6.
10.
1. Religionslehre: 2 St.— a) Epangelische.
b) prosaische Lektüre: 4 St. Platos Apologia Socratis und Criton, Lysias, Rede XII. XIII. XXI. XXXII und XXV; Extemporiert Xen. Cyro- paedie I B. Adam.
Schriftliche iibungen: Alle 4 Wochen eine Über- setzung aus dem Griechischen in das Deutsche. Grammatische Wiederholungen. C. A: Flach.
C. B: Adam. Französisch: 2 St.— a) Lectüre: C. A und B: Delavigne: Lounis XI. Thiers: Expédition de Bonaparte en Egypte. Sprechübungen.
b) Schriftliche Ubungen: Übersetzungen aus dem Französischen; Diktate; grammatische Wiederholungen im Anschluss an die Extem- poralien. Mosheim.
Hebräisch(wahlfrei): 2 St.(zusammen mit I. 1). Die Lehre von Verbum und Nomen, mündlich und schriftlich eingeübt.— Gelesen wurden einige Abschnitte aus der Genesis. Spiefs.
Englisch(wahlfrei): 2 St.— a) Grammatik: Wie- derholung einzelner Kapitel aus Deutschbein. Extemporalien und Diktate.
b) Lektüre: Deutschbein: Lesebuch. Sprechübungen.
Irving-Macaulay, Unverzagt.
Geschichte: 3 St. Die epochemachenden weltge- schichtlichen Ereignisse vom ersten Auftreten deutscher Stämme bis zum westfälischen Frieden. Geographische Wiederholungen; Millers Tab. Peutingeriana u. Mappaemundi gezeigt und erklärt. Deutsche Kolonialkunde. In jedem Tertial eine deutsche Ausarbeitung. C. A: Fischer.
C. B: Thomae.
Mathematik: 4 St. a) Arithmetik und Algebra: Arithmetische und geometrische Reihen; Zinses- zins- und Rentenrechnung. b' Geometrie: Repetitionen aus der Planimetrie und ebenen Trigonometrie. Stereometrie. C. A: Seipp. C. B: Bücheler.
Physik: 2 St. Die Lehre von dem Gleichgewicht und der Bewegung der Körper. Die Lehre vom Schall. In jedem Tertial eine kurze deutsche Ausarbeitung. C. A: Seipp.
C. B: Bücheler.
Obersekunda.
Ordinarien: Cötus A: Oberlehrer Schlaadt. Cötus B: Prof. Dr. Adam. C. A: Die Apostelgeschichte. Der I. Brief an die Korinther. Kirchengeschichte, erster Teil. Hochhuth.
C. B: Gelesen und erklärt wurden die Apostel- geschichte und ausgewählte Abschnitte aus den Paulinischen Briefen. Kirchengeschichte, erster Teil. Spiefs.
b) Katholische(zusammen mit II, 1 des R.-G.): Kirchengeschichte, nach Wedewers Grundriſs, 6. Auflage. Wedewer.
2. Deutsche Sprache: 3 St.— GC. A: Lektüre des
Nibelungenliedes. Ausblick auf höfische Epik und Lyrik. Übersicht über die Geschichte der deutschen Sprache und ihre verwandtschaftlichen Beziehungen zu den übrigen indogermanischen Sprachen. Einige kulturhistorische Gedichte Schillers; Schillers Wallenstein und Goethes Götz. Privatim wurden gelesen und in freien Vorträgen besprochen: die Gudrun, Herders Cid und Uhlands Ludwig der Bayer. Die Chrie. Wiederholung der in II 2 gelernten Gedichte.
Themata der Aufsätze:
1. Morgenstund hat Gold im Mund. Eine Chrie. (Klassenaufsatz.)
Gedankengang der Vorrede zum Geschichts-
werke des Livius.
In wiefern zeigt Hagen sich als treuer und
kluger Berater seiner Könige?
4 Wie bewährt Gudrun ibrem Verlobten gegen- über die Treue?(Klassenaufsatz.)
5. Welches Bild entwerfen die Soldaten in Wallensteins Lager von ihren Feldherrn?
6. Welche Vorbereitungen trifft Odysseus zur Ermordung der Freier?
7. Auf welche Weise zeigt Sokrates dem Aristipp, dass die Selbstbeherrschung den Menschen zum Glücke führt?(Klassenaufsatz.)
8. Welchen Kampf hat Max Piecolomini in seinem Herzen zu bestehen, als er von Thekla Abschied nimmt? Schlaadt.
C. B: Lektüre des Nibelungenliedes. Ausblicke auf die nordischen Sagen und die grofsen ger- manischen Sagenkreise, auf höfische Epik und Lyrik. UÜbersicht über die Geschichte der deutschen Sprache und ihre verwandtschaftlichen Beziehungen zu den indogermanischen Sprachen. Lautwandel. Tropen, Figuren und Dichtungs- arten. Schillers Wallenstein und Goethes Götz und Egmont, Herders Cid, Walter von der Vogel- weide. Einige kulturhistorische Gedichte Schillers. Repetition gelernter Gedichte. Vorträge über epische Dichtungen des Mittelalters, besonders Wolframs v. Eschenbach Parzival und die Gudrun, sowie die sonstige Lektüre. Die Chrie.
8 H
Themata der Aufsätze:
1. Ein and'res Antlitz, eh' sie gescheh'n, Ein and'res zeigt die vollbrachte That. . 1(Klassenarbeit.) 2. Die Entwicklung der menschlichen Kultur, nach Schillers Spaziergang. 3 Wodurch wird beim Besuche Siegfrieds im Burgunderlande unser besonderes Interesse für ihn wachgerufen?
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