Jahrgang 
1906
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an Plötz-Kares, Übungsbuch, Kap. 55 76. Extempo- ralien. Diktate und Aufsätze. Sprechübungen. Gelesen wurde: Duruy, Hist. de France de 1560 1643, Molière, L'Avare. Dreyer.

Englisch(3 Std. wöchentlich). Grammatische Wieder- holungen. Extemporalien u. Diktate, freie Arbeiten. Sprechübungen: meist im Anschlufs an die Lektüre. Gelesen wurde: Irving, Sketch Book I.

Dreyer. Geschichte und Erdkunde(3 Std. wöchentlich). Griechische und römische Geschichte. Wieder- holungen aus der Erdkunde. Leils.

Mathematik. 1. Arithmetik. 2 Std. Qua- dratische Gleichungen mit mehreren Unbekannten. Arithmetische Reihen erster Ordnung, geometrische Reihen und ihre Anwendung auf Zinseszins- und Rentenrechnung. Rechnung mit komplexen Zahlen; Moivre'scher Lehrsatz mit Anwendungen.

2. Geometrie. 3 Std. Von Ostern bis Weih- nachten: Stereometrie: die Lagebeziehungen der Grundgebilde Punkt, Gerade und Ebene; die Lehre von den Ecken einschlieſslich der Theorie der regulären Ecken und der Darstellung des Raumes einer Ecke durch ihre Keile; die Polyeder, die Körper der pyramidal-kraischen und der prismatisch- cylindrischen Gruppe, die Kugel. Inhaltsberechnung der Körper unter Zugrunde'egung des Satzes Cavalieri. Von Weihnachten bis Ostern: Ebene Trigonometrie und ihre Anwendung auf horizontale und vertikale Distanzmessungen.

Aug. Schmidt.

Darstellende Geometrie(2 Std. wöchentlich.) Einleitung: Die Elemente der schrägen Parallel- projektion. Dann: Die Orthoprojektion des Punktes, der Geraden und der Ebene mnebst deren Verbin- dungen, bezogen auf Grund- und Aufriſsebene. Die Projektionen der begrenzten ebenen Figuren. Die Ableitung der Grundeigenschaften der Ellipse aus ihrer Entstehung durch Orthoprojektion des Kreises. Die Projektionen der Körper in allen Lagen.

August Schmidt.

Physik(2 Std. wöchentlich). Bewegung. Masse, Kraft. Arbeit, lebendige Kraft, Spannkraft. Zu- sammensetzung und Zerlegung der Kräfte, die Lehre vom Schwerpunkt, Elemente der Lehre von den Kräftepaaren und den Drehkräften. Die Ver-

wandlung der mechanischen Formen des Kraftvorrats in Wärme: die Lehre von der Wärme. Elemente der Meteorologie. August Schmidt.

Chemie(2 Std. wöchentlich). Die Metalloide. Die wichtigsten Metalle, ihre Darstellungen und ihre Verbindungen. Stöchiometrie. Henrich.

Untersekunda.

Abt. 1. Ordinarius: Rosenkötter. Abt. 2. Ordinarius: Hartwig.

Religion(2 Std. wöchentlich).

a) Ev.: Lektüre ausgewählter Abschnitte der prophet. Bücher des Alten Testaments. Das Evang. des Markus und Stücke aus den anderen Evang., namentlich die Bergpredigt nach Matthaeus. Gliederung edes Katechismus. Das Kirchenlied. Wiederholungen. Abt. 1: Schneider.

Abt. 2: Bierschenck.

b) Kath.(komb. mit IIB des humanist. Gymn.) Apologetik nach demGrundrifs der Apologetik von Wedewer, IV. Auflage.

Wedewer.

Deutsch(3 Std. wöchentlich). Lektüre: Dichtung der Befreiungskriege, Schillers Glocke, Schillers Wilhelm Tell und Jungfrau von Orleans, Lessings Minna von Barnhelm. Belehrungen aus der Metrik, Poetik und Dispositionslehre. Gelernt wurden die im Kanon angegebenen Stellen, wiederholt die früher gelernten Gedichte.

U. II. Abt. 1. Themata der Aufsätze: 1. Wie stellt Schiller die Macht des Gesanges in den Kranichen des Ibykus dar? 2. Wie kam es, dals Friedrich II. im siebenjährigen Kriege Sieger blieb? Welches waren die Zustände vor der Revolution von 17892 4. Was erzählt uns Cäsar von den Druiden? B. G. VI. c. 13 u. 14. 5. Was erzählt uns Stauffacher in der Rütliszene über die Be- siedlung der Waldkantone? 6. Die Riccaut-Szene und ihr Zweck.(Aus LessingsMinna von Barnhelm.) 7. Wie stellt Schiller den Volksglauben im ersten Aufzuge der Jungfrau von Orléans dar? 8. Die Wichtigkeit der Dampfkraft für Handel und Ge- werbe. 9. Heinrich Blank nach HeysesColberg. (No. 1, 2, 4, 7, 8 und 9 waren Klassenarbeiten.)

Rosenkötter.