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III. Reifeprüfung Ostern 1913. a) Deutscher Aufsatz: Die nationale Bedeutung der allgemeinen Wehrpflicht. b) Ubersetzung aus dem Lateinischen:(Cäsar, de bello civili III, 9. c) Französischer Aufsatz: Quelles sont les causes principales de la Révolution française? d) Mathematische Arbeit: 2 2 1. Gegeben ist die Ellipse 5+ 5= 1 und der Durchmesser y= 5 x. Wie lautet die Gleichung des zugeordneten Durchmessers, und welchen Winkel bilden die beiden Durch- messer miteinander? Es ist die Gleichung x+ 2++ 3 X+† 3 à+ 2 X+† 1= 0 aufaulösen. 3. Welche Entfernung haben die Städte Frankfurt a. M. und Berlin voneinander, wenn ihre nördlichen Breiten 50 7⁄bezw. 52⁰ 30 17“ und ihre östlichen Längen 8⁰ 41“ bezw. 13⁰ 23 47“ sind? 4. Eine Ellipse schwingt um ihre Hauptachse; in das entstandene Rotationsellipsoid ist mit der Spitze in einem Hauptscheitel der Kegel von größtem Inhalt einzuschreiben. e) Physikalische Arbeit: Die Bestimmung der Fortpflanzungsgeschwindigkeit des Schalles in festen und gasförmigen Körpern mit Hilfe der Kundtschen Staubfiguren.
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Technische Fächer..
1. Turnen. Den Turnunterricht erteilten in den 12 Abteilungen die Herren Rassbach(OI u. UI; CIIb), Wagner(OII; UIIIa), Hill(OIIIa u. b; UIIIa u. b; VIb), Bauer(IVa), Kaiser(IVb), Szymanski(Va), Harsy(V b), Hartung(VIa).
Die Hauptanstalt(ohne Vorschule) besuchten im Sommer 543, im Winter 523 Schüler. Von diesen waren auf Grund eines ärztlichen Zeugnisses gänzlich vom Turnen befreit: im Sommer 49(9%), im Winter 46(8,7%); von einzelnen Ubungsarten und zeitweise befreit: 8(1,5%).
Für den Unterricht standen die Turnhalle sowie der große und der kleine Schulhof zur Verfügung.
Turnspiele wurden während der guten Jahreszeit am Samstag Nachmittag auf dem in der Nähe der Stadt gelegenen Exerzierplatz geüibt.(Leitung Hill). Auch wurden Wettspiele mit Schülern der anderen hiesigen höheren Schulen sowie Turnmärsche ausgeführt.
Der Turnverein bestand im Winter aus 35 Teilnehmern und übte zweimal in der Woche unter Leitung der Schüler Kauffmann(U 1) und Pabst(O11I).
2. Schwimmen. Das Schwimmen wurde in den Badeanstalten am Rhein bei Biebrich und im Auguste-Victoria-Bad geübt. Freischwimmer sind 171 Schüler(32,2%); von diesen haben im letzten Jahre 29 das Schwimmen gelernt.
Am 26. Oktober wurde ein Schauschwimmen des Gymnasial-Schwimmyvereins Wiesbaden, in dem Schüler aller hiesigen höheren Lehranstalten vereinigt sind, unter Leitung des Oberprimaners Saemann unserer Anstalt im Auguste-Victoria-Bad abgehalten. Es wurden sehr anerkennenswerte, teilweise her- vorragende Leistungen geboten; an den Preisen waren die Schiller dieser Anstalt in erheblicher, z. T. überwiegender Zahl beteiligt.
3. Gesang.(Schauß). Klasse VI: Kenntnis und Gebrauch der Noten; Treffübungen, Ubungen im Singen nach Noten; einstimmige Lieder aus Jakobi, Liederbuch für Schule und Haus.
Klasse V: Erweiterung der Lehraufgabe der VI; zweistimmige Lieder aus Jakobi, Liederbuch für Schule und Haus.
Die Klassen IV— l sind in 3 Stunden zum Chorgesang vereinigt.
4. Zeichnen. Der Unterricht im Linearzeichnen ist dem im Freihandzeichnen angegliedert.
5. Der Stenographenverein(System Stolze-Schrey) zühlt neben einer Reihe von Ehren- und unterstützenden Mitgliedern 42 ordentliche Mitglieder, die sich in zweimal wöchentlich stattfindenden UÜbungskursen fortbildeten. Im Berichtsjahre wurden 56 Schüler der Anstalt in der Kurzschrift unter- richtet. Die Bücherei des Vereins enthält 250 Bände. Der Verein liefert jedem Mitglied zwei monatlich erscheinende Zeitungen kostenlos. In den Versammlungen werden regelmässig Vorträge über stenographische und nichtstenographische Gebiete gehalten. Die durchschnittliche Leistungshöhe beträgt 140 Silben in der Minute. Die Leitung der UÜbungen hatte Unterprimaner Herpell.
Der Gabelsberger Stenographenverein„Tironia“ zählt 73 Mitglieder. Im Berichtsjahre wurden 35 Schüler neu unterrichtet. Die Bücherei enthält 118 Bäünde. Die Leitung der Veranstaltungen lag in den Händen des Oberprimaners Werbelow.


