— 19—
Sommer wurden aulserdem in je einer Abteilung der beiden stärksten Klassen,(IIIla od. b und Va od. b) noch eine Spielstunde von Güll gegeben. Den Unterricht erteilten: III2 a+ b; L2a †b und Iia † b
Güll, Lehrer am Königlichen Gymnasium in(Im Sommer: IIIIad." u. Va od. je 1 Stunde) Paul,„„„.„„„„ IIIIa †; IHI2a+† b; Hila †b. Hagelauer,„„„„„„„ VIa† b; Va+b; IVa †b.
Da die Turnhalle zugleich auch vom Königlichen Realgymnasium benutzt wird und dadurch in diesem verhältnismäfsig kleinen Raume wöchentlich 50 Turnstunden gegeben werden, so konnten, trotz der Kombination der Klassen, die vorschriftsmälsigen 3 Turnstunden nicht erteilt werden. Zum Glück befindet sich die Turnhalle in unmittelbarer Nähe der Anstalt, so daſs dadurch die Stunden nicht auch an sich verkürzt werden.
Beim obligatorischen Turnen wurden in allen Klassen Frei- und Ordnungsübungen, in den Mittel- und Oberklassen auch Übungen mit Holz- und Eisenstäben, sowie mit Hanteln und Keulen vorgenommen, und zwar von den einfachsten UÜbungen bis zu zusammengesetzten UÜbungsgruppen fort- schreitend. Auch Ordnungsübungen in rein militärischen Formen fanden statt. Im Geräteturnen wurde, vom Leichten zum Schweren fortschreitend, in den Unter-, Mittel- und Oberklassen an allen Geräten geturnt, welche nach den neuen Lehrplänen für höhere Schulen vorgeschrieben sind. In den Oberklassen erfolgte auch planmälſsige Pflege der Turnkür. Turnspiele wurden in allen Klassen, im Sommer sehr häufig in den letzten 20 Minuten. im Turnhofe geübt und im Winter öfters in der Turnhalle. Aulserdem wurden im Frühling und Herbst(wegen sehr günstiger Witterung bis in den November hinein), wie seit nunmehr 18 Jahren an Mittwoch- und Samstag-Nachmittagen in der Zeit von 3— 5 Uhr und später von 5—7 Uhr auf dem Exerzierplatz freiwillige Turnspiele vorgenommen. Zuweilen wurde bei der Leitung dieser Spiele der Unterzeichnete von den Herrn Hagelauer, Ullrich und Heintze unterstützt. Die Schüler der Unterklassen besuchten diese Turnspiele zahlreich, die- jenigen der Oberklassen weniger.(Siehe Bericht: Monatsschrift für das Turnwesen, Jahrgang 1891, Heft 8, und Zeitschrift für Turnen und Jugendspiele, Jahrgang 1892, Heft 9.) In dem 1880 ge- gründeten Gymnasiasten-Turnverein, dem 58 Schüler aus den Klassen Untersekunda bis Prima angehörten, wurden im Winter an 2 wöchentlichen Abendstunden Geräte- und Gerüstübungen vorgenommen. Aulserdem haben im verflossenen Sommer 367 Schüler, also 68% in den bei Biebrich im Rhein errichteten Schwimmanstalten und im hiesigen»Augusta-Victoriabade« das Schwimmen erlernt und geübt; 241 Schüler, also 45% konnten das Freischwimmbad besuchen. Nach den Weih- nachtsferien wurde an zwei Nachmittagen der Unterricht ausgesetzt, damit die Schüler auch das Schlittschuhlaufen üben konnten. Güll.
b) Gesang.
VI. 2 St.— Das Notwendigste aus der allgemeinen
c) Zeichnen. Über den allgemeinen, verbindlichen Zeichenunterricht
Musiklehre; rhythmische, melodische und dy- namische UÜbungen; ein- und zweistimmige Lieder; Choräle.
. 2 St.— Wiederholung und Erweiterung des Sexta-Pensums; Tonleitern und Intervalle; zwei- und dreistimmige Lieder; Choräle.
Allgemeiner Chor-IV. 2 St.— Chöre verschiedener
Art für gemischte Stimmen und Männercher.
Paul.
ist bei den Klassen V, IV, IIIe und IIII das Nötige bemerkt. Der für die Klassen II und I. eingerichtete wahlfreie Zeichenunterricht wurde durch den Zeichenlehrer Schmidt erteilt. Es nahmen im Sommer 47 und im Winter 44 Schüler daran teil.
Zeichnen nach Gipsmodellen und Körpergruppen mit
vollständiger Ausführung in Wisch- und Tusch-
manier.— Elemente der Projektionslehre und malerischen Perspektive.— Griechische Kunst- formen. Schmidt.
8⸗


