Jahrgang 
1898
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das Judenchristentum, die Paulinische Auffassung der Person und des Werkes Christi, Augustinus, Pelagius, repetiert; neu: die Entwickeluug der römisch-katholischen Kirche, die Reformation und deren Vorbereitung, die wichtigsten Richtungen in der Fortentwickelung der evangelischen Kirche bis zum Auftreten Speners. Erklärt wurden: das Evangelium nach Johannes und der Galater- brief mit Auswahl. Kircheplieder.

Cöt. B kombiniert mit Cöt. A. Lohr.

b) Katholische.(Zusammen mit I, 1.)

2. Deutsche Sprache: 3 St. C. A: Repetition

des litteraturgeschichtlichen Pensums der Ober- sekunda. Lebensbilder aus der deutschen Litte- raturgeschichte vom Beginn des 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts in knapper Darstellung. Vorträge der Schüler über Leben und Werke deutscher Dichter nach eigener Ausarbeitung. Lektüre: Ausgewählte Oden Klopstocks. Lessings Laokoon. Schillers und Goethes Gedankenlyrik, Schillers Braut von Messina. Gocthes Iphigenie auf Tauris; mehrere Gedichte Walters von der Vogelweide. Litteraturproben. Auswendig ge- lernt wurden mehrere Chorlieder aus Schillers Braut von Messina, das Parzenlied aus Goethes Iphigenie und Goethes Zueignung. Wiederholung der in Obersekunda gelernten Gedichte, Das Wichtigste aus der Dispositionslehre und Stilistik. Aufsätze.

Themata der Aufsätze:

1.Was man ist, das blieb man andern schuldig. (Klassenarb.).

2 Wie beantwortet Lessing die Frage, weshalb der Bildhauer seinen Laokoon nicht schreiend darstellt, wie der DichterVergil?(Klassenarb.)

3.Dafs wir nur Menschen sind, das beug' in Ergebung das Haupt Dir;

Dals wir Menschen sind, richt' es uns herr- lich empor.(Klassenarb.)

4. Wie urteilt Lessing, und wie Aristoteles über die Zulässigkeit der Darstellung des Häſs- lichen durch die bildende Kunst?(Klassenarb.)

. Gedankengang der beiden Goetheschen Ge- dichteGrenzen der Menschheit unddas Göttliche.(Häusl. Arb.)

6. Die Vorfabel zu Schillers Braut von Messina.

Häusl. Arb.)

7. Die Macht des Schicksals in Schillers Braut von Messina.(Klassenarb.)

8. Charakterbild Iphigeniens, nach Goethes Iphigenie auf Tauris.(Klassenarb.)

r

C. B: Obersicht über die alte und mittlere Zeit der deutschen Litteratur; Lebensbilder aus der deutschen Litteraturgeschichte vom Beginn des 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts in knapper Darstellung. Vorträge der Schüler über Leben und Werke deutscher Dichter nach eigener Ausarbeitung. Lektüre: Klopstocks Oden mit Auswahl; Schillers und Goethes Gedankenlyrik mehrere Gedichte Walters von der Vogelweide. Litteraturproben. Lessings Laokoon; Schillers

Braut von Messina; Goethes Iphigenie. Wieder- holung der in Obersekunda gelernten Gedichte; memoriert wurden: Abschnitte aus Goethes Iphigenie und Schillers Braut von Messina. L'oetik im Anschluls an die Lektüre. Das Wichtigste aus der Dispositionslehre und Stilistik. Fünf häusliche und drei Klassenaufsätze.

Themata der Aufsätze:

1. Wie verläuft der Kampf, den Dieudonné in seinem Innern durchkämpft?(Nach Schillers Kampf mit dem Drachen.)(Klassenaufsatz.)

2. In wiefern hat Klopstock in seiner OdeDer Rheinwein den Horaz nachgeahmt?

3. Auf welche Weise verherrlicht Klopstock die Freundschaft?

4. In wiefern geht in Goethes Wanderer eine Anderung der Lebensanschauung vor sich?

5. Wie kommt die Versöhnung zwischen Don Manuel und Don Cesar zu stande?(Nach Schillers Braut von Messina.)(Klassenaufsatz.)

6. Welche Rechte stehen dem Menschen über die Tiere zu?

7. Wie soll der Dichter nach Lessing die körperliche Schönheit darstellen?(Klassen- aufsatz).

8. In wiefern bilden Orest und Pylades einen Gegensatz?(Nach Goethes Iphigenie.)

Schlaadt.

3. Lateinisch: 7. St. Lektüre: a) poetische: C. A:

2 St. Horaz' Oden, Buch I und II. Einzelne Epoden und Satiren. Auswendig gelernt wurden Hor. Oden I, 1; II, 3. Ep. 7; Sat. I, 9, 1 20 und einzelne Sinnsprüche. Flach.

C. B: 2 St. Horaz' Oden, Buch I u. II; memoriert einzelne Epoden und Satiren; Metrik. Fritze.

b) prosaische: 3 St. C. A und B: Ciceros Briefe(Auswahl): Tacitus' Germania. Extempo- riert aus Livius, B. XXIV-XXVII. Flach.

Grammatik: C. A und B: 2 St. Alle 14 Tage ein Extemporale; alle 6 Wochen eine Über- setzung aus dem Lateinischen in das Deutsche; mündliche UÜbungen und Wiederholungen; das Notwendigste aus Stilistik und Synonymik. In jedem Tertial eine deutsche Ausarbeitung;(cf. Lehrpläne.) C. A und B: Flach.

4. Griechisch: C. A: 6. St. Lektüre: a) prosaische:

Platos Laches; Lysias, Ausgewählte Reden: VII. XVI, XIII, XII. Extemporieren aus Xenophons Cyropaedie. In jedem Tertial eine kurze deutsche Ausarbeitung. Flach.

b) poetische Lektüre: Homers Ilias B 1 12, einschliesslich der Privatlektüre. Auswendig ge- lernt wurden: Il. I, 17; I, 528 530; II, 204; III, 108 110; VI, 181, 407 413, 429 481.

Lohr.

C. B: 6 St. a) poetische Lektüre: Homer Ilias I- XII, einschl. der Privatlektüre. Auswendig gelernt wurden: II. I, 17; 1, 528 530; II. 204; VI, 181; 407 413; 429 481. In jedem Tertial eine kurze Ausarbeitung. Adam.