Jahrgang 
1849
Einzelbild herunterladen

Johannes Schenckel, geboren am 27. Januar 1818 zu Heppenheim an der Wieſe in Rheinheſſen, erhielt neben dem erſten unterricht in der Volksſchule durch mehrjährigen Privatunterricht ſeine Vorbildung für das Schullehrerſeminarium zu Friedberg, von wo er nach zweijährigem Aufenthalt und beſtandener Prüfung entlaſſen, zwei Jahre an einer Schule in Rheinheſſen vikarirte und ſich mit vorbereitenden Studien zur Univerſität beſchäftigte, die er 1840 in Gießen bezog. Mathematiſche, naturwiſſenſchaftliche, geſchichtliche und philoſophiſche Vorleſungen machten hauptſächlich den Kreis ſeiner Studien aus Drei Jahre darauf promo⸗ virte er und machte ſeinen Acceß(ſeia Probejahr) an der Realſchule in Gießen, nachdem er ſchon früher eine Vorbereitungsklaſſe für dieſe Anſtalt gegründet und geleitet hatte. Im Frühjahr 1844 kam er an eine Knabenerziehungsanſtalt zu Darmſtadt, wurde im November 1846 an der Realſchule in Ems angeſtellt und zu Oſtern vorigen Jahres an das hieſige Gymnaſium verſetzt.

Außer Beiträgen in pädagogiſchen und anderen Zeitſchriften ſind von ihm im Druck erſchienen:Elementare Arithmetik ꝛc undPraktiſches Rechenbuch, beide in Braunſchweig 1844.Elementare Geometrie ꝛc. Darmſtadt 1848.Blüthen deutſcher Dichter für Kinder von 7 10 Jahren undBlüthen deutſcher Dichter für Gymnaſien und höhere Buͤr⸗ gerſchulen. Nebſt einem geſchichtlichen Abriß der neueren poetiſchen Literatur der Deutſchen. Darmſtadt 1816.Das Pflanzenreich ꝛc. mit 80 Tafeln Abbildungen auf, Stein gezeichnet von Klier. Mainz 18147. unter der Preſſe befindet ſich:Die neueſten deutſchen Lyriker mit Einſchluß Goethe's und Schiller's. In einer Auswahl ihrer vorzüglichſten Dichtungen und nach den gründlichſten, größtentheils von den Dichtern ſelbſt geſammelten Notizen, bio⸗ graphiſch und in literarhiſtoriſchen Charakteriſtiken und Kritiken dargeſtellt. Mit 24 Kunſt⸗ blättern in Stahl geſtochen. 2 Bände. Mainz.

Zu derſelben Zeit wurde der ſchon früher ſeines Dienſtes proviſoriſch entbundene Kantor Kunz, Oberlehrer an der Mädchenſchule der erſten Ab theilung der hieſigen Elementarſchule, als Geſanglehrer des Gymnaſiums in Ruheſtand verſetzt.

Im Mai wurde der Zeichenlehrer A. de Laspée definitiv als ſolcher