Ubersicht über die im Schuljahr 1909 durchgenommenen Lehraufgaben.
Da die in den einzelnen Klassen durchgenommenen Lehraufgaben genau den Bestimmungen der
„Lehrpläne und Lehraufgaben für die höheren Schulen in Preussen“, Halle a. S., Buchhandlung des Waisenhauses, 1901
entsprechen, so sei hiermit auf diese Bestimmungen verwiesen.
Angeführt werden mögen
aber noch die Aufsatzthemata der Prima und Sekunda, die gelesenen Klassiker, sowie die Aufgaben der Reifeprüfung.
I. Aufsatzthemata.
a) Deutsch.
1. 0 I. 1. Der Prophet gilt am wenigsten in seinem Vaterlande. 2. Wallensteins Schuld und Strafe. 3. Entzwei' und gebiete! Tüchtig Wort;
Verein' und leite! Belsrer Hort.
4. Goethes Stellung zur Gottheit in seinen Ge- dichten: Prometheus und die Grenzen der Mensch- heit. 5. Die bewunderungswürdige Überlegenheit Europas über die übrigen Erdteile. 6. Die Schick- sale des Orestes bis zu seiner Ankunft in Tauris. 7. Im Leben ist Vergessen nicht die letzte Tugend. 8. Prüfungsaufsatz: Der Seelenkampf und die sittliche Läuterung der Goetheschen Iphigenie.
1, 4 und 6 waren Klassenaufsätze.
2. UI. 1. Wie äulsern sich die Soldaten in„Wallen- steins Lager“ über ihren Feldherrn? 2. Im Kriege ist das Letzte nicht der Krieg. 3. Die Schicksale des Ostgotenvolkes. 4. Wallensteins Schuld und Strafe. 5. Des Helden Name ist in Erz und Marmorstein so wohl nicht aufbewahrt wie in des Dichters Liede. 6. Die Ursachen der Entstehung und des Aufblühens der deutschen Städte im Mittelalter. 7. Wie gewinnt Schiller unsere Teil- nahme für Maria Stuart? 8. Der Krieg ein Freund und ein Feind der Künste.
2, 4, 6 und 8 waren Klassenaufsätze.
3. 0 IIa.
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. O0IIb. 1.
1. Brunhilde. 2. Wie wird im Nibelungen- liede das Rittertum geschildert? 3. Verdienste des Themistokles um Athen, 4. Durch welche Eigen- gewinnt Hartmut unsere Sympathie? 5. Schilderung der Begebenheiten bei der Be- lagerung von Jagsthausen.(Götz v. Berlich. III, 15— 21). 6. Warum unterlag Hannibal trotz seiner Siege den Römern? 7. Welche Zustände herrschten in Rom und ltalien zur Zeit der Gracchen? 8. Hermann und die Kaufmannsfamilie.(Hermann und Dorothea 1 u. 2).
schaften
Inhalt und Zweck der Episode vom Sachsenkriege. 2. Der freudigste und der traurigste Tag im Leben Rüdigers von Bechlaren. 3. Der Sänger Horand gewinnt Hilde für Hetzel. 4. Rast' ich, so rost' ich. 6. Egmonts Hoffnung auf Rettung und der Versuch zu seiner Befreiung. 7. Auf welche Weise wird der Widerspruch des Löwen- wirts gegen die Absicht Hermanns, um Dorothea zu werben, beseitigt? 8. Worin liegt die Bedeutung der Eroberung Galliens durch Cäsar?
U IIa. 1. Wie haben wir uns die Werkstätte des Glockengiefsers vorzustellen?(Nach Schillers Lied von der Glocke). 2. Welches ist der ge- schichtliche Hintergrund zu Schillers Gedicht„Die unüberwindliche Flotte“? 3. Wie ist das Dichter- „... das ird'sche Leben flieht, und die Toten dauern immer“ zu verstehen? 4. Welchen Gang nahmen die kriegerischen Ereignisse in Ober-
wort:


