Jahrgang 
1895
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Naturgeschichte(2 Std. wöchentlich). Elemente der Krystallographie, Mineralogie und Chemie. Henrich.

zZeichnen(2 Std. wöchentlich). a) Freihand- zeichnen. Nach Gipsmodellen in vollständiger Ausführung in Wisch- und Tuschmanier. Ornament- formen- und Stillehre.

b) Linearzeichnen. Punkt, Gerade und Fläche in ihren Beziehungen zu den Projektionsebenen. Geometrisches Darstellen einfacher Körper in ver- schiedenen Ansichten mit Schnitten und Abwicke- lungen. Schmidt.

Obertertia.

A. Ordinarius: Rosenkötter.

Religion(2 Std. wöchentlich im Winter comb. mit III 1 b). a) Ev.: Das Reich Gottes im Neuen Testament, die Bergpredigt und Gleichnisse Christi. Luthers Leben. Repetition der früher gelernten Kirchenlieder und der Katechismus.

Hochhuth.

b) Kath.:(komb. mit IIII des humanistischen Gymnasiums). Im Diözesankatechismus: Das III. Hauptstück. Das wichtigste aus der Kirchen- geschichte nach dem Grundriſs der Kirchengeschichte von Wedewer, V. Aufl. Wedewer.

Deutsch(3 Std. wöchentlich). Durchnahme poe- tischer und prosaischer Stücke aus dem Lesebuch, darunter SchillersGlocke. Ein Teil der dichte wurde memoriert. Homers Odyssee und Ilias

Ge-

in den Übersetzungen von Hubatsch bez. Kern. Die wichtigsten Begriffe der Metrik. Alle vier Wochen ein Aufsatz. Rosenkötter.

Lateinisch(4 Std. wöchentlich). a) Gram matik: Tempora, Modi, Imperativ, Infinitiv ut, quod, oratio obliqua nach der Grammatik von Ellendt-Seyffert. Repetitionen der Formenlehre und Kasuslehre. Übersetzen nach Ostermanns Ubungsbuch für Tertia. Alle 14 Tage ein Domesticum oder Extemporale.

b) Lektüre: Caesar de bell. Gall. lib. III IV V. 154 mit Auswahl. Im Sommer: Rosenkötter. Im Winter: Schmitthenner.

Französisch(5 Std. wöchentlich). Unregelmälſsige Verben, Ergänzung der Formenlehre, Tempora und Modi, Gebrauch der Hilfsverben. Extemporalien,

freie Arbeiten und Diktate. Sprechübungen. Er- weiterung des Wort- und Phrasenschatzes. Lektüre Erckmann-Chatrian, Histoire d'un Conscrit, Contes populaires. Fries.

Englisch 63 Std. wöchentlich). Fortsetzung der in III2 begonnenen Übungen: Gewinnung der wich- tigsten grammatischen und syntaktischen Gesetze aus der Lektüre(Lesebuch von Vietor u. Dörr), systematische Zusammenfassung des Gelernten im Anschluss an Gesenius I. Extemporalien, freie Ar-

beiten und Diktate. Sprechübungen. Auswendig- lernen von Gedichten. Fries. Geschichte(2 Std. wöchentlich). Deutsche Ge-

schichte vom Augsburger Religionsfrieden bis zum Regierungsantritt Friedrichs des Grolsen, insbe- sondere brandenburgisch-preuſsische Geschichte. Repetition der Geschichte des Mittelalters nach Eckertz' Hilfsbuch. Rosenkötter.

Geographie(2 Std. wöchentlich). Physische und politische Erdkunde des deutschen Reiches und der deutscheu Kolonieen im Anschluls an Daniels Lehrbuch. Kartenzeichnen.

Rosenkötter.

Mathematik. Geometrie(3 Std.). Proportionali- tät der Strecken. Ahnlichkeit der Dreiecke und Poly- gone. Flächengleichheit. Kreisberechnung. Wieder- holungen aus dem Früheren. Konstruktionsaufgaben.

Arithmetik(2 Std.). Wiederholung des Früheren. Proportionen, Potenzen, Wurzeln, Gleich- ungen vom 1. Grade mit einer und mehreren Unbekannten. Hesse.

Naturgeschichte(2 Std. wöchentlich). Im Sommer: Elemente der Pflanzenanatomie. Im Winter: Bau des menschlichen Körpers. Die Anfangsgründe der Physik. Hesse.

Zeichnen(2 Std. wöchentlich). Zeichnen nach Holz- und Gipsmodellen mit Ausführung in Wisch- und Tuschmanier. Einführung in die griechische Orna- mentformenlehre. Ubungen im Gebrauch von Zirkel² Lineal, Reifsschiene, Dreieck und Ziehfeder an Flächenmustern, Kreisteilungen und anderen gerad-

und krummlinigen Gebilden. Schmidt. B. Ordinarius: Merbach.

Deutsch(3 Std. wöchentlich). Lektüre und Be- sprechung poetischer und prosaicher Stücke aus Hopf