21 als Prämien zu dem pevorstehenden Allerhöchsten Geburtstage zur Verfügung gestellt worden. Das uns davon überwiesene Exemplar(Verfügung vom 17. Januar 1899) wurde dem Schüler Keiper aus IA“² zuteil.
Zur Feier des Geburtstages Sr. Majestät wurde das Festspiel von Dr. Drees„Vom grolsen Markgraf bis zum groſsen Kaiser“(Quedlinburg bei Vieweg) im Auszuge deklamatorisch mit Chören und Fanfaren zu Aufang und zu Ende zur Aufführung gebracht und fand freundlichen Beifall. Die Festrede hielt Herr Oberlehrer Schedtler über das Thema:„Der Feldmarschall Graf Helmuth Moltke, ein Lebensbild“.
Die schriftliche Reifeprüfung fand vom 13.—18. Februar, die mündliche am 28. Februar unter dem Vorsitze des Königlichen Kommissars Herrn Provinzial-Schulrats Dr. Pähler statt. Von den 25 Abiturienten trat einer vor der mündlichen Prüfung freiwillig zurück; die übrigen 24 bestanden und zwar 14 davon mit PErlaſs der mündlichen Prüfung. Näheres siehe unter No. IV.
Die Abschlulſsprüfung fand in den Tagen vom 4.—14. März statt; näheres unter No. IV.
Der Gesundheitszustand der Schüler war im verflossenen Jahre bis auf die Influenzaperiode der letzten Zeit ein recht befriedigender. Die Mitgliederzahl des freiwilligen Turnvereins betrug 51, die Zahl der Freischwimmer 138.
Die Vermessungsunterweisungen, die Herr Professor Henrich im vorigen Jahre unter so reger Teilnahme der Schüler unternommen hatte, wurden im verflossenen Jahre leider durch die meist ungünstige Witterung der freien Tage sehr gehemmt; hoffentlich wird sich aber das nächste Jahr günstiger erweisen.
Der Gesundheitszustand im Lehrerkollegium war, abgesehen von kurzen Störungen, recht günstig.
Auch in diesem Jahre wurde den Schülern der Anstalt seitens der Königlichen Theater- Intendantur durch sogenannte Volksvorstellungen Gelegenheit geboten, zu sehr billigen Preisem mustergültigen Vorstellungen beiwohnen zu können, während die Verwaltung der Wiesbadener Kunstsäle den einzelnen Klassen unter Führung ihrer Lehrer den Besuch ihrer Ausstellung fast gratis gestattete. Für beides verfehle ich nicht, auch an dieser Stelle unseren herzlichen Dank auszusprechen.


