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mit der Frauenschule und der Studienanstalt errang Auguste Vill(YVa) den 1. Preis in der 2. Alters⸗ klasse. Die Schülerinnen Auguste Vill(IVa), Elfriede Weller(OIIIb), Hilde Schemdel(OIIIb) und Martha König(Olllb), erhielten je eine Ehrenurkunde des Reichspräsidenten, 41 Schülerinnen eine Urkunde des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen. Wie in früheren Jahren veranstaltete der Schwimm- klub Wiesbaden 1911 auch in diesem Jahre im Augusta-Viktoriabad ein Schülerschwimmfest, an dem sich eine Reihe von Schülerinnen unserer Anstalt mit
ßiger Schwimmunterricht an unserer Schule nicht durchgeführt ist, kann der größte Teil unserer Schülerinnen schwimmen.
Während des Berichtsjahres erwarb die Schülerin der Unterprima Paula Roth das Deutsche Turn- und Sportabzeichen für Frauen; die Schülerinnen Anne- liese Hardeck(UII), Ingeborg Manns(UlIl), Gerda Seiffert(UII), Irmingard Becker(OlIII), Hanni Brinkmann(OIII), Maria Gehr(OlIII), Liselotte Hartmann(OIII), Hildburg Kicker(OIII), Hilde Schendel(OIID), Lilli Haaß(UIII) und Elfriede
gutem Erfolge beteiligte. Trotzdem ein pflichtmä- Weller(OlII) erwarben das Reichsjugendabzeichen.
III. Bericht über die Lehrer.
a) Die Veränderungen im Lehrkörper, Teilnahme an Lehrgängen, Erkrankungen.
Zum Beginn des neuen Schuljahres wurde Herr Seminaroberlehrer i. e. R. Jakob Küchler aus Usingen der Anstalt zur Verwaltung einer freien Studienratstelle überwiesen. Nach dem Abbau des Tchrerseminars in Usingen erhielt Herr Seminaroberlchrer Küchler am 1. Dezember 1927 vom Herrn Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung die Befähigung, als Studienrat an einer grund- ständigen höheren Anstalt zu unterrichten. Auf Grund des Lehrerunterbringungsgesetzes wurde Herr Küchler deshalb nach erfolgter Wahl durch den Magistrat der Stadt Wiesbaden vom Provinzialschul- kollegium zum 1. Oktober 1928 zum Studienrat an unserem Städtischen Oberlyzeum ernannt.
Herr Studienrat Dr. Pascher, der den katholischen Religionsunterricht in den mittleren und oberen Klassen unserer Anstalt erteilt, kehrte Ostern 1928 von seinem einjährigen Urlaub zurück, der ihm zu wissenschaftlichen Arbeiten gewährt worden war. Er erwarb sich während dieser Zeit zu seiner philosophischen noch die theologische Doktorwürde.
Fräulein Oberschullehrerin Elisabeth Bach vom Lyzeum Wiesbaden-Biebrich Beginn des neuen Schuljahres 8 Nadelarbeits- und Turnstunden an unserer Anstalt.
Durch Beschluß des Magistrats wurde zum 1. Oktober 1928 die Stelle der Zeichenlehrerin an der Anstalt in eine Studienratstelle umgewandelt. Die neue Studienratstelle wurde besetzt mit der Oberschul- und Zeichenlehrerin an unserer Anstalt Fräulein Elisabeth Walther, der schon während ihrer Tätigkeit am Lyzeum in Wiesbaden-Biebrich vom Herrn Minister durch Erlaß vom 22. Mai 1922 die Befähfgung zur Anstellung als Studienrätin(Oberzeichenlehrerin) zuerkannt worden war. Auf Grund dieses ministeriellen Erlasses wurde sie nach erfolgter Wahl durch den Magistrat vom Provinzial- schulkollegium in Kassel zur Studienrätin(Oberzeichenlehrerin) an unserem Oberlyzeum ernannt.
Durch Erlaß des Ministers vom 26. Februar 1920 wurde Herrn Oberschullehrer Franz Knöner die Befähigung zur Anerkennung als Studienrat(Obermusiklehrer) zuerkannt.
Fräulein Studienassessor Käthe Seiler wurde durch Erlaßs des Ministers vom 22. März 1929 zum 1. April in die Anwärterliste aufgenommen.
übernahm mit
Fräulein Studienrat Dr. Arens erhielt Urlaub zu einem Studienaufenthalt in Frankreich vom 10. April bis 9. August 1928. Sie verbrachte die ersten Wochen in der Provence, die letzte Zeit in Paris und seiner Umgebung. Zu unserer Freude genehmigte die Schulbehörde, daß die vor einigen Jahren in den Ruhestand getretene, um unsere Anstalt schr verdiente L yzealoberlehrerin Fräulein Emmy Vagner Fräulein Studienrat Dr. Arens in 12 Stunden ihres Unterrichts vertreten konnte. Die übrigen Stumden von Fräulein Dr. Arens wurden durch Uberstunden von Lehrkräften des Kollegiums gedeckt.
Eine Reihe von Mitgliedern des Kollegiums beteiligte sich während des Berichtsjahres an Ta- gungen und Lehrgängen. Der Direktor und Fräulein Studienrat Dr. Arens nahmen teil am Päda- goguschen Kongrek in Kassel vom 4. bis 6. Oktober 1928, Fräulein Studienrat Wilke an den Ver- handlungen der Arbeitsgemeinschaft für höhere Mädchenschulen Preußens in Koblenz vom 29. September bis 1. Oktober 1929, Herr Studienrat Ott an dem Lehrgang zur Einführung in die Richtlinien für evan- gelische Religionslehre in Kassel vom 12. bis 17. November 1928, Fräulein Studienrat Dr. Wagner an dem erdkundlichen Lehrgang zur Durchführung der Schulreform an Frankfurter höheren Schulen vom 29. Oktober bis 3. November 1928, Fräulein Studienrat Walther an dem é. internationalen Kongreß für Zeichen- und Kununterricht in Prag vom 29. Juli bis 12. August 1928 und die tech- nische Hilfslehrerin Fräulein Anacker vom 26. bis 30. Mai 1928 an der 16. Hauptversammlung des Landesvereins preußischer Lehrerinnen für Nadelarbeit, Leibesübungen und Hauswirtschaft in Kassel. Herr Studienrat Küchler leitete in der Zeit vom 10. bis 23. Oktober 1928 die Junglehrerfreizeit im Kloster Eberbach.


