Jahrgang 
1926
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25, für das dritte dieser Kinder um 50 v. H., das vierte und jedes weitere dieser Kinder waren schulgeldfrei.

Zahl der Freistellen im 1. Vierteljahr 12 ganze, 18 halbe, . 2. 12 4 16, . 3. 11 18 4. 11 20 113

Berufsberatung. Im allgemeinen ist das Bedürfnis unserer Schüler nach Berufs- beratung gering, da die Eltern in den meisten Fällen bereits über die Aussichten der ein- zelnen Berufe Erkundigungen eingezogen und bei der Abmeldung ihrer Söhne sich bereits entschieden haben. Angebote von Lehrstellen wurden an geeignete Schüler weitergegeben und führten in einzelnen Fällen zum Erfolg. Mitteilungen von Berufsorganisationen über gute bezw. schlechte Aussichten in ihrem Berufe wurden den Schülern der betr. Klassen bekanntgegeben. Die vom Städt. Arbeitsamt eingerichteten berufskundlichen Vorträge wur- den den Schülern empfohlen. In größeren Städten wie Wiesbaden mit entsprechenden Einrichtungen wird die Berufsberatung durch die höhere Schule immer nur eine beschränkte bleiben.

IV. Elternbeirat.

In dem Verhältnis zwischen dem Elternhaus und unserer Anstalt hat sich mehr und mehr der Brauch herausgebildet, Sitzungen nicht regelmäßig, sondern nur bei besonderen Anlässen einzuberufen. Mag auf diese Weise auch manche wünschenswerte Erörterung unterbleiben, so ist doch das Interesse für solche seltener stattfindenden Besprechungen um so reger, auch sind die Mitglieder unseres Elternbeirats z. T. durch andere dringendere Verpflichtungen so stark in Anspruch genommen, daß sie zu regelmäßig wiederkehrenden Sitzungen kaum die nötige Zeit finden. Leider konnte auch in diesem Jahre aus den im vorigen Jahresbericht dargelegten Gründen dem Wunsche zahlreicher Eltern, den Vormit- tags-Unterricht in den Wintermonaten früher zu beginnen und zu beenden, nicht Rechnung getragen werden, und dies umso weniger als etwa 30% unserer Schüler täglich mit der Bahn von auswärts kommen. Die musikalischen Darbietungen der Anstalt am 12. Dezember, über die in der Schulchronik eingehend berichtet wird, erwiesen sich als besonders zug- kräftig und hatten eine stattliche Anzahl von Eltern und Angehörigen der Schüler herbei- gezogen. Zur Sammlung von Spenden für die den Gefallenen zu errichtende Gedenktafel hat der Elternbeirat, wie immer, wenn es der Anstalt zu helfen gilt, seine tatkräftige Mit- wirkung in Aussicht gestellt. Am 1. März folgten viele Eltern einer Einladung der ver- einigten hiesigen Elternbeiräte, um einen anregenden Vortrag des Herrn Pfarrers Hoppe- Stülpe über sexuelle Belehrung der Schüler durch Vermittlung des Elternhauses anzuhören. Das harmonische Verhältnis zwischen Elternbeirat und Schule hat auch im Berichtsjahre in erfreulicher Weise weiterbestanden.