(ca. 29000 Mk.) angewiesen wurde. Die Turnhalle ist 20 Meter im Lichten lang, 10 Meter breit und ca. 9 Meter hoch mit einem Vorbau von 31 2 Meter Länge für Kleiderzimmer und Gerätekammer; 7 Wandschränke dienen zur Aufnahme der Kleingeräte; für Schuhe und Turn- schuhe sind besondere Schränke im Vorraum eingerichtet. Auf dem flachen Dache, zu dem eine Wendeltreppe in einem Türmchen führt, ist zugleich eine Terrasse für Himmelsbeobachtungen eingerichtet. Alle Apparate sind von ersten Firmen in bester Ausführung und groſser Reich-— haltigkeit geliefert. so dals die Turnlust unter Schülern und Lehrern einen ganz neuen Auf- schwung genommen hat. Ich verfehle nicht an dieser Stelle allen Männern, die sich um Er— bauung der Turnhalle verdient gemacht haben, in erster Linie Herrn Prov.-Schulrat Dr. Pähler für seine langjährigen Bemühungen unsern herzlichsten Dauk auszusprechen.
Am 19. Mai wurde bei Gelegenheit der Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers zu Wies- baden, auf Allerhöchsten Befehl freigegeben; auch hatte Se. Majestät die Gnade, durch Aller- höchste Ordre vom 10. Juni dem Unterzeichneten den Kronenorden III. Klasse Allerguädigst zu verleihen.
Hitzeferien wurden gegeben am 12. Juni und vom 12.— 27. Juli.
Die Klassenausflüge fanden in gewohnter Weise bei schönstem Wetter am 14. Juli statt. und zwar wandte sich die
IB unter Führung des Unterzeichneten über Lorch und durch das Wisperthal nach Caub:
IIA mit Herrn Oberlehrer Metzer zum Westerwald(Niedernhausen. Limburg, Frickhofen, Dornburg und Wallmerod, Molzberg. Diez, Wiesbaden;
II Bi mit Herrn Prof. Dr. Ru ppel über Niederbrechen, Runkel, Odersbach. Gunthersau nach Weilburg;
II B mit Herrn Dr. Geppert zum Melibokus;
III Al mit Herrn Prof. Leiss über Soden, Kronthal, Kronberg, Falkenstein zum Feldberg, wo eben am Brunhildenstein Ihre Majestät die Kaiserin Friedrich mit ihren Gästen tafelte. Rückkehr über Königstein. Neuenhain und Soden nach Wiesbaden;
III A2 mit Herrn Dr. Schmitthenn er über Zollhaus, Hohlenfels, Schaumburg. Diez-Oranienstein nach Limburg und zurück;
III B mit Berrn Oberlehrer Rosenkötter nach Chaussechaus und Schlangenbad zur Hallgarter Zange und zurück über Rauenthal, Neudorf nach Eltville und Wiesbaden;
IV mit Herrn Oberlehrer Dr. Klinkert über Chaussechaus und Schlangenbad nach Kiedrich und PEltville.
V mit Herrn Oberlehrer Dr. Schn eider über Holzhackerhäuschen, Altenstein und Hahn nach Eiserne Hand-Wiesbaden;
VI mit Herrn Lehrer Weber zum Kellerskopf.
Die IA unter Herrn Prof. Dr. Kühn machte diesmal mit Erlaubnis der vorgesetzten Behörde einen zweitägigen Ausflug und zwar zum hohen Westerwald. Erster Tag: Deber Limburg, Westerburg. Rennerod, Emerichenhain, Bretthausen, Liebenscheid nach Station Niederdresselndorf und von da mit der Bahn nach Dillenburg, wo übernachtet wurde. Zweiter Tag: Bahnfahrt nach Sinn und von dort über Greifenstein. Dianaberg. Leun nach Braunfels und Wiesbaden. Die Fahrkosten betrugen insgesamt 3,50 M.; für Abendbrot, Nacht- quartier und Frühstück(Hotel Neuhoff) wurden 2,20 M., für Mittagbrot 0,80 M., gerechnet. Der Ausflug hat alle T'eilnehmer sehr befriedigt, zumal die täglichen Marschleistungen von 5 ½ bis 6 Stunden nicht zu gross waren.
Ausser diesem Hauptausfluge wurden im Laufe des Jahres noch eine Reihe von grösseren Spaziergüngen an freien Nachmittagen mit einzelnen Klassen seitens des Unterzeichneten aus- geführt, so mit der VI. am 12. Juni zur Grundmühle, am 12. Juli zum Forsthause in Dotzheim, am 31. Juli in den Rabengrund und am 14. Januar nach Biebrich zum Eislaufe; mit dem


