Jahrgang 
1891
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der beiden mittleren ist 10. Welches sind die Zahlen?(Nur die rationale Lösung wird verlangt).

2. Der Flächeninhalt eines konzentrischen Kreis- rings ist durch Hinausschiebung seiner äusse- ren Begrenzung zu verdreifachen.

3. Wie hoch muss mansich über die Erdoberfläche erheben, um eine Fläche von der Grösse des Deutschen Reiches(9818 Q.-M.) über- sehen zu können?(Erdradius r= 859,4 M.).

4. Man berechne den Steigungswinkel des regu- lären Tetraëders.

Physik(4 St.): Die Gesetze der Fall-, Wurf-, Central-

und Pendelbewegung. Wiederholung und Er- weiterung der Lehre vom Lichte, der Wärme,

dem Magnetismus und der Elektrizität. Mathe-

matische Geographie. Lösung physikalischer Aufgaben. Lehrbuch von Krebs. Der Director.

Chemie(3 St.): Die schweren Metalle und die

wichtigsten Verbindungen derselben. Einiges aus der Chemie der Kohlenstoffverbindungen. Wiederholung des Pensums der Unterprima. Leitfaden von Siebert. Siebert.

Zeichnen(3 St., vereinigt mit U. I A). Freihand-

Klas

zeichnen: Ornamente verschiedener Stilarten nach Gipsmodellen; Ausführung in schwarzer

und weisser Kreide. Linearzeichnen: Säulenordnungen. Gut. Unterprima.

Klassenvorsteher in Abt. A: Güth. senvorsteher in Abt. B.: Schmitthenner.

Christliche Religionslehre(2 St.).

d.

Epangelische: Kirchengeschichte von der Re- formationszeit bis zur Gegenwart, Noack § 74 95. Bibelkunde: Einführung, ins Neue Testament. Noack§31 45. Gelesen wurden: das Evangelium des Matthäus, die Apostelgeschichte,

die Briefe in Auswahl. Glaubenslehre: Noack§ 96 116. Wiederholung des Kir- chenliedes. Veesenmeyer.

Katholische(vereinigt mit II): Kirchenge- schichte nach Drehers Abriss von Christus bis Gregor VII. Wiederholnng der wichtigsten Lehrstücke des ersten Hauptstückes(vom Glauben). Gruber.

Deutsch(3 St.) Abt. 8: Gelesen wurden Gedichte

von Goethe und Schiller(die meisten wur- den auswendig gelernt), ausserdem Schillers Wilhelm Tell und LessingsMinna von Barnhelm. Die Schüler wurden mit dem

Leben und den hauptsächlichsten Dichtungen unserer namhaftesten Dichter bekannt gemacht. Das Wichtigste aus der Metrik und Poetik im Anschlusse an die Lektüre. Die Themata der dreiwöchentlichen Aufsätze waren:

1. Welchen Umständen verdankt Wies- baden seine Entwickelung? 2. Welche Vorzüge scheinen die Tiere vor den Men- schen zu haben? 3. Der Rhein von Mainz bis Rüdesheim. 4. Unser diesjähriger Spazier- gang(Klassenarbeit). 5. Der Taunus. 6. Was verdankt die Welt der Thätigkeit des Kauf- manns? 7. Die Elektrizität im Dienste des Menschen. 8. Tell in SchillersWilhelm Tell(Klassenarbeit). 9. Welche Verhält- nisse erkuhren durch die Erfindung des Schiesspulvers eine Umgestaltung? 10. Welche Vorzüge hat Europa vor den andern Erd- teilen? 11. Der Major von Tellheim in LessingsMinna von Barnhelm(Klassen- arbeit). 12. Die Gefahren des Reiehtums.

Güth. Abt. B: Gelesen und erklärt wurden Schiller'- sche und Göthe'sche Gedichte, ferner Schillers Wilhelm Tell. Das Wichtigste von dem Leben und den Werken beider Dichter nach

Kluges Litteraturgeschichte. Deklamations- übungen. Dreiwöchentliche Aufsätze über

folgende Themata:

1. Aus meinem Leben(Klassenarbeit). 2. Wie wird in derBürgschaft die Freundes- treue verherrlicht? 3. Der Rheinstrom ein Bild des menschlichen Lebens. 4. Der Hund der treueste Gefährte des Menschen (Klassenarbeit). 5. Das tyrannische Treiben der Schweizer Vögte. Nach Schillers

Wilhelm Tell. 6. Arion und Ibykus. Eine Vergleichung. Nach den Gedichten von Schlegel und Schiller. 7. Warum

wird der Rhein vor allen anderen Flüssen .

Deutschlands gepriesen? 8. Was verdanken wir der Erfindung des Glases?(Klassenarbeit). 9. Die Riesenströme Afrikas. 10. Warum

ist Amerika das Ziel so vieler Auswanderer

aus Europa? 11. Ein Winterspaziergang (Klassenarbeit). 12. Der Zustand des

römischen Reichs im Jahr 146 v. Chr. Schmitthenner. Französisch(5 St.): Plötz, Schulgrammatik, Lektion 56 69. Wöchentlich ein Exercitium oder ein Extemporale. Gelesen wurde in Abteilung A: Dhombre et Monod, Biographies his-