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ortsanwesenden Mitschüler, sowie sein Ordinarius und der Unterzeichnete ihm die letzte Ehre erweisen. Die Gedächtnis-Trauerfeier der Schule fand gleich pei Beginn des Winter- semesters am 15. Oktober in der Aula statt.
Von Mitte Mai(10.) bis Ende September wurde im Ganzen 7 mal hitzefrei gegeben, im Winter auch an 4 Nachmittagen eisfrei; die freien Stunden wurden im Sommer zum Baden und im Winter zum Eislauf und Rodeln fleilsig benutzt.
Im übrigen sei über die Geschichte der Anstalt berichtet wie folgt
Durch Ministerial-Erlals vom 9. Juli 1907 wurde lerr Oberl dehrer Steubing zum Professor ernannt und ihm durch Erlaſs vom 31. Juli der Rang der Räte IV. Klasse erteilt.
Auf Allerhöchsten Befehl wurde am 17. Mai zum Besuche der Parade frei gegeben.
Am 10. Juli fand eine Revision des Zeichenunterrichtes durch den Königl. Kommissar Herrn Maler Jung aus(assel statt, wobei sich derselbe im Ganzen recht befriedigt zeigte und nur Dedanerie. dals für den Zeichenunterricht nicht ein besonderer Zeichensaal vorhanden sei. Leider läfst sich diesem UÜbelstande bei den beschränkten Verhz iltnissen der Anstalt nicht abhelfen.
Erfreulich dagegen war es, daſs durch Ministerial-Erlaſs vom 17. August der Anstalt bereits zum zweiten Male 400 M. für Schülerapparate beim physikalischen Unterricht bewilligt wurden, um in je 2 fac. Wochenstunden die Schüler mit selbständigen Arbeiten und Beobach- tungen beschäftigen zu können.
Am 13. Jun fand von 10 Uhr morgens ab der Ausflug des Turnvereins unter zahl- reicher Beteiligung von Eltern, Verwandten und Freunden unserer Schüler sowie der Herren Lehrer P. u. J. Weber, Dr. Dreyer, Prof. Metzer. Prof. Leiſs und des U nterzeichneten, auf dem neuen groſsen Dampfer der Reederei W Mlümaun zu Biebrich in Begleitung einer Musikkapelle nach Bingen, Aſsmannshausen und auf den Rochusl berg statt. Gemeinschaftliche Lieder, frohe Weisen der Musikkapelle, Ansprachen des Oberprimaners v. Stockhausen und des Turnwarts Welz. Festmahl, eine kleine Schauübung beim Rochushotel. Ansprache des Unterzeichneten, dann Fackelpolonaise und Ball auf dem Schiffe, alles war von ungetrübtem Frohsinn und heiterster Laune getragen. Es sei bemerkt, dals geistige Getränke auf dem Schiffe den Schülern nicht verabreicht wurden.
Der Direktor konnte nicht umhin, am Schlusse im Eleinen Kreise den Eltern und den Freunden der Anstalt für ihre Teilnahme herzlich zu danken: zugleich gab er dem Wunsche Ausdruck, daſs an diesem gemeinschaftlichen Feste, für Elternhaus und Schule sich nach und nach auch weitere Kreise und namentlich auch das Lehrerkollegium, womöglich mit Familie, immer mehr beteiligen möchten.
Auch in diesem Jahre fanden wieder gemeinsame Klassenausflüge statt und zwar erst am 12. September, weil der Sommer wegen vielfacher sonstiger Störungen keine geeignete Zeit bot. Die Touren nach Bacharach- Steg— Oberwesel, sowie zum Mühlbachtal—- Yassau können bestens empfohlen werden. Auch sonst fanden mehrfach Ausflüge und Spaziergänge in die schöne Umgebung von Wiesbaden statt.
Die Feier des Sedantages wurde am Morgen mit Gesang und Deklamation in der festlich geschmückten Aula begangen. Die Festrede hielt Herr Prof. Dr. Ruppel über das Thema: Der deutsch-französische Krieg bis zur Schlacht bei Sedan nach Feldzugsbriefen Bismarcks an seine Gemahlin. Am Nachmittage beteiligten sich Lehrer und Schüler zahlreich an dem


