Lateinisch(5 Std. wöchentlich). a) Grammatik: Wiederholung der Tempus- und Moduslehre. Münd- liche Ubungen nach Schultz. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit, darunter übersetzungen aus dem Lateinischen.
b) Lektüre: i. S. Sallust, bell. Cat.; i. W. Cicero, in Cat. I—III, Vergil: An., Auswahl aus 1, II, VIII und IX. Leiſs.
Französisch(4 Std. wöchentlich). Wiederholung einzelner Abschnitte der Syntax. Schriftliche Über- setzungen aus Plötz' Übungen zur Syntax. Sprech- übungen, Extemporalien und Diktate im Anschluls an die Lektüre; Aufsätze. Lektüre: Taine, les Origines de la France contemporaine(Auszug); Thiers, Campagne de 1800(kursorisch); Molieère, l'Avare.
Themata der Aufsätze: 1) Les rois de France de la maison de Bourbon(Résumé). 2) Passage des Alpes par l'armée de Bonaparte. 3) Bonaparte envahit l'Italie Supérieure. 4) Bataille de Monte- bello. 5) Bataille de Marengo. 6) Bonaparte en Egypte et en Syrie. 7) Charlemagne. 8) Après la bataille de Marengo. Kühn.
Englisch(3 Std. wöchentlich). Lektüre: Macaulay, England before the Restoration; State of England in 1685; Shakspere, Julius Caesar. Im Anschluls an die Prosalektüre: Schriftliche und Sprech- übungen, sowie Besprechung grammatischer Eigen- tümlichkeiten der englischen Sprache. Kühn.
Geschichte(3 Std. wöchentlich). Neuere Geschichte von der Reformation bis 1789 nach Herbst, Hilfs- buch. Repetition des Mittelalters. Fischer.
Mathematik(5 Std. wöchentlich). 1) Analytische Geometrie(3 Std. wöchentlich). Die analytische Geometrie des Punktes, der Geraden, des Kreises und der Kegelschnitte einschliefslich der Diskussion der allgemeinen Gleichung 2ten Grades zwischen 2 Variabeln. Grundbegriffe der analytischen Geo- metrie des Raumes..
2) Arithmetik(2 Std. wöchentlich). Die Lehre von den kubischen Gleichungen und die Elemente der Theorie der höberen Gleichungen; die Elemente der Lehre von den Determinanten. Einleitung in die Lehre von den unendlichen Reihen.
Schmidt. Darstellende Geometrie(2 Std. wöchentlich). Die Lehre von den Schnitten der Flächen unter einander. Die Elemente der Schattenkonstruktionen.
Schmidt.
Chemie(2, bezw. 4 Std. wöchentlich).
Deutsch(3 std.
Physik(3 Std. wöchentlich). Die Lehre vom Magne-
tismus und von der Elektrizität. Die Wellentheorie. Schmidt.
Die Schüler erhielten Anleitung in der Analyse einfacher Sub- stanzen, löslicher sowohl als unlöslicher. Zuerst wurden die Versuche im zugeschmolzenen Glas- röhrchen, dann auf Holzkohle mit dem Lötrohr gemacht. Dann wurden die Oxyde und Metalle auf einer glasierten Porzellanschale dargestellt und die Schwefel- und Jodverbindungen hergestellt. Darauf folgten die Reaktionen in der Borax- und Phosphorsalzperle, das Verhalten der Substanzen zu konz. Schwefelsäure und die Methoden, durch welche Substanzen aufgeschlossen werden. Es wurde darauf geschen, daſs die Reaktionen durch Formeln er- läutert wurden, und daſs die Schüler von dem Gange der Analyse Rechenschaft ablegen konnten. Henrich.
Obersekunda.
Ordinarius: Leils.
Religion(2 Std. wöchentlich). a) Ev.: Der Kirchen-
geschichte 2. und 3. Teil, Wiederholung des 1. Teiles nach Noacks Hilfsbuch für den evangelischen Re- ligionsunterricht.— Lektüre und Erklärung des I. Briefes Pauli an die Korinther. Wiederholung des Alten Testaments und wichtiger Kirchenlieder. Hochhuth. b) Kath.(komb. mit IIIl des humanistischen Gymnasiums). Die Lehre von der Offenbarung überhaupt und die Beweise für die Göttlichkeit des Christentums und der Kirche im besonderen nach dem„Grundrils der Apologetik« von Wedewer, II. Aufl. Wedewer.
wöchentlich). Schillers
Schwierigere
Schiller'sche Gedichte, Jungfrau von
Orleans, Goethes Hermann und Dorothea und Lessings Minna von Barnhelm wurden gelesen
und erklärt. Übungen im Deklamieren. Repetition früher gelernter Gedichte. Freie Vorträge, über die Privatlektüre berichtend. Alle vier Wochen ein Aufsatz.
Themata der deutschen Aufsätze: 1) Wie unter- scheidet sich Schillers Gedicht Hektors Abschied von der Darstellung des Homer? 2) Der Mensch bedarf des Menschen. 3) Welche Ansichten äulsert Schiller in seinen Gedichten über Ursprung und Wirkung der Poesie? 4) Uber den Nutzen des


