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im Schlagballwettspiel war eine lebensgroße Jahnbüste, die aus freiwilligen Spenden der Turnklassen des Herrn Maurer beschafft war und zur Ausschmückung der Turnhalle bestimmt wurde. So nahm die ganze Feier, zu der sich erfreulicher Weise eine Anzahl von Eltern und Freunden der Schule eingefunden hatten, einen sehr schönen Verlauf.
Am 28. September nahmen mehrere Klassen unter Führung ihrer Lehrer an der Feier des 25 jährigen Gedenktages der Einweihung des Nationaldäenkmals auf dem Nieder- wald teil; von den sonst üblichen Ausflügen aller Klassen mußten wir für dieses Jahr aus besonderen Gründen leider absehen.
Beim Schluß des Sommerhalbjahres, am 3. Oktober, trat eine vom Lehrerkollegium beschlossene Neuerung in Kraft: die Einführung besonderer Zeugnishefte anstelle der bisher üblichen losen Blätter. Wir hoffen, daß diese Neuerung den Beifall der Eltern findet. Die Zeugnishefte werden jeweils nach Wiederbeginn des Unterrichts eingesammelt und in der Schule aufgehoben; beim Austritt eines Schülers aus der Anstalt wird ihm sein Heft ausgehändigt.
Beim Beginn des Winterhalbjahres, am 16. Oktober, begrüßte der Direktor die wegen Krankheit beurlaubt gewesenen Oberlehrer Vogel, Schlosser und Berlit, die ihren Unterricht wieder aufnahmen, sowie den Probekandidaten Dr. Richardt, der unserer Anstalt zur Ableistung des Probejahrs überwiesen war. Zugleich übernahm Herr Dr. Richardt die Vertretung des Oberlehrers Abt, der vom Herrn Minister für das Winter- halbjahr zu einer Studienreise nach den Mittelmeerländern beurlaubt worden war.
Sonntag, den 1. November fand in der Aula die Enthüllung der von Schülern des ersten Direktors der Anstalt, Professor Dr. Klein, gestifteten Gedenktafel statt. Außer den Lehrern und Schülern waren die Familie des Verstorbenen, ferner als Vertreter der städtischen Behörden die Herren Bürgermeister Heß und Stadtrat H ees, viele Freunde und Kollegen sowie eine große Anzahl früherer Schüler Kleins erschienen. Nach dem Chorgesang»Was Gott tut, das ist wohlgetan« enthüllte Herr Kaufmann Göttel im Namen der früheren Schüler die Tafel und übergab sie in den Schutz der Schule. Dann gedachte der Direktor der Verdienste des Verstorbenen und übernahm die Tafel als Ehrung für den Toten, als Erinnerung für die Lebenden und als vorbildliche Mahnung für die her- anwachsende Jugend. Der Choral»Harre meine Seele« beschloß die schlichte, aber würdige Feier.
Den festlichen Beschluß des alten Jahres bildete wiederum eine Weihnachtsfeier, die wir nach den Erfahrungen des vorigen Jahres, wo der Andrang beängstigend stark gewesen war, gleich für zwei Tage, den 21. und 22. Dezember ansetzten. Trotzdem hatten wir an beiden Tagen große Mühe, die Schüler, Eltern und Freunde in der geräumigen Aula unterzubringen, und mancher mußte sich mit einem Stehplatz begnügen. Aber auch diese werden für ihr Ausharren belohnt worden sein, denn die Feier war beide Male wunderschön. Alle die kleinen und großen Mitwirkenden waren mit Leib und Seele dabei, und so verbreitete diese Feier gewiß schon einen vorbereitenden Abglanz der Weihnachts- freude in die Herzen von jung und alt. Den Höhepunkt bildete außer den herzerfreuenden Darbietungen der Vorschüler das Weihnachtsmelodrama»Das Glöcklein von In nisfare«, das die Schüler unter der Leitung des Gesanglehrers Herrn W ürges eingeübt hatten.
Der Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers und Königs wurde durch eine Feier begangen, bei der Herr Oberlebrer Dr. Keller zum Gedächtnis des kurz vorher gestorbenen Dichters Ernst v. Wildenbruch sprach. Bei dieser Gelegenheit überreichte


