Jahrgang 
1913
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III. Jahresbericht*).

Das Schuljahr begann am Montag, den 15. April 1912 und endet am Mittwoch, den 19. März 1913. Die Ferien dauerten: Pfingsten: Freitag, den 24. Mai, bis Dienstag, den 4. Juni; Sommer: Freitag, den 19. Juli, bis Dienstag, den 20. August; Michaelis: Sonnabend, den 5. Oktober, bis Donnerstag, den 17. Oktober; Weihnachten: Freitag, den 20. Dezember, 1912 bis Freitag, den 3. Januar 1913.

Aus dem Lehrerkollegium schied Herr Oberlehrer Dr. Kappus aus, der 6 ½ Jahre lang der Anstalt gewissenhaft und erfolgreich gedient und sich in seltenem Maſse die Anerkennung von Vor- gesetzten und Mitarbeitern, wie die Hochachtung und Neigung seiner Schüler zu erwerben verstanden hat.

Der Gesundheitszustand des Lehrerkollegiums und der Schüler war im ganzen befriedigend.

Wiederum hatten die Schüler durch den fremdsprachlichen Vortragszyklus in der Städtischen Oberrealschule, durch die Aufführungen der Theatertruppe Roubaud und die Konversationsübungen bei Herrn Assistenten Saint-James reiche Gelegenheit zur Übung in den neueren Sprachen.

Ausflüge wurden klassenweise häufig gemacht. Die Sedanfeier wurde in der Turnhalle durch einen Festaktus begangen, bei dem Professor Dr. Heymach die Gedenkrede hielt.

Oft bot in dankenswerter Weise die Intendanz des Kgl. Theaters den Schülern ermäſsigte Preise zu klassischen Aufführungen.

Der von Herrn Dr. med. Schreher geleitete Samariterkursus endete am 13. Februar mit einer erfolgreichen Prüfung vor einer Reihe von Sachverständigen der Militär- und Zivilbehörden und des Roten Kreuzes.

Über die Reifeprüfungen vgl. Abschnitt IV, 3. Die Abschiedsrede bei der Entlassungsfeier am 1. März hielt der Abiturient Erich Hofmann. Herr Prof. Dr. Touton sprach am 21. Februar: zu den Abiturienten vor der mündlichen Prüfung in seiner eindringlichen, sachverständigen und warmen Art über die sexuelle Verantwortung des Menschen. Beiden Herren Arzten herzlichen Dank für ihre nun schon eingebürgerten hingebenden Bemühungen um die Wohlfahrt der deutschen Jugend.

Lehrer am pädagogischen Seminare waren Herr Direktor Dr. Schmidt bis zum Oktober, aufserdem die Herren Prof. Mosheim, Schmelz, Oberlehrer Fuchs; Mitglieder die Herren Bernreuther, Bonn, Dr. Minor, Ohlenburger, Ortmann, Sanner und im Sommer- halbjahr Schreiber; aufserdem nahm Fräulein Dr. phil. Weifsenborn zwecks theoretischer Ausbildung an den Seminar-Sitzungen teil. Die Revision des Seminars durch Herrn Ober- und Geheimen Regierungsrat Dr. Paehler fand statt am 6. Februar.

Auch die Otto-Stiftung hat wiederum, wie schon in den vorhergehenden Jahren, von gleicher Seite eine freundliche, mit herzlichem Dank erwiderte Gabe empfangen.

Im vorigen Jahre konnte Herr Direktor Dr. Schmidt von der Gründung der Werner-Stiftung berichten. Diese Stiftung hat sich in kurzer Zeit dank seinen Bemühungen und mehreren hoch- herzigen Zuwendungen, besonders einer ungenannten Dame, sehr erfreulich entwickelt(s. S. 21).

Herr Professor Dr. Thomae wurde der Berufsarbeit durch schwere Erkrankung für längere Zeit entzogen. Rascher als wir zu hoffen gewagt, hat er die Folgen der Krankheit überwunden. Zu unserer Freude erlaubte der Arzt ihm bei Beginn des Wintersemesters die teilweise Wieder- aufnahme seiner Unterrichtstätigkeit. Wir hoffen, daſs er von Ostern ab wieder in alter Frische und Freudigkeit seines Amtes in vollem Umfang walten kann.

.*) Für die Zeit von Ostern bis zum Dienstantritt des Berichterstatters auf Grund der Angaben von Prof. Dr. Adam und Prof. Spamer.