Jahrgang 
1927
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V. Der Elternbeirat

wurde zu Beginn des neuen Schuljahres neu gewählt mit folgendem Ergebnis: 1. Herr Kauf- mann Straus(Vorsitzender), 2. Herr Gewerbeoberschullehrer Kreßner(Schriftführer), 3. Frau Elisabeth Horn, 4. Frau Marie Dörr, 5. Frau Johanna Kayser, 6. Herr Kaufmann Engel, 7. Herr Werkmeister Jung, 8. Herr Lokomotivführer Rothhaupt.

Anstelle der im Herbst ausscheidenden letztgenannten beiden Mitglieder traten dann Frau Hedwig Schiefelbein und Herr Mag.-Büro-Oberinspektor Hissenauer.

VI. Verschiedenes.

a. Das Schulgebäude ist durch die in den letzten Jahren vorgenommenen Wieder- herstellungsarbeiten von den Kriegs- und Nachkriegsschäden im wesentlichen wieder befreit; doch mußte es wegen der Beschlagnahme einer größeren Anzahl von Schulgebäuden für die Zwecke der Besatzungstruppen wie in früheren Jahren so auch im vergangenen Schul- jahre noch den größten Teil der Volksschule an der Lorcher Straße aufnehmen, wodurch sich eine starke Einengung der ganzen Raumverhältnisse ergab. Alle Klassenzimmer des unteren Flures bis auf eines wurden ebenso wie der vordere Hof der Volksschule zur Verfügung gestellt, und unsere Schule mußte das naturwissenschaftliche Lehrzimmer als Klassenzimmer benutzen.

Eine bedeutsame Neuerung bildete die Einrichtung je eines Zimmers der physikalischen und chemischen Sammlung zu einem besonderen Ubungsraum für die Veranstaltung physi- kalischer und chemischer Schülerübungen, die, nachdem auch die notwendigsten Geräte und Apparate beschafft waren, im Laufe des Sommers eingeführt werden konnten.

b. Schüler-Unfallversicherung. Der Magistrat hat im April 1926 mit der Nass. Landesversicherungsbank einen Vertrag abgeschlossen, nach dem alle Schüler gegen Unfälle versichert sind, die sie erleiden auf dem Wege zu und von der Schule, auf dem Schulhof, beim Unterricht sowie bei dem von der Schule beaufsichtigten Turnen und Spielen und bei Veranstaltungen der Schule außerhalb. Die Kosten der Versicherung trägt der Magistrat. Da die Anmeldung der Unfallschäden durch die Schule erfolgen muß, ist es unbedingt notwendig, daß spätestens am Tage nach dem Unfall entweder durch den Verletzten oder durch einen Augenzeugen der Schule ein genauer Bericht über den Unfall eingereicht wird. Verspätete Anmeldung hat unter Umständen die Ablehnung der Haftpflicht durch die Versicherungsgesellschaft zur Folge.

c. Die Mittelschule zu Idstein(Nassauische Realschule) steht mit der Oberreal- schule derartig in Verbindung, daß der Direktor der Oberrealschule diejenigen Schüler der Idsteiner Anstalt, die auf die Untersekunda einer höheren Lehranstalt übergehen wollen, am Schlusse des Schuljahres im Auftrag des Provinzial-Schulkollegiums einer Prüfung unter- zieht; wer diese Prüfung besteht, hat das Recht zum Eintritt in die Untersekunda jeder entsprechenden höheren Lehranstalt. In diesem Jahre haben 6 Schüler die Prüfung bestanden.

VII. Chronik der Anstalt.

Das abgelaufene Schuljahr war in der Hauptsache ein Jahr ruhiger, von äußeren Störungen ziemlich freier Arbeit, die vor allem der Durchführung der Schulreform nach den neuen Richtlinien gewidmet war. Danach treten auf der Oberrealschule, die auf der Unter⸗- und Mittelstufe den neueren Sprachen Französisch von Sexta und Englisch von Unter-