsjahr wurden 28 Schüler der Anstalt neu in der Kurschrift unterrichtet. Die Leitung der Übungen hatte Herpell(O I), später Philippi(U D). In der Hauptver- sammlung vom 18. Dezember 1913 wurden nach einem eingehenden Vortrage von Philippi(U 1) über die Bedeutung der Kurzschrift seitens des Vorsitzenden Herpell(O 1) Preise an die Sieger im Wett- bewerb ausgeteilt.

Der Gabelsberger StenographenvereinTironia zählte 38 Mitglieder. Im Berichtsjahre wurden 22 Schüler neu unterrichtet. Die Leitung der Veranstaltungen lag in den Händen des Ober- sekundaners Haußmann. Die Jahresversammlung fand am 21. Februar 1914 statt.

6. Eine Reihe von Schülern der Vorschulklassen l'a und l1'b nahmen im Winter an einem Modellier- kursus des Vorschullehrers Jäger teil; die erzielten Erfolge waren überraschend gut.