Jahrgang 
1901
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Rechnung mit complexen Gröſsen und der Moivre- sche Lehrsatz für beliebige Exponenten; zuletzt Gleichungen III. Grades mit Diskussion der Wurzelwerte und Anwendungen. Die Elemente der Kombinatorik und der binomische Lehrsatz für be- liebige Exponenten.

2) Geometrie 3 St. Die wichtigsten Sätze über Khn- lichkeitspunkte und Strahlen, Transversalen. Har- monikalen. Polaren, Potenzlinien, sowie die Kegel schnitte in synthetischer Behandlung. Alle 4 Wochen eine häusliche oder Klassenarbeit.

Breuer.

Darstellende Geometrie(2 Std. wöchentlich).

Ebene und räumliche Flächenschnitte unter be- sonderer Berücksichtigung der Kegelschnitte, deren

Grundeigenschaften am geraden Kegel elementar- geometrisch entwickelt werden. Aug. Schmidt.

Physik(3 Std. wöchentlich). Kräftepaare und Dreh- kräfte, die Drehbewegung, das Trägheitsmoment, das physikalische Pendel. Magnetismus und Elek- trizität. Aug. Schmidt.

Chemie(2 Std. oblig., 2 Std. fakult.). Anleitung in der Analyse einfacher Substanzen auf trocknem

und nassem Wege. Einleitung in die organische Chemie. Alkohole und Derivate. Wiederholung. Henrich. Obersekunda.

Ordinarius: Metzer.

Religion(2 Std. wöchentlich). a) Ev.: Apostelge-

schichte, geschichtlicher Teil des Galaterbriefes. I. Thessalonicher Philipper I. Korinther- brief; Brief an Philemon. Kirchengeschichte bis

Bonifatius. Wiederholung von'salmen und Liedern. Schneider.

b) Kath.(komb. mit IIA des humauistischen Gymnasiums). Kirchengeschichte, nach demGrund- rils der Kirchengeschichte von Wedewer. VII. Aufl.

Wedewer.

Deutsch(3 Std. wöchentlich). Lekt.: Nibelungen- lied; Gudrun; Walther von der Vogelweide u. a. Lyriker des Mittelalters; Auswahl aus dem Volks-

lied; Goethe, Egmont; Schiller, Wallensteins Lager. Gedichte. Priv.: Hartmann v. Aue, der arme Heinrich; Goethe, Götz von Berlichingen;

H. von Kleist, Hermannsschlacht. Prinz Priedrich v. Homburg. Referate über die Privatlektüre und selbstgewählte Themata. Memorieren von Stellen Walther und Schiller. Wiederholung früher gelernter Gedichte. Litteraturgeschichte 1500. Themata der Aufsätze: 1. Die Familien des des Wirtes und des reichen Kaufmanns in Goethes Hermann und Dorothea. 2. Aus welchen Gründen wird Siegfried von Hagen ermordet? 3. Welche mythologischen Elemente der germanischen Urzeit finden wir im Nibelungenliede? 4. Warum unter- lagen die im Kampfe mit den Mace- doniern? 5. Wodurch wird Weislingen zur Un- treue gegen Götz veranlalst? 6. Wie schildert Goethe die Rechtszustände Reiches im Götz von Berlichingen? 7. Welche Zustände herrschten in Italien zur Zeit der Gracchen? 8. Was hat der Genulſs der freien Natur vor andern Genüssen vor- aus? Rosenkötter.

aus

Griechen

des

Lateinisch(3 Std. wvöchentlich). Lektüre: Caesar, bell. civ. lib. I. Auswahl aus Ovids Metam. Alle 14 Tage eine Übersetzung aus Caesar.

Rosenkötter.

Französisch(4 Std. wöchentlich). Grammatische Wiederholungen nach Kühn, franz. Schulgrammatik Mündliche Übersetzungen aus Plôtz, Übungen zur Syntax. Extemporalien. Diktate und freie Ar- beiten. Sprechübungen im Anschluſs an die Lektüre. Gelesen wurden mit Auswahl die Abschnitte Histoire und La capitale aus Kühn, Franz. Lesebuch, Mittel- und Oberstufe. Kühn.

Englisch(3 Std. vöchentlich). Grammatische Wiederholungen. Extemporalien, Diktate und freie Arbeiten. Sprechübungen meist im Anschlufs an die Lektüre. wurden Black, In the Scottish Highlands und Besant, London, Past and Present. Kühn.

Gelesen

Geschichte und Geographie(3 Std. wöchent- lich). Griechische und römische Geschichte. Wieder- holung der aufsereuropäischen Erdtheile.

Rosenkötter.

Mathematik. 1. Arithmetik. 2 Std. Wieder- holung u. Erweiterung der quadratischen Gleich- ungen mit einer Unbekannten Quadratische Gleich- ungen mit mehreren Unbekannten. Arithmetische Reihen erster Ordnung, geometrische Reiben und ihre Anwendung auf Zinseszins- und Rentenrech- nung.