— 17— V. Sammlungen von Lehrmitteln.
Die Lehrer- und Schülerbibliothek wie die Seminarbibliothek wurden durch Professor Wende verwaltet. Den physikalischen und chemischen Apparat verwaltete Professor Seipp, den geographischen und geschichtlichen Oberlehrer Dr. Bickel, den mineralogischen Professor Schmelz, den botanischen und zoologischen Lehrer Philippi, den Turnapparat Hagelauer, den Zeichen- apparat Zeichenlehrer Schmidt, den Apparat für den Gesangunterricht wie für den Schreibunterricht Gesanglehrer Barsch. Die Sammlung von Modellen und Abbildungen zur Veranschaulichung des Sprachunterrichts stand unter der Verwaltung des Oberlehrers Dr. Kappus.
Geschenke:
Spielmann: Geschichte von Nassau, I. Teil; das Kurhaus zu Wiesbaden 1808— 1904 (vom Verleger P. Plaum).— von Kleydorff: Jagderlebnisse und Reisebilder aus Somaliland, Tunesien usw.(vom Verfasser).— Wedewer: Eine Reise nach dem Orient(vom Verfasser).— Heinrich Wolf: Angewandte Geschichte(von Rentner A. Schierenberg in Düsseldort).— Eine Anzahl Schulbücher für die Unterstützungsbibliothek von Herrn Pfarrer Veesenmeyer und Herrn Geheim. Regierungsrat Breuer.— Gehrts: Tells Apfelschufs;(Geschenk von Herrn Hofschau- spieler Leffler).
Dem Kunstapparat wurden geschenkt: Vom Kgl. Ministerium: Radierung des Hermanns- denkmals, Bilder aus der deutschen Heldensage; von Herrn Oberlehrer Kappus: Photographieen der Hagia Sophia; von Herrn Oberlehrer Best: Nachbildung eines römischen Grabmals(Neumagen); von den Abiturienten der Abt. B. von 1910 und der Abt. A. von 1911 einige wohlgelungene Re- produktionen bedeutender Gemälde und Radierungen; von Frau Baurat Stösger drei Photographieen denkwürdiger Stätten Roms in gröſstem Malsstab, die einen wertvollen Schmuck der Anstalt bilden werden.
Der Magistrat schenkte der Anstalt den neu ausgeführten Stadtplan von Wiesbaden.
Allen freundlichen Schenkern herzlichsten Dank!
VI. Stiftungen und Unterstützungen von Schülern.
—— Otto-Stiftung. M“ 1 Das Vermögen der Stiftung betrug am Ende des Schuljahres 1909....... 5148 81 4— I. Einnahmen: 1 1. Zinsen von Staatspapieren............ 172——— 2. Zinsen vom Vorschufsverein bis 1. Januar 1911.......... 5 09—— 3. Spende eines ehemaligen Schülers der Anstalt,*).......... 20——— Summe.. 5345 83 II. Ausgaben:. G 1. Unterstützungen... Teee Ere.....-—— 140— 2. Für die bibliotheca pauperum...............—-—— 14 35 Summe.. 154 35 . bleibt Bestand.. 5191 48 Das Vermögen der Stiftung besteht aus: 1. Guthaben bei der Staatsschuldbuch-Verwaltung...... 5000,— M. 2. Guthaben bei dem Vorschufsverein......... 173,08„ 1 3. Kassenbestaänd:.............. 18.40„ Summe.. 5191,48 M.
*) Die Stiftung hat diese Zuwendung von 20 Mk. wiederum wie im Vorjahr von einem alten Schüler der Anstalt in dankbarer Erinnerung an den einstmaligen Genufs von Schulgeldermäfsigung erhalten. Herzlichen Dank dem freundlichen Geber! Hierbei sei hervorgehoben, dafs die Anstalt im Verhältnis zu ihrer Gröſse und Bedeutung ganz aufserordentlich arm an Stiftungen ist. Dieser Mangel kommt der Direktion oft zu betrüblichem Bewufstsein, wenn es sich handelt um Gesuche unterstützungsbedürftiger studierender früherer Schüler. Also
vivant sequentes! 3


