Jahrgang 
1894
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3. Lateinisch: 7 St. Lektüre 4 St: C. A: Ciceros

Reden gegen Catilina I, II, III. Auswahl aus Livius I, II, III und aus Vergil J u. II. Inhalt von-VI. Schlaadt. C. B: 4 St. Ciceros Reden gegen Catilina I, II, III. Livius Buch I und II. Vergil I, 1156, II, 1 301, IV, 1 407 und 522 705. Einige Stellen aus Vergil wurden memoriert Inhalt von VI. Adam. Grammatik 3 St. Wiederholung der Lehre von den Casus, Tempora und Modi mit Erweiterungen. Wöchentlich schriftliche Arbeiten(Extemporalien, häusl. Exercitien und UÜbersetzungen ins Deutsche). C. A: Schlaadt. C. B: Adam.

4. Griechisch: 6 St. Lektüre 4 St. C. A: Xenophons

Anabasis III, IV und V. Homers Odyssee I- XII. mit Auswahl. Schlaadt.

C. B: Xenophons Anabasis III, IV und V. Homers Odyssee I, V XII. Einige Stellen aus Homer wurden memoriert. Adam.

Grammatik: 2 St. Die Syntax des Nomens und die wichtigsten Regeln der Tempus- und Moduslehre. Schriftliche Arbeiten(Extemporalien, häusliche Exercitien, UÜbersetzungen ins Deutsche).

C. A: Schlaadt. C. B: Adam.

5. Französisch: 3 St. a) Grammatik: Die syntak-

tischen Hauptgesetze in Bezug auf Konjunktiv, Particip, Infinitiv, Artikel, Adjektiv, Adverb, Kasus- rektion und Präpositionen. Wiederholung des Fürworts. Erweiterung des Wort- und Phrasen- schatzes. Schriftliche und mündliche Ubersetzungen ins Französische; Diktate.

b) Lektüre: C. A und B. Erckmann-Chatrian: Waterloo. Sprechübungen im Anschluss an die

Lektüre.. Mosheim.

6. Geschichte und Erdkunde: 3 St. Deutsche und

preufsische Geschichte vom Regierungsantritt Friedrichs des Grofsen bis zur Gegenwart. Wieder- holung früherer Abschnitte der brandenburgisch- preufsischen Geschichte. Wiederholung der Erd- kunde Europas. Elementare mathematische Erd- kunde. C. A: Heil.

C. B: Spamer.

7. Mathematik: 4 St. a) Arithmetik: Die Lehre von

den Potenzen und Wurzeln, Definition des Logarith- mus und Rechnen mit füntstelligen Logarithmen. Gleichungen ersten Grades mit mehreren Unbe- kannten und quadratische Gleichungen mit einer Unbekannten.

b) Geometrie: Die Lehre von der Ahnlichkeit. Berechnung des Kreisinhaltes und-umfanges. Die einfachen Körper nebst Berechnungen von Kantenlängen, Oberflächen und Inhalten.

C. A: Klau. C. B: Bücheler.

8. Naturwissenschaft: 2 St. Magnetismus und

Elektrizität; die wichtigsten chemischen Er- scheinungen; Akustik und einige einfache Abschnitte aus der Optik. C. A: Kla u.

C. B: Bücheler.

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Obertertia.

Ordinarien: Cötus A: Oberlehrer Dr. Lohr. Cötus B: Professor Bücheler.

1. Religionslehre: 2 St. a) Evangelische. Das Reich Gottes im neuen Testamente: Lesung ent- sprechender bibl. Abschnitte. Eingehend die Berg- predigt; auch Gleichnisse. Katechismusunterricht im Anschluss an den von der Bezirkssynode Wies- baden herausgegebenen Katechismus. Lieder, Sprüche, Erklärung einiger Psalmen. Kirchenjahr. Reformationsgeschichte im Anschluss an ein Lebens- bild Luthers. Lohr.

b) Katholische: 2 St.(zusammen mit III 1 des R.-G.): Kirchengeschichte. Erster Teil von Christus bis Gregor VII ausführlicher, aus der späteren Zeit Charakterbilder nach Wedewers Grundriss.

Wedewer.

2. Deutsche Sprache: 2 St. 10 häusliche oder Klassenaufsätze,(Erzühlungen, Beschreibungen, Schilderungen.) Behandlung prosaischer und poetischer Lesestücke aus Hopf und Paulsiek II, 1. Lektüre und Erklärung von Schillers Glocke und Wilhelm Tell. Belehrungen aus der Poetik und Rhetorik im Anschluss an die Lektüre.

O. A: Im Sommer: Mosheim. Im Winter: Steubing. C. B: Bosse.

3. Lateinisch: 7 St. Lektüre 4 St: C. A: Caesars bellum Gallicum IV VII mit Auswahl, Ovids Metamorphosen mit Auswahl. Lohr.

C. B: Lektüre 4 St. Caesars bellum Gallicum IVVII mit Auswahl; Tirocinium poeticum mit Auswahl. Im Sommer: Koch.

Im Winter: Bosse.

Grammatik: 3 St. Wiederholung und Ergänzung der Tempus- und Moduslehre, Abschluss der Verbal- syntax in ihren Hauptregeln. Alle 8 Tage eine Ubersetzung ins Lateinische im Anschluss an Caesar als Klassenarbeit oder eine häusliche Arbeit; alle 6 Wochen eine schriftliche Ubersetzung ins Deutsche.

C. A: Lohr. O. B: Im Sommer: Koch. lIm Winter: Bosse.

4. Griechisch: 6 St. Die Verba auf ν und die wich- tigsten unregelmäfsigen Verba des attischen Dia- lektes. Die Präpositionen eingeprägt. Wiederholung und Ergänzung der Lehraufgabe der III 2. Aus- gewählte Hauptregeln der Syntax im Anschluss an die Lektüre des Xenophon. Wörterlernen. Münd- liche und schriftliche Ubersetzungsübungen, teils Hausarbeiten, teils Klassenarbeiten, im Anschluss an den Lesestoff.

O. A: Im Sommer: Schlaadt. Im Winter: Küster. C. B: Lohr. Lektüre: Xenophons Anabasis I und II mit Auswahl. Anleitung zur Vorbereitung. C. A: Lohr. C. B: Schlaadt.

5. Französisch: 3 St. a) Grammatik: Wiederholung der unregelmäfsigen Verben. Die syntaktischen