Jahrgang 
1913
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sundheitszustand der Schüler war pefriedigend; kurz vor Weihnachten kamen in der Klasse U III mehrere Erkrankungen an Scharlach vor. Der weiteren Ausbreitung setzten glücklicherweise die Ferien ein Ziel.

Im Sommer wurden von den einzelnen Klassen gröſsere und kleinere Ausflüge unternommen. Die VI besuchte am 9. Juli die Hohe Kanzel, V marschierte über die Platte und Rentmauer. IV erstieg die Hohe Wurzel, UIII die Altenburg. OIII war auf Schlols Schaumburg, UII aut der Hallgarter Zange, Ollb auf der Ebernburg, OIla wanderte durch das Mühlbachtal, UI über den Feldberg nach Königstein. OI war, wie im Vorjahr, 2 Tage im Spessart, sie fuhr mit dem Morgenschnellzug nach Aschaffenburg, marschierte von dort über Bad Sodental Hohe Warte Mespelbrunn nach Rohrbrunn, am 10. Juli weiter durch den Wald nach Halsloch und Wertheim am Main, von wo sie mit der Bahn über Lohr zurückkehrte. Die Ausflüge waren durch schönes Sommerwetter begünstigt, am 10. Juli war es im Maintal schon recht heils. Am 21. September besuchte die OI die Nauroder Basaltbrüche, am 4. Februar das städtische Gaswerk, die OIl war im Gaswerk am 24. Februar.

Die Wandervögel unternahmen auch im vergangenen Schuljahr zahlreiche Wanderungen, mehr und stärkere als im Vorjahr. BeimWandervogel fanden statt: 8 Halbtagesfahrten mit 136 Teilnehmern, 71 Tagesfahrten wit 1261 Teilnehmern, 16 Anderthalb- bis Zweitages- fahrten mit 198 Teilnehmern und 14 Ferienfahrten mit 109 Teilnehmern. Die Ferienfahrten führten auch in weitere Entfernungen. z. B. in die Vogesen. Die höchsten Kosten machte die 17 tägige Vogesenfahrt, nämlich 32 Mk., die Eintagsfahrten kosteten durchschnittlich 50 P'fg.(im Vorjahr 64 Pfg.). Die Gesamtzahl der Teilnehmer war 1704(im Vorjahr 1150) mit 2650 Wandertagen; 15% der Teilnehmer waren Schüler der Anstalt(im Vorjahr 18,53%). Auch derJungwandervogel machte seine Fahrten. Alle Wanderungen verliefen gut, ohne Unfall und Beschwerden. Möge das so pleiben und den Teilnehmern reicher Gewinn für Körper und Geist aus den Fahrten durch Wald und Feld, über Berg und Tal unserer herrlichen Gauen erwachsen.

Am 13. Juli veranstaltete der Realgymnasial-Turnverein eine Rheinfahrt. Der Dampfer führte die Mitglieder und Gäste von Biebrich bis in die Nühe von Lorch und zurück bis Alsmannshausen. Von da ging es nach dem Jagdschlols zum gemeinsamen Mittagessen, turnerischen Vorführungen und Tanz, dann über das Nationaldenkmal auf dem Niederwald hinunter nach Rüdesheim und von dort nach Biebrich wieder mit dem Dampfer. Das Fest war von dem schönsten Sommerwetter begünstigt und verlief sehr glänzend. So sehr die Tätigkeit des Turnvereins zu schätzen ist und so gern man mit der Jugend zusammen feiern mig, mulſs man sich doch die Frage vorlegen, ob nicht bei einem Zurücktreten des Festlichen und einer stärkeren Beétonung des Turnens und der Leibesübungen derartige Ausflüge gewinn- bringender verlaufen Würden. Auch muls man die sehr erheblichen Kosten, die ein derartiges Fest verursacht und die doch schliefslich den Eltern der Schüler zur Last fallen, in Er- wägung ziehen..

Am 26. Oktober fand das alljährliche Schauschwimmen des Gymnasialschwimmvereins statt. geleitet von einem Schüler des städtischen Realgymnasiums. Die zahlreich erschienenen Zuschauer wurden durch schöne Leistungen erfreut, den Dank sprach dem Schwimmverein der Direktor der Oberrealschule Herr Dr. Höfer aus, der mit Befriedigung feststellen konnte. dals in dem Verein Schüler aller höheren Knabenschulen Wiesbadens zusammenwirken.