Jahrgang 
1897
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Beim obligatorischen Turnen wurden in allen Klassen Frei- und Ordnungsübungen, in den Mittel- und Oberklassen auch UÜbungen mit IIolz- und Eisenstäben, sowie mit Hanteln vorgenommen, und zwar von den einfachsten Ubungen bis zu zusammengesetzten Ubungsgruppen fortschreitend. Auch Ordnungsübungen in rein militärischen Formen fanden statt. Im Geräteturnen wurde vom Leichten zum Schweren fortschreitend in den Unter-, Mittel- und Oberklassen an allen Geräten geturnt, welche nach den neuen Lehrplänen für höhere Schulen vorgeschrieben sind. In den Oberklassen erfolgte auch planmälsige Pflege der Turnkür. Turnspiele wurden in allen Klassen, im Sommer sehr häufig in den letzten 20 Minuten, im Turnhofe geübt und im Winter öfters in der Turnhalle. Aufserdem wurden im Frühling und Herbst(wegen zu ungünstiger Witterung jedoch nur einigemal), wie seit nunmehr 16 Jahren, an Mittwoch- und Samstag-Nachmittagen in der Zeit von 3 5 Uhr und später von 57 Uhr auf dem Exerzierplatz freiwillige Turnspiele vorgenommen. Die Schüler der Unter- klassen besuchten diese Spielstunden zahlreich, diejenigen der Oberklassen jedoch nur sehr wenig. (Siehe Bericht: Monatsschrift für das Turnwesen, Jahrg. 1891, Heft 8 und Zeitschrift für Turnen und Jugendspiel, Jahrg. 1892, Heft 9.) In dem 1880 gegründeten Gymnasiasten-Turnverein, dem 43 Schüler aus den Klassen Untersekunda bis Prima angehörten, wurden im Winter an 2 wöchent- lichen Abendstunden Geräte- und Gerüstübungen vorgenommen. Aulserdem haben im verflossenen Sommer 354 Schüler, also 70,5%, in den bei Biebrich im Rhein errichteten Schwimmanstalten und im hiesigenAugusta-Victoriabade das Schwimmen erlernt und geübt; 183 Schüler, also 35,4%, konnten das Freischwimmbad besuchen. Nach den Weihnachtsferien wurde an einem Nachmittage der Unterricht ausgesetzt, damit die Schüler auch das Schlittschuhlaufen üben konnten.

Güll. b) Gesang. c) Zeichnen.

VI. 2 St. Das Notwendigste aus der allgemeinen Über den allgemeinen verbindlichen Zeichenunterricht Musiklehre; rhythmische, melodische und dy- ist bei den Klassen V, IV, IIIg und IIII das namische Übungen; ein- und zweistimmige Nötige bemerkt. Der für die Klassen II und I. Lieder; Choräle. eingerichtete wahlfreie Zeichenunterricht wurde

durch den Zeichenlehrer Schmidt erteilt. Es nahmen im Sommer 25 und im Winter 21 Schüler daran teil.

Zeichnen nach Gipsmodellen und Körpergruppen mit

V. 2 St. Wiederholung und Erweiterung des Sexta-Pensums; Tonleitern und Intervalle; zwei- und dreistimmige Lieder; Choräle.

Allgemeiner Chor I- IV. 2 St. Chöre verschiedener vollständiger Ausführung in Wisch- und Tusch- Art für gemischte Stimmen und Männerchor. manier. Elemente der Projektionslehre und malerischen Perspektive. Griechischie Kunst-

Paul. formen. Schmidt.

II. Verfügungen der Behörden.

Das Königl. Provinzial-Schulkollegium macht unter dem 4./4. 1896 auf die archäologischen Ferienkurse in Bonn und Trier aufmerksam.

Das P. S§. C. übermittelt unter dem 13./4. als Geschenk des Herrn Ministers das nach einem Allerhöchsten Entwurf dargestellte BildWahret Euere höchsten Güter!

Das P. S. C. macht am 16. 4. auf den bevorstehenden archäologischen Kurs in Italien und am 12./5. auf einen solchen in Wurzburg aufmerksam, desgl. am 17./6. auf einen französischen Kurs in Bonn und am 17./7. auf einen Turnkurs daselbst.

Das P. S. C. empfiehlt die Anschaffung von anatomischen Tafeln, die Zeitschrift für das gesamte Erzichungs- und Unterrichtswesen von Kehrbach, die Zeitschrift für ausländisches Unterrichtswesen,