IIa. C. B.
IIa. C. A. 2 St. Gelesen und erklärt wurden: Schillers
„Spaziergang“ und„Das Eleusische Fest“, sowie „Ideal und Leben“; Goethes„Hermann und Doro- thea“; Uhlands„Ernst von Schwaben“; Schillers „WMallenstein“ und privatim unter Kontrolle Lessings „Minna von Barnhelm“.— Dispositionslehre(Theorie der Chrie); Einführung in die klassische Periode der deutschen Litteratur im Anschlufs an die Lek- türe; Deklamations- und Reproduktionsübungen, oft nach freier Wahl.
Aufsätze über folgende Themata:
1. Wie schildert Vergil im 2. Buche seiner Aneide den Laokoon?
2. Wie verwertet Schiller in seinen kulturhistori- schen Gedichten(„Spaziergang“ und„Eleusisches Fest“) die griechischen Götter?
3. Mveu dνννιπ 0⁶ενν νοντε 2αανoντε eωηον „&yotro(Xenoph. Anab. III, Kap. 1,§. 38), eine Chrie.(Klassenaufsatz.)
4. Aus Goethes„Hermann und Dorothea“ nach freier Wahl:
a) Verdient der Apotheker das Prädikat eines „vortrefflichen Mannes“?
b) Hermann und Dorothea, zwei„hohe Ge- stalten“.
c) Was verbindet bei aller Verschiedenheit des Charakters Vater und Sohn?
d) Was erinnert uns bei der Lektüre des Epos an Homer?
e) Goethes„Hermann und Dorothea“, ein Bekenntnis deutscher Gesinnung.
5. Lebilderun einer Herbstlandschaft.(Metrische Arbeit.
6. Die Vorfabel zu Uhlands„Ernst von Schwaben“.
7. Eniul& de zs uœαdνera Aong. Hom. Od. XI, 537. (Klassenarbeit.)
8. a) Pi Charakter aus Lessings„Minna von Barn-
elm“. b) Die Exposition in Lessings„Minna von Barn- helm“.
9. Das Bewundernswerte an Hannibals Zug über die Alpen, mit Anschlufs an Livius.
10.„Denn seine Macht ist's, die sein Herz verführt, Sein Lager nur erkläret sein Verbrechen.“ (Schillers„Wallenstein“.)
Dr. Spiefs, Gymnasiallehrer.
2 St. Gelesen und erklärt wurden: Schil- lers„Spaziergang“ und„Eleusisches Fest“, Goethes „Hermann und Dorothea“, Schillers„Wilhelm Tell“, „Jungfrau von Orleans“ und„Maria Stuart“. Repe- tition früher gelernter Gedichte. Das Wichtigste über Tropen und Figuren.
Aufsätze über folgende Themata:
1.„Früh übt sich, was ein Meister werden will.“ (Chrie.)(Klassenarbeit.)
2. Wie genügt Schillers Ballade„Die Kraniche des Ibykus“ der Forderung der Einheit?
3. Eroberung und Zerstörung Sagunts.(Nach Livius XXI, 7— 15.)
4.„Nur Beharrung führt zum Ziel“.(Schiller, „Sprüche des Confucius“.)
5. Inwiefern ist Goethes Epos„Hermann und Doro-
thea“ ein durchaus deutsches Werk?
Ia. 3 St.
6. Mit welchen Gründen verteidigt Rudenz in Schillers„Wilhelm Tell“ seine Anhänglichkeit an Oesterreich?(Klassenarbeit.)
7. Inwiefern hat Schiller in seinem„Wilhelm Tell“ trotz der verschiedenen Einzelhandlungen die Einheit der Handlung beobachtet?
8. Zeugt in Schillers„Jungfrau von Orleans“ das Benehmen Johannas gegen ihren Vater von einem unkindlichen Herzen?
9. Was bewundern wir an den alten Römern?
10. Homerisches in Goethes„Hermann und Doro- thea“.(Klassenarbeit.) Flach.
Ib. 3 St. Einführung in die zweite Blüteperiode der deutschen Litteratur. Die bedeutendsten Dichter wurden im Anschlufs an das„Hilfsbuch“ von Herbst besprochen. Gelesen und erklärt wurden: Schillers „Wallenstein“ und„Braut von Messina“; Klopstocks vaterländische, religiöse, Liebes- und Freundschafts- oden mit Auswahl; Lessings„Minna von Barnhelm“; Laokoon, Wie die Alten den Tod gebildet, Ham- burgische Dramaturgie: Einleitung und Schlufs, so- wie I, 29— 32, 36— 50; II, 73— 83 mit Herbeiziehung der einschlägigen Stellen aus Aristoteles' Poetik. Im Sommer wurde eine praktische Anleitung zur Abfassung von Aufsätzen gegeben. Vorträge aus dem Gebiete der Litteraturgeschichte und Lektüre.
Aufsätze über folgende Themata:
1. Welches Volk sich selbst empfunden, Ward vom Feind nie überwunden. (Chrie.)(Klassenarbeit.) . Hlannibals Zug über die Alpen.(Nach Liv. XXI,
. Charakteristik Oktavio Pikkolominis.(Nach Schillers„Wallenstein“.)
. Die Schuld des Fürstenhauses von Messina. (Nach Schillers„Braut von Messina“.)
. Max Pikkolomini, das Ideal eines deutschen Jünglings.(Nach Schillers„Wallenstein“.)
. Welche Bedeutung hat die Person des Riccaut de la Marlinière in Lessings„Minna von Barn- helm“?
7. Inwiefern hat Goethe mit seiner Behauptung recht, dals die beiden ersten Akte von Lessings „Minna von Barnhelm“ ein Meisterwerk von Exposition seien?(Klassenarbeit.)
8. Inwiefern ist Winckelmanns Dehänptung. dals der Ausdruck in den Figuren der Griechen bei allen Leidenschaften eine grosse und gesetzte Seele zeige, unrichtig begründet?(Nach Les- sings Laokoon 1 ff.)
9. Aus welchen Gründen tadelt Lessing P. Cor- neilles„Rodogune“?(Hamb. Dram. 29—32.)
10. Nicht der ist auf der Welt verwaist,
Dem Vater und Mutter gestorben,
Sondern der für Herz und Geist
Keine Liebe und kein Wissen erworben.
(Klassenarbeit.) Adam.
UÜbersicht über die Entwicklung der deutschen Litteratur bis auf Klopstock.— Lektüre: Goethes„Iphigenie“ und ausgewählte Gedichte; Lessings„Emilia Galotti“; Shakespeares„Makbeth“ (Vergleichung mit der Schillerschen Bearbeitung), „Coriolan“ und„Julius Cäsar“(in der Bodenstedt'- schen Ausgabe)..
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