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besuchte von 1873 bis 1876 das Lehrerseminar zu Usingen, wirkte vom 1. April 1876 bis zum 1. Juli 1879 als Lehrer in Rod am Berg, Kreis Usingen, und wurde sodann zum Lehrer an den städtischen Schulen in Wiesbaden ernannt, wo er der Reihe nach an den Elementarschulen auf dem Schulberg, in der Bleichstrasse und in der Castellstrasse thätig gewesen ist.
Mit Schluss des Sommersemesters verliessen die wissenschaftlichen Iilfslchrer Flach und Theisen unsere Anstalt, ersterer, um eine wissenschaftliche Hilfslehrerstelle an dem Königlichen Realprogymnasium in Biedenkopf, letzterer, um eine ebensolche Stelle an der zweiten städtischen Realschule in Kassel zu übernehmen. Als Nachfolger des Herrn Flach wurde Herr Dr. Max Schweigel, bis dahin wissenschaftlicher Hilfslehrer an dem städtischen Realgymnasium in Barmen, mit Beginn des Wintersemesters berufen.— Mit dem 1. August v. J. wurde der Probekandidat Dr. Arendt behufs Vollendung seines Probejahres und gleichzeitiger Beschäftigung als Ililfslehrer an das Königliche Kaiser Friedrichs-Gymnasium nach PFrankfurt a, II. versetzt.— Der Schulamtskandidat Max Koch beendigte seine freiwillige Beschäftigung bei der Realschule am 11. November v. J., um eine Lchrerstelle an dem Institut des lerrn Dr. Künkler in Biebrich a/Rh. zu übernehmen.— In die durch den Tod des Oberlehrers Wallenfels erledigte bezw. in die wiederhergestellte fünfte Oberlehrerstelle werden die beiden ordentlichen Lehrer Usener und Deubner mit dem 1. April d. J. einrücken; die hierdurch erledigte ordentliche Lehrerstelle ist dem scitherigen wissenschaftlichen IIilfslehrer Dr. Kitze vom 1. Oktober v. J. ab übertragen worden.
Adolph Kitze, geboren am 4. Juli 1861 zu Ragwitz bei Lützen, evangelischen Bekennt- nisses, vorgebildet aut dem Realgymnasium der Franke'schen Stiftungen zu Halle a. S, widmete sieh auf den Universitäten Halle und Marburg dem Studium der neueren Sprachen. Am 21. Februar 1886 wurde ihm von der philosophischen Fakultät zu Marburg auf Grund einer Abhandlung aus dem Gebiet der altfranzösischen Artusromane die Doktorwürde verliehen, ebendaselbst bestand er am 16. Dezember 1887 die Prüfung pro facultate docendi. Nachdem er von Ostern 1888 bis Ostern 1889 an der städtischen Realschule zu Wiesbaden das pädagogische Probejahr abgeleistet hatte, bekleidete er bis zum 1. Oktober
v. Js. an derselben Anstalt die Stelle eines wissenschaftlichen Hilfslehrers.
Wegen Krankheit sahen sich genötigt ihren Unterricht auszusetzen: Oberlehrer Schmitthenner acht, Zeichen- und Gesanglehrer Gut sieben, ord. Lehrer Stephan vier, Dr. Rossmann drei, der Direktor zwei Tage, Oberlehrer Güth, Dr. Dichl. Dr. Wickel, Elementarlehrer Effelberger je einen Tag. Beurlaubt und durch die Kollegen vertreten wurde Herr Usener wegen Familienangelegenheiten sieben, Dr. Rossmann im Interese seiner Gesundheit ebenfalls sieben, Elementarlehrer Effelber ger wegen Familienangelegen- heiten und wiederholten Trauerfalls in der Familie drei Tage, ebenfalls wegen Trauerfalls in der Familie der Direktor und IIerr Dr. Diehl je einen Tag. In Dienstgeschäften war der Direktor abwesend am 13. und 14. August.— Wegen Erkrankung seiner Kinder an den Masern musste Herr Effelberger auf polizcilichen Befehl vom 16. bis zum 29. April der Schule fern bleiben, während welcher Zcit die peiden Abteilungen der Vorschulklasse durch Herrn Kolb zusammen unterrichtet wurden.— Als Ilauptmann der Landwehr-Pioniere war der Direktor zu einer vierwöchentlichen UÜbung vom 12. Mai bis zum 7. Juni, als Lieutenant der Reserve der wissenschaftliche Hilfslehrer Dr. Kitze zu einer sechswöchentlichen Ubung vom 11. Juni bis zum 23. Juli einberufen. In Vertretung des Direktors übernahm Ierr Ober- lehrer Schmitthenner die Verwaltung der Direktorialgeschäfte, IIerr Oberlchrer Siebert 3 St. Geometrie in O. I, Herr Lehrer Usener 2 St. Arithmetik in O. I, Herr Dr. Wickel
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