3. Uebersicht über die im Schuljahre 1877/78 behandelten Lehrgegenstände.
A. Sprachunterricht.
1. Deutsche Sprache.
VI. A. 2 St. Lesen und Erklären prosaischer und poetischer Stücke aus Hopf und Paulsieks Lese- buch I, 1. Memoriren und Declamiren einer aus- gewählten Anzahl von Gedichten. Der einfache und erweiterte Satz; Hauptsatz und Nebensatz. Im Sommer wöchentlich eine orthographische Uebung, im Winter monatlich drei orthographische Uebungen und ein kleiner Aufsatz.
Dr. Widmann, Hülfslehrer.
VI. B. 2 St. Lesen und Erklären prosaischer und oetischer Stücke aus Hopf und Paulsieks Lese- buch I, 1. Memoriren und Declamiren einer aus- ewählten Anzahl von Gedichten. Der einfache Satz. m Sommer wöchentlich eine orthographische Uebung, im Winter orthographische Uebungen und kleine
Aufsätze. Dr. Lohr, Hülfslehrer.
V. 2 St. Lesen und Erklären prosaischer und poetischer Stücke aus Hopf und Paulsieks Lesebuch I, 2. Wieder- holung der Lehre vom einfachen Satz. Lehre von den Interpunktionen und dem zusammengesetzten Satz.(S. Latein. Sprache.) Memoriren und Decla- mation ausgewählter Gedichte; Repetition der in VI gelernten. Alle 14 Tage abwechselnd ein häuslicher Aufsatz und ein Schulaufsatz oder ein Dictat.
Dr. Wesener, Gymnasiallehrer.
IV. A. 2 St. Es wurden die meisten prosaischen Ab- schnitte aus Hopf und Paulsieks Lesebuch für Quarta gelesen und erklärt, ebenso ausgewählte Gedichte durchgenommen, memorirt und declamirt; einige früher gelernte wiederholt. Alle 3 Wochen ein Auf- satz, theils zu Hause, theils in der Schule; meistens
im Anschluss an die Lectüre; Briefe. Dr. Spiess, Gymnasiallehrer.
IV. B. 2 St. Lesen und Erklären prosaischer und Postiseher Stücke aus Hopf und Paulsieks Lese- uch I, 3. Memoriren und Declamiren einer ausge- wählten Anzahl von Gedichten; Repetition der früher gelernten Gedichte. Alle 3 Wochen ein häuslicher Aufsatz oder eine Classenarbeit. Repetition der
Satzlehre. Dr. Scholz, Gymnasiallehrer.
IIIb. 2 St. Lesen und Erklären prosaischer und Poetisfhef Stücke aus Hopf und Paulsieks Lese- uch II, 1. Memoriren und Declamiren von Gedich- ten; Repetition der in IV gelernten. Alle 3 Wochen
ei Aufsatz. Göpel, Gymnasiallehrer. IIIa. C. A. 2 St. Lesen und Erklären prosaischer und Poetioher Stücke aus Hopf und Paulsieks Lese-
uch II, 1. Memoriren und Declamiren von Gedich- ten; Repetition der früher gelernten. Alle 3 Wochen
ein Aufsatz. Dr. Büsgen, Oberlehrer.
IIIa. C. B. 2 St. Lesen und Erklären prosaischer und oetischer Stücke aus Hopf und Paulsieks Lese- Poeh II, 1. Memoriren und Declamiren einer aus- Penubltan Anzahl von Gedichten; Repetition der rüher gelernten. Alle 3 Wochen ein Aufsatz, meist im Anschluss an die Cäsarlectüre.
Dr. Adam, Gymnasiallehrer.
IIb. 2 St. Lesen und Erklären Schiller'scher Gedichte. Memoriren und Declamiren. Schillers Wilhelm Tell. Göthes Hermann und Dorothea. Schillers Jungfrau von Orleans. Aufsätze über folgende Themata:
1. Wie ich mir die Höhle des Cyklopen Polyphem vorstelle.(Odyssee IX, 177 5)
2. Welches ist der Zweck des lyrischen Eingangs
in Schillers Wilhelm Tell?—
3. Inhaltsangabe des III. Aufzugs von Schillers
Wilhelm Tell.(Schularbeit.)
4. Von welcher Seite lernen wir in der ersten Scene von Schillers Wilhelm Tell den Haupt- helden des Dramas kennen?
. Das väterliche Haus Hermanns.(Nach Göthes Hermann und Dorothea.)(Schularbeit.)
. Inhalt der drei ersten Gesänge in Göthes Her- mann und Dorothea.
Charakteristik des Wirths zum goldnen Löwen. (Nach Göthes Hermann und Dorothea.)
Wie sah das Städtchen aus, welches Göthe zum Schauplatze seines Gedichtes„Hermann und Dorothea“ gewählt hat?(Schularbeit.)
9. Die Lebensgeschichte der Jungfrau von Orleans.
(Nach Schiller.) 10. Der Apotheker in Göthes Hermann und Dorothea. 11. Der Zweikampf der Horatier und Kuriatier(nach
Liv. I, 25). 8 Dr. Flach, Oberlehrer.
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IIa. 2 St. Lesen und Erklären Schiller'scher Gedichte. Schillers Wallenstein. Memoriren und Declamiren von Gedichten; Repetition der früher gelernten. Auf- sätze über folgende Themata:
1. Wodurch ist Athen die berühmteste Stadt Griechenlands geworden? 2. Messhalh ist die Gesundheit ein so werthvolles ut? 3. Aeneas beim Untergang Trojas.(Nach Vergil.) 4. Rastlos vorwärts musst du streben, nie ermüdet stille stehen, willst du die Vollendung sehen. (Chrie.) 5. Ferro nocentius aurum.(Chrie.)(Klassenarbeit.) 6. Der Process gegen die Sieger in der Schlacht bei den Arginusen.(Nach Xen. Hell.) 7. Vergleichung der Schiller'schen Gedichte„Das Eleusische Fest“ und„Der Spaziergang“. 8. Warum nennt Schiller in dem Lied von der Glocke das Leben ein feindliches? 9. Vober die Vorzüge des Lebens in einer grösseren tadt. 10. Bis dat, qui cito dat.(Chrie.)
Dr. Büsgen, Oberlehrer. 1*


