IV./ Elternbeirat.
Die Neuwahlen des Elternbeirates im Juni vollzogen sich in einfachster Form. Dem Wahlvorstand wurde nur eine einzige Wahlliste eingereicht, gegen die kein Widerspruch erfolgte. Es wurden gewählt: der bisherige verdiente Vorsitzende, Herr Kaufmann Heinrich Glücklich, Herr Dr. Ludwig Fresenius, Frau Cornelia Volk, Herr Zeichenlehrer Albert Reitz, Herr Kreisbau-Obersekretär Wilhelm Biltz. Bei einem etwaigen Ausscheiden von Mitgliedern würden der Reihe nach zum Ersatz herangezogen werden: Herr Dr. med. Dercum, Herr Hofkammerrat Nehm, Frau Hauptmann Friesecke, Herr Zahnarzt Capito, Herr Rentner Hammacher. Da besondere Anlässe nicht vorlagen, fanden nur wenige Zusammenkünfte statt, jedoch wurde die Fühlung der Schule mit dem Elternbeirat, besonders mit seinem Vorsitzenden stets aufrecht erhalten, und das Zusammenwirken verlief wie bisher in durchaus harmonischer Weise. Ein Bindeglied zwischen Schule und Haus bildete auch das wohlgelunge Sportfest am 1. Oktober, zu welchen durch gütige Vermittelung des Elternbeirates Spenden der Eltern zur Beschaffung von Preisen in großer Zahl und im Gesamtbetrage von 378,50 Mk. eingegangen waren.— In einem wichtigen Falle konnte leider infolge ungünstiger Verhältnisse einer wohlbegründeten Anregung des Vorsitzenden des Elternbeirates nicht entsprochen werden. An sämtlichen städtischen Schulen begann in der Zeit vom 17. Nov. bis 14. Febr. der Vormittagsunterricht erst um 8 ½ Uhr. Diesem schlossen sich auch die beiden staatlichen Anstalten, das humanistische und das Real- Gymnasium an. Da sie jedoch durchgehenden Unterricht haben, schloß der Vormittags- unterricht in mehreren Klassen erst um 1²⁰ Uhr, sodaß die Schüler nicht zu der in vielen Familien üblichen, z. T. sogar nötigen Essenszeit zu Hause sein konnten. Eine Wirkliche Beseitigung dieses mit Recht gerügten Mißstandes war z. Zt. nicht möglich und ist über- haupt schwierig. Gegen den Nachmittagsunterricht werden eindringliche Bedenken geltend gemacht von zahlreichen Eltern der Fahrschüler, die jetzt mit den Zügen um 2 Uhr nach Hause fahren können, die Lehrer wohnen z. T. weit von der Anstalt entfernt, die Schüler, besonders der oberen Klassen(auch sie wohnen z. T. weit von der Schule) werden durch ihn in der Erledigung ihrer Hausaufgaben und in sonstiger nützlicher Beschäftigung behindert. Auch die Beleuchtungsfrage spielt eine Rolle, sowie die Nötigung in Ubereinstimmung mit dem humanistischen Gymnasium vorzugehen, da wir z. T. gemeinsame Lehrkräfte haben.


