Jahrgang 
1886
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8. Gertrud und Hedwig in SchillersWilhelm Tell.

9. Weshalb ist der Rheinstrom den Deutschen so lieb?

10. Wodurch weifs Schiller in seinem Drama Maria Stuart unseren innigsten Anteil für seine Heldin zu wecken?(Klassenarbeit.)

Schlaadt.

3. Latein: C. A und B bis Weihnachten komb. 7 8t., auſfserdem C. A: 1 St. und C. B: 1 St. Seit Weihnachten C. A und C. B je 8 St.

a) Grammatik: Tempora, Modi, Infin., Participien, Gerund. und Supinum, Konjunktionen nach Ellendt- Seyffert. Repetitionen aus den vorhergehenden Pensen. Das Wichtigste aus der lat. Stilistik. Mündliche UÜbungen aus Süpfles Ubungsbuch. Wöchentlich abwechselnd Exercitien und Extem- poralien. Flach. Heil.

b) Prosaische Lektüre: C. A: Livius IX. Cicero, in Catil. I, II., de imper. Cn. Pomp.

C. B: Livius IX. Cicero, in Catil. I, II., pro rege Deiot. Flach. Heil.

c) Poetische Lektüre: 2 St. C. A: Vergil. Aen. I und II(mit Auswahl). Flach.

C. B: Vergil. Aen. I, V und VI(mit Auswahl). Repetition der prosodischen Regeln. Heil.

4. Griechisch: C. A und B je 5 St., aufserdem 2 St. komb. a) Grammatik: 2 St. Tempora, Modi, Infin. und Participium nach Curtius' Grammatik und Böhmes Ubungsbuch. Wöchentlich ab- wechselnd ein Exercitium und Extemporale. Grammatische Repetitionen. Flach. Lohr.

b) Prosaische Lektüre: 3 St. C. A: Hellen. I, II, III. Flach.

C. B: Xenophon, Hellenica I, II, VI. Herodot VI (mit Auswahl).

c) Poetische Lektüre: C. A u. B: 2 St. Hom. Od. 19, 20, 21, 22. Privatim: 13, 14, 15. Otto.

5. Französisch: 2 St. a) Grammatik: Plötz' Schul- grammatik, Lekt. 50 69; alle 14 Tage abwechselnd Exercitien und Extemporalien.

b) Lektüre: C. A: Lüdeckings Lesebuch II, Geschichte 15 19; Gedichte.

C. B: Lüdeckings Lesebuch II, Geschichte 79; Gedichte. Ammann.

6. Hebräisch(fakultativ): 2 St. Schriftliche und mündliche Einübung des starken Verbums nach Seffer. Spiefs.

7. Englisch(fakultativ): 2 St. a) Grammatik: Gesenius' Grammatik I, Kaf. 1 20 mit den Ubungsbeispielen der zweiten Reihe; alle 14 Tage abwechselnd Exercitien und Extemporalien.

b) Lektüre: Gesenius' Grammatik I, Anhang: Gedichte. Ammann.

8. Geschichte: 2 St. Römische Geschichte bis 180 n. Chr. Repetitionen. Fritze.

9. Geographie: 1 St. Physische und politische Geographie von Amerika, Asien und Afrika. Repe- tition der Geographie von Europa. Fritze.

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10. Mathematik: a) Arithmetik und Algebra 2 St.- Repetition der Potenzen und Wurzeln; Loga- rithmen; Gleichungen ersten Grades mit mehreren Unbekannten und Gleichungen zweiten Grades mit einer Unbekannten.

b) Geometrie 2 St. Abschlufs der Planimetrie; Trigonometrie. Bücheler.

11. Physik: 2 St. Allgemeine Eigenschaften der Körper; Wärme; Magnetismus und Elektrizität.

Bücheler.

Untersekunda.

Ordinarien: Cötus A: Professor Dr. Müller. Cötus B: Oberlehrer Dr. Adam.

1. Religionslehre: a) Eoangelische. 2 St. C. A. Kirchengeschichte bis zur Reformation(mit Aus- wahl). Lieder und Sprüche. Gelesen wurde der Brief des Jakobus und das Evangelium nach Matthäus. Lohr.

C. B: Kirchengeschichte bis zur Reformation. Beendigung des Katechismus-Unterrichts. Gelesen wurde im Urtext der erste Johannesbrief, die Epistel Pauli an Philemon und der Brief des Jakobus. Psalmen und Lieder. Spiefs.

b) Katholische. 2 St.(komb. mit II 2 des R.-G.) Kirchengeschichte, II. Teil: Von Gregor VII. bis zum XVIII. Jahrhundert. Wedewer.

2. Deutsch: 2 St. C. A: Gelesen und erklärt wurden mehrere Gedichte Schillers und GoethesHer- mann und Dorothea. Einzelne Gedichte wurden memoriert und deklamiert. Repetition früher ge- lernter Gedichte. Das Wichtigste aus der Poetik. Monatlich ein Aufsatz.

Themata der Aufsätze:

1. Wie und zu welchem Zwecke weicht Schiller in der BalladeDer Kampf mit dem Drachen von der überlieferten Erzühlung ab?

2. Worin zeigt sich das Vertrauen und die Liebe Damons zu Phintias?(Nach SchillersBürg- schaft.)

3. Wie wirkt der Gesang auf das menschliche Herz ein?(Nach den Gedichten:Der Graf von Habsburg von Schiller,Der Sänger von Goethe,Der blinde König,Taillefer und Des Sängers Fluch von Uhland.)(Klassen- arbeit.)

4. Inwiefern entspricht Schillers BalladeDie Kraniche des Ibykus den Anforderungen der

Einheit?

5. Charakteristik des Grafen von Habsburg.(Nach Schiller.)

6. Die Glocke, unsere Begleiterin durch das ganze Leben.(Klassenarbeit.)

7. Charakteristik des Ritters Dieudonné in Schillers BalladeDer Kampf mit dem Drachen.

8. Vergleichung der beiden Schiller'schen Gedichte Der Trucher undDer Handschuh.(Klassen- arbeit.

9. Arion und Ibykus. Eine Parallele.(Nach den betreffenden Gedichten von A. W. Schlegel und Schiller.)