angeſtellt, und zu Anfang des Juni der Kollaborator Friedemann, welcher zur Abhaltung ſeiner Probezeit dem hieſigen Gymnaſium zugewieſen worden war, in derſelben Eigenſchaft an dem Pädagogium zu Dillenburg beſchäftigt.
Den 30. November erlitt unſere Anſtalt durch den Tod des Profeſſors Friedrich Karl Spieß einen ſehr großen Verluſt. Er ſtarb nach einem kurzen Krankenlager am Nervenfieber, tief betrauert von der Anſtalt und Allen, die ihn kannten. Den 3. Dezember fand unter allgemeiner Theilnahme ſeine Beerdigung und den folgenden Tag in dem Verſammlungsſaale des Gymnaſiums eine öffentliche Todtenfeier ſtatt. Konrektor Dietz hielt dabei die ſpäter im Druck erſchienene Trauerrede, auf welche ich alle diejenigen zu verweiſen mir erlaube, die näheren Antheil an dieſem als Lehrer und Menſch ausgezeichneten Manne nehmen.
An die Stelle des verſtorbenen Profeſſors Spieß rückte der zum Profeſſor ernannte Prorektor Kirſchbaum, und an deſſen Stelle der Konrektor Auguſt Spieß von dem Pädagogium zu Dillenburg, ein Bruder des Verſtorbenen. (Siehe über dieſen die Programme des Dillenburger Pädagogiums von den Jahren 1840 und 1842.) Den 8. Januar l. J. wurde der Prorektor Spieß in ſein hieſiges Amt eingeführt.
Da die Vergütung, welche die mit Ertheilung des Religionsunter⸗ richtes an den höheren Lehranſtalten beauftragten Geiſtlichen bisher aus der Centralſtudienkaſſe bezogen hatten, von den Landſtänden nicht ferner bewilligt worden war, ſo wurde durch Miniſterial-Verfügung beſtimmt, daß der kon⸗ feſſionelle Religionsunterricht an den vier unteren Gymnaſial⸗ klaſſen wie bisher durch die betreffenden Ortsgeiſtlichen, welche hierzu ohne Anſpruch auf eine Vergütung verpflichtet ſeien, auch fernerhin ertheilt, dieſer


