Jahrgang 
1898
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Barnhelm, Schillers Jungfrau von Orleans. Analyse mehrerer Prosastücke aus dem Lesebuch von Hopf und Paulsiek für III u. II2. Memoriert wurden: Schillers Lied von der Glocke, 2. Teil und die Kraniche des Ibykus, einzelne Stellen ans Schillers Tell und aus Goethes Hermann und Dorothea. Wiederholung früher gelernter Gedichte. Anleitung zur Abfassung von Auf- sätzen durch praktische UÜbungen in Auffindung und Anordnung des Stoffes. Vorträge aus dem Gebiete der Lektüre. Die wichtigsten Daten aus Schillers, Goethes und Lessings Leben. Die Hauptformen der Dichtung. Tropen und Figuren. Kurze deutsche Ausarbeitungen.

Themata der Aufsätze:

1. Welche gemeinsamen Züge ergeben sich aus der Vergleichung von SchillersDie Kraniche des Ibykus und ChamissosDie Sonne bringt es an den Tag?

2. Wie schildert Goethe inHermann und Dorothea das Besitztum des Löwenwirtes?

(Klassenaufsatz.)

3. Charakteristik der Wirtin in GoethesHer- mann und Dorothea.

4. Selbstverteidigung des Ritters in Schillers Kampf mit dem Drachen.

5. Wie wird in dem Prologe zu Schillers Jungfrau von Orleans die hoffnungslose Lage Frankreichs geschildert?

(Klassenaufsatz.)

6. Die Jungfrau von Orleans, ein Lebensbild,

nach Schillers gleichnamigem Drama.

7. Was erzühlt Titus Livius von Gnaeus Marcius Coriolanus?

8. Der Ring in LessingsMinna von Barnhelm. (Klassenaufsatz.)

9. Die drei Vertreter des preufsischen Soldaten-

standes in LessingsMinna von Barnhelm. (Prüfungsaufsatz.) Thomae.

C. B: Gelesen und erklärt wurden mehrere Balladen Schillers; Goethes Hermann und Doro- thea; Lessings Minna von Barnhelm; Schillers Jungfrau von Orleans; Uhlands Herzog Ernst und Ludwig der Bayer. Analyse von Prosa- stücken aus Hopf und Paulsiek für III. Memoriert wurden die Kraniche des Ibykus, das Lied von der Glocke, 2. Hälfte, ein Abschnitt und einzelne Stellen aus Schillers Tell, sowie aus Goethes Hermann und Dorothea, wiederholt früher ge- lernte Gedichte. Anleitung zur Abfassung von Aufsätzen durch praktische UÜbungen in Auf- findung und Anordnung des Stoffes. Die wich- tigsten Daten aus Lessings, Schillers und Goethes Leben. Die Hauptformen der Dichtung, ins- besondere die Arten der epischen Dichtung. Tropen und Figuren. Kleinere Vortröge über das Leben der Dichter; Berichte und Inhalts- angaben aus der Schullektüre. Kurze deutsche Ausarbeitungen.

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Themata der Aufsätze.

1. Lob des Friedens, nach Schillers Lied von der Glocke.

2. Die Erniedrigung Frankreichs bis zum Auf- treten der Jungfrau.

3. Was macht die Entdeckung der Mörder des Ibykus so schwer?(Klassenaufsatz.)

4. Worin zeigt Odysseus seine Überlegenheit über Polyphem?

5. Wie gewannen die Griechen die obere Strafse des Karduchengebirges?

6. Der Charakter Dorotheas, besonders nach dem letzten Gesange der Goetheschen Dichtung.

7. Riccauts Erlebnisse und sein Charakter.

8. Warum wird Ernst von Schwaben geächtet und gebannt?(Klassenaufsatz.)

9. Was haben Tellheim und Minna von Barn- helm, bis sie wieder zusammentreffen, erlebt? (Prüfungsaufsatz.) Spiels.

3. Lateinisch: 7 St. Lektüre 4 St. Cicero de imp. Cn. Pomp. Livius II u. V mit Auswahl. Auswahl aus Vergil I und II. Inhalt von I VI. Einige Stellen wurden memoriert.

Grammatik: 3 St. Wiederholung der Lehre von den Casus, Pempora und Modi mit Erweite- rungen. Wöchentlich schriftliche Arbeiten, (Extemporalien, häusliche Exercitien. Uber- setzungen ins Deutsche und kurze Ausarbeitungen).

C. A: Thomae. C. B: Range.

4. Griechisch: 6 St. Lektüre 4 St. C. A u. B. a) prosaische 2 St. Xenophons Anabasis III, IV

und V mit Auswahl. C. A: Wende. C. B: Fritze.

b) Poetische 2 St. Homers Odyssee I- XII mit Auswahl. Auswendiglernen einzelner Stellen: Coet. A: Od. I. 1 10, IX, 19 u. 20, 70 u. 71, 259 298.(oet. B: I, 1 15, 1922, IX, 39 46, 62 66,105 115.181 192,345 348, 353 370. X, 1 4, 17 27, 210 219, 233 240. XI, 90 100, 126137, 543 563.

C. A: Lohr. C. B: Fritze.

Grammatik: 2 St. Die Syntax des Nomens und die wichtigsten Regeln der Tempus- und Moduslehre. Schriftliche Arbeiten: Extempo- ralien, häusliche Exercitien, UÜbersetzungen ins Deutsche. C. A: Wende.

C. B: Fritze. 5. Französisch: 3 St. C. A u. B. a) Grammatik: Die syntaktischen Hauptgesetze in Bezug auf Kon- junctiv. Particip, Infinitiv, Artikel, Adjektiv, Adverb, Kasusrektion und Präpositionen. Wie- derholung des Fürworts. Erweiterung des Wort- und Phrasenschatzes. Schriftliche und münd- liche Ubersetzungen ins Französische. Diktate.

b) Lektüre: C. A: Brunot, Francinet. Sprech- übungen. Mosheim.

C. B: Verne, Le Tour du Monde.

Unverzagt.

6. Geschichte und Erdkunde: 3 St. Deutsche und preufſsische Geschichte vom Regierungsantritt

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