Jahrgang 
1927
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Teilnahme an den Arbeitsgemeinschaften und am wahlfreien Unterricht.

Physik, iibungen Chem. ibungen Runstgeschichte Geometr. Zeichnen Spanisch Sommer Winter Sommer Winter Sommer Winter Sommer Winter Sommer Winter l 01 6 6 5 5 8 3 3 3 2 U I 11 8 11 10 8 8 3 3 5 3 7 0 II 7 10 8 3 2 U II 7 5 5 4 V V 0 III 24 25 1

II. Bericht über die Lehrer.

Der Beginn des Schuljahres brachte einen Wechsel in der Leitung der Anstalt. Ierr Direktor Dr. Völker, der sie vom Januar 1921 bis Ostern 1926 geleitet hatte, trat nach Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand. An seine Stelle trat der Unterzeichnete.*)

Herr Direktor Völker war von Suhl, wo er die dortige staatliche Oberrealschule von ihren Anfängen an voll aufgebaut hatte und sie in der Arbeit eines halben Lebens mit seinem Geiste erfüllt hatte, an unsere Anstalt versetzt worden. Hatte er schon in Suhl Schweres erlebt er hatte trotz vorgerückten Alters am Kriege teilgenommen und war in den Revolutionsjahren, als er sich persönlich einsetzte, schwer verwundet worden so waren ihm auch in Wiesbaden keine ruhigen Jahre vergönnt. In der Zeit der Separatisten-Unruhen und des Ruhrkampfes, unter dessen Wirkungen auch unsere Schule zu leiden hatte, hat er sie mit ruhiger und sicherer Hand geleitet. Sein mit Festigkeit gepaartes liebenswürdiges Wesen und sein vaterländischer Sinn haben ihm das Vertrauen des Lehrkörpers und die Verehrung seiner Schüler in besonderem Maße gewonnen. Seine Amtsführung wird trotz ihrer kurzen Dauer unvergessen pleiben. Wir

*) Gerhard Zeller, geboren am 14. Juni 1875 in Oranienburg, bestand Ostern 1894 die Reifeprüfung am Friedrich-Wilhelms-Gymnasium in Berlin, studierte Theologie und Philologie in Marburg, Halle und Berlin. Nach Ablegung der theologischen Prüfungen bestand er 1903 die Prüfung für das höhere Lehramt. In dem gleichen Jahre leistete er das 1. Vorbereitungsjahr am Gymnasium in Berlin-Steglitz ab. Unter Erlass des 2. Vorbereitungs- jahres wurde er Ostern zum Oberlehrer ernannt. Als solcher war er 1904 1907 am Realgymnasium in Siegen, 1907 1912 am Kgl. Französischen Gymnasium in Berlin. 1912 1916 war er Mitarbeiter im Provinzial-Schul- kollegium in Berlin. Am 1. Oktober 1916 wurde er zum Direktor des Kgl. Gymnasiums in Freienwalde ernannt. Dieses Amt konnte er aber nicht antreten, weil er weiter als Hilfsarbeiter im Provinzial-Schulkollegium in Berlin beschäftigt wurde, das er Ostern 1919 verließ, um die Leitung der Hohen Landesschule in Hanau zu übernehmen. Ostern 1926 erfolgte seine Versetzung an das staatliche Realgymnasium in Wiesbaden.