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Fester leichter Anzug, kurze Hosen, keine gestärkte Wäsche, gut eingelaufene Stiefel, leichte Schuhe(Sandalen) oder Turnschuhe. Fester Handstock. Rucksack breiter Riemen, 1 Reservehemd, 2 Paar Reservestrümpfe, Taschentücher, leinene Lappen, Lanolin, englisch Pflaster, Zahnbürste, Kamm, Seife, Trockentuch, Stiefelfett, Nadeln, Zwirn, Bindfaden, Zünd- hölzer. Taschenmesser, Gabel, Löffel, Becher, Feldflasche, leinene Säckchen für Mehl, Salz, Zucker, Brot u. s. w., Maggis Suppen-Kapseln, Feigen, Datteln, Dose für Butter. Kochtopf und Pfanne nach Verabredung, Regenumhang. Kein Regenschirm, kein harter Hut! Lieder- buch, Skizzenbuch, Notizbuch, Bleistift.“ Bemerkt sei indessen, dals nicht jeder alle diese Gegenstände haben muls, sondern dals hier die bestimmte„Verabredung“ eine wichtige Rolle spielt; nahm doch einer sogar eine Zupfgeige mit!
Der Schwimmverein, der die beiden Kgl. Gymnasien und das Reform-— Realgymnasium umfalst, zählt 81 Mitglieder und hat allem Anscheine nach in diesem zweiten Jahre seines Bestehens unter seinem Vorsitzenden Werner Luge aus 01 recht gesunde Fortschritte gemacht. Nicht allein, dals er das ganze Jahr hindurch wöchentlich 2 Badetage mit durchschnittlich 40 Teilnehmern festhielt, hat er sich auch des Fulsballspiels angenommen und vom Juni bis kurz vor Weihnachten wöchentlich einmal fieiſsig geübt.
Auch wurden gemeinschaftliche Radfahrtouren durch das Wispertal und den Taunus unternommen und zur vollsten Befriedigung durchgeführt. Es wird stets sorgfältig daraut geachtet, daſs die Kosten, die ja pei derartigen Vereinen nicht zu vermeiden sind, möglichst niedrig gehalten, was um so eher möglich ist, als Alkohol in jeder Form sowohl auf Touren als auch bei jeweiligen Zusammenkünften vollständig ausgeschlossen ist. So betrugen die Gesamtkosten der Wispertalfahrt, an der sich 15 Schüler peteiligten, im Ganzen 25 ℳ ein- schlielslich der Heimfahrt zu Schiff von Bingen aus; die Verpflegung wird in Form einer Tagesration meistens von Hause aus mitgeführt.
Das Schauschwimmen am 23. Oktober mit dem üblichen Programm wurde mit einer Ansprache des Schriftführers Ruthe aus UI eingeleitet und tadellos durchgeführt, die Zu- gabe einer Wasserpantomime, eines„Wasserballspieles“« und zuletzt das Reigenschwimmen erregte allerdings in hohem Maſse die Heiterkeit und die Teilnahme der Zuschauer, aber auch das leise Bedenken, ob des guten vielleicht nicht doch schon etwas viel geboten sei, zumal doch auch Kosten entstehen und durch die Vorbereitungen sehr kostbare Studienzeit in An- spruch genommen wird. Herr Direktor Schmidt vom Kgl. Gymnasium sprach wohl nur im Sinne aller, als er zugleich namens des Unterzeichneten dem Gymn.-Schwimmyverein für seine vortrefflichen Darbietungen den Dank und die Anerkennung der zahlreich anwesenden Lehrer, Verwandten, Freunde und Mitschüler zum Ausdruck prachte und zugleich auf den besonderen Wert des Schwimmsports hinwies.
Erwähnt sei kurz, daſs auch einige Schüler der Anstalt dem Ruderverein in Biebrich angehören und im Sommer fleiſsig geübt haben.
Damit jedoch auch die Kunst nicht zu kurz komme, fuhr der Kunstverein unter Leitung des Oberprimaners Felix Kayser fort, alle künstlerischen Bestrebungen in Musik, Zeichnen und Malerei durch Darbietungen aller Art sowie durch Vorträge, Lektüre und Besuch von Museen und eigene Ausstellungen während der Pfingst- und Herbstferien in der Aula, nach besten Kräften unter den Schülern zu fördern. Es wurde zum erstenmal ein Elternabend eingerichtet, der recht zahlreich besucht war und durch Darbietungen ernster und heiterer


