Jahrgang 
1904
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Mit der Vertretung des Herrn Prof. Kühn wurde zunächst der wissenschaftliche Hülfs- lchrer Herr Dr. Schüler(Verfüg. 17./4. 1904) und nach seinem Ausscheiden zu Herbst Herr Dr. Liesau beauftragt(Verfüg. 22./9. 1903 S. 8706).

Von sonstigen Störungen des Unterrichts plieben Kir in diesem Jahre glücklicherweise verschont.

Im übrigen sei über die Geschichte der Anstalt wie folgt berichtet:

Durch Verfügung vom 27. Mai 1903§. 5482 wurde der wissenschaftliche Hülfslehrer Herr Bierschenck¹) zum Oberlehrer ernannt. Damit ist also auch die letzte Iülfslehrerstelle der Anstalt in eine Oberlehrerstelle verwandelt.

Die Ferien entsprachen der Ferienordnung für die höheren Schulen der Stadt Wiesbaden vom 241. Abril 1902 S. 3471(p. 21).

Wegen grofser Hitze fiel der Unterricht an 9 Tagen von morgens 11 Uhr ab aus; aulser- dem wurde bei Gelegenheit der Anwesenheit Seiner Majestät des Kaisers in Wiesbaden auf Allerhöchsten Befehl am 4. November frei gegeben.

Der Sedantag wurde durch Ansprache der Ordinarien in den einzelnen Klassen gefeiert und dann von 11 Uhr ab zur Beteiligung der Schüler an qen Festlichkeiten des Kriegervereins ftreigegeben. Die Herren Oberlehrer Bierschenck und Lehrer J. Weber, sowie der Unter- zeichnete machten daneben mit ihren Klassen Ausflüge. Weitere Ausflüge fanden statt am Nach- mittag des 20. Juni scitens des Turnvereins in Begleitung des Unterzeichneten zur hohen Kanzel und über Kellerskopf und Rambach heim; auch führte derselbe die II A an dem freien Nach- mittag des 24. September nach Mainz zur Besichtigung der neuen Rheinbrücke und der Christus- kirche. Herr Oberlehrer Rasch wanderte mit seiner Untertertia am 10. September zum Feldberg

gegen 10 Uhr abends wieder zu Hause anlangten.

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und der Saalburg, von wo alle frisch und munter Der Segen solcher Ausflüge auch für die innere Annäherung von Lehrern und Schülern ist nicht zu verkennen und darum dringend zu wünschen, qafs in den nächsten Jahren die Klassenaus- Hüge, die oft noch bis in das späte Alter der Schüler Lichtpunkte der Erinnerung pleiben, in alter Weise wieder aufgenommen werden.

zur Feier des Königsgeburtstags am 27. Januar wurde unter Anlehnung an das gleich- Hamige Drees'sche Festspiel die Dichtung des Herrn Oberlehrers Dr. MerbachXNaiser Wilhelm der Grofse mit Bearbeitung der Liedereinlagen von Fr. Kriegeskotten zur Auf- führung gebracht. Die Deklamationen lagen in den Händen der Schüler Rudolf Wolf aus III, Karl Rücker aus IIIA1, Hermann Roth aus II B2, Julius Brandt aus II, Wilhelm Franke aus IIA und Paul Sto UIwerck aus II A. Deklamationen und Chor unter der bewährten Leitung des Herren Gesanglehrers P. Weber fanden freundlichen Beifall.

ebendahin 1891 das Gymnasium zu Hersfeld, studierte in Marburg Theologie und Philologie und bestand im Juli 1896 die Prüfung pro lic. conc. sowie im Oktober 1897 das Examen pro fac. doc. Das Seminarjahr jeistete er von Herbst 1897 bis dahin 1898 am Königl. Gymnasium zu Weilburg ab, das Probejahr vom 1./10. 1898 bis 1./10. 1899 am Lessing-Gymnasium zu Frankfurt a. M., wo er nach Ablauf der Probezeit bis zum 1./4. 1900 weiter beschäftigt war. Vom 1./4. 1899 bis 1./4. 1900 war er zugleich als wissenschaft- licher Hülfslehrer an der Wlisabethenschule, einer der höheren Töchterschulen Frankfurts, tätig. Während des Schuljahres 1900/1901 hielt er sich Studien halber in der französischen Schweiz und Frankreich auf.

Seit Ostern 1901 gehört er dem Lehrerkollegium des Kgl. Realgymnasiums an.