3. Turnen und Spielen. Die aufgabenfreien Nachmittage wurden zu
Turnspielen, Wettkämpfen und schönen
In diesem Jahre mußte der gesamte Turn- Wanderungen in die Taunuswälder und-berge
und Spielbetrieb wegen Schwierigkeiten in benutzt. Leider fehlt es sehr an geeigneten der Unterrichtsverteilung nur zwei Herren Spielplätzen.
übertragen werden, obwohl sieben geprüfte
Der- 1 d 1 i inge- Turnlehrer vorhanden sind. er Jugendwandervogel ist ganz einge
gangen. Nur in den konfessionellen Jugend-
Der Turnunterricht umfaßte: Körper- vereinen wird noch gemeinsam gewandert. schule, Leichtathletik(Laufen, Werfen, Vie Eltern sollten ein recht wachsames Auge 8 en), Geräteübungen und Spiele. arauf haben, mit wem ihr Kind wandert.
Pringen) 1 5 P Die üble Erfahrung hat gelehrt, daß ein zu
Der Wintersport kam wegen des lauen großer Altersunterschied außerordentlich ver- Wiuters zu kurz. derblich sein kann. Deshalb: mit wem
Das Schwimmen wurde im Rhein und im wandert dein Kind? Augen auf! Augusta-Viktoria-Bad geübt. 194 Schüler sind Der Gymnasial-Turnverein besteht jetzt Schwimmer. 48 Jahre und turnte jeden Freitag von 4—6 Uhr.
II. Bericht über die Lehrer.
a) Veränderungen im Lehrkörper. Am 1. April wurden die Studienräte Dr. Kurt Körber und Dr. Georg Reichwein an die Pädagogische Akademie in Frankfurt a. M. versett, Studienassessor Schultheis wurde dem Gymnasium in Höchst a. M. überwiesen. Studienrat Dornseiffer wurde krankheitshalber bis zu den Sommerferien, Oberturnlehrer Hagelauer bis zu den Weihnachtsferien beurlaubt. Es traten neu ein in den Lehrkörper: Studienrat Dr. Carl Heiler¹), Studienassessor Dr. Ernst Kolb, Seminaroberlehrer i. e. R. Jakob Küchler, Junglehrer Linscheid.
Am 1. Oktober wurde Studienrat Dornseiffer wiederum wegen Erkrankung beurlaubt, zu seiner Vertretung trat Studienassessor Dr. Hans Kröning ein. Im November erkrankte Studienrat Mirgel und mußte bis zum Ende des Schuljahres beurlaubt werden. Das Unter- richtsbedürknis konnte nur dadurch gedeckt werden, daß Verschiebungen in der Unterrichts- verteilung vorgenommen und Junglehrer Krollmann als Hilfskraft herangezogen wurde. (S. Unterrichtsverteilung im Winter.)
¹) Carl Heiler, geb. 20. 5. 1887 in Biebrich. Schüler der alten Biebricher Realschule bis Quarta, des staatl. Gymnasiums in Wiesbaden ab UIII. Reifeprüfung Ostern 1905. Studium der klassischen Philologie und Geschichte in Heidelberg, München, Berlin und Marburg. In Marburg zum Dr. phil. promoviert 11. 6. 09, Prüfung für das höhere Lehramt 24. 6. 10. Seminarjahr am Gymnasium in Saarbrücken, Probejahr an der Hohen Landesschule in Hanau und dem Gymnasium in Marburg. Darauf beschäftigt in Wiesbaden(städt. Reformrealgymnasium), Hersfeld, Dillenburg, Wiesbaden(staatl. Realgymnasium), Limburg und Frankfurt a. M.(Kaiser-Wilhelms-Gymnasium). End- gültig angestellt an der Hanauer Hohen Landesschule 1. 7. 1917, nach Wiesbaden versetzt Ostern 1927. Aufßer einer größeren Anzahl von Aufsätzen über die Geschichte der Grafschaft Hanau und nassauische Kulturgeschichte erschienen von ihm 1. De Tatiani apologetae dicendi genere, Marburg 1909: 2. Geschichte der Hohen Landesschule zu Hanau 1607— 1665, Hanau 1925; 3. Gedichte des Humanisten Petrus Lotichius Secundus, Frankfurt 1926; 4. Von Tandekea ehe friedlosen Leuten und fahrendem Volk besonders in den nassau-ottonischen Ländern 1500— 1800, Hanau 1927; 5. Die Geschichte des Hanauer Lamboyfestes, Hanau 1928.


