Jahrgang 
1929
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zur Bildung von Wärme und Arbeit. Wertigkeit, Stärkewert. Bedarf eines Tieres an Futter. Füt- terungsnormen. Die einzelnen Futtermittel, de- ren Futterwert und Verabreichung. Kalk, Salz, Waſſer. Die Fütterung der Haustiere je nach Art und Nutzung.

Züchtungslehre: Rindviehzucht. Wahl der Raſſe. Anforderungen an LZuchttiere. Die für die Züchtung maßgebenden Grundſätze. Ausführung der Zucht. Aufzucht der Kälber. Ver- beſſerung mangelhafter Zuchten. Herdbuchein- richtung. Pferdezucht. Wahl der Raſſe, des Hengſtes und der Stute. Hengſthaltung. Pfle- ge der Zuchttiere. Aufzucht der Fohlen. Schweinezucht. Wahl der Raſſe und der Zuchttiere, Eberhaltung. Pflege der Zuchttiere. Aufzucht der Ferkel. Schafzucht: Die Wolle und deren Bewertung. Wahl der Raſſe und der einzelnen Zuchttiere. Bockhaltung. Pflege der Zuchtſchafe. Aufzucht der Lämmer.

Zufſammenfaſſung der Züchtungs- grundſätze. Vererbungslehre: Der Vorgang der Befruchtung und die Entwicklung des befruchteten Eies.(Eizelle, Samenzelle, Be- fruchtung.) Die Erbmaſſe. Die Erbanlagen. Si- cherheit der Vererbung. Vererbungskraft. Be- deutung der Vererbungskraft für die Züchtung. Die wichtigſten Vererbungsregeln. Blutlinien. Der Mendelismus.

Züchtung: Zuchtziele, Züchtungsgrundſätze. Schwierigkeiten bei der Züchtung. Einfluß von Klima, Nahrung, und Ubung. Die wichtigſten Begriffe aus der Züchterſprache: Raſſen, Schläge, Stämme, Familien, Hochzucht. Vollblut. Adel. Ausgeglichenheit. Früh- und Spätreife. Rück- ſchläge. 1

Züchtungsverfahren: Reinzucht. Kreu- zung. Inzucht. Verwandtſchaftszucht.

Maßnahmen zur Hebung der Zucht: Körzwang, Hengſt-, Bullen-, Eber-, Bockhaltungs- genoſſenſchaften. Zuchtgenoſſenſchaften. Züchter- vereinigungen. Herdbuchverein. Viehauktionen. Ausſtellung(Punktierverfahren). Leiſtungsprüfun-

en. Milchkontrollverein. Kontrolle der Deut- kchen Landwirtſchaftsgeſellſchaft.

Betriebslehre, 4 Std. Ziel der Tätigkeit des Landwirts(Erzeugung dauernder KReinerträge), volkswirtſchaftliche Bedeutung der Landwirt- ſchaft. Quelle der Reinerträge iſt der Boden. Der Unterricht knüpft an die Art der Bodenaus- nutzung an, wie ſie in der Nähe Weilburgs und in den den Schülern ſonſt bekannten Wirtſchaften üblich iſt. Die übrigen Feldbewirtſchaftungswei- ſen. Wahl der Bewirtſchaftung erſt möglich, wenn der Landwirt alle Umſtände kennt, die auf den Wirrſchaftsreinertrag einwirken. Die Betriebs- mittel: Gebäudekapital. Arbeitsvieh. Das tote

Inventar. Landw. Vorräte. Geldweſen. Die

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menſchlichen Arbeitskräfte. Die Verwertung der Erzeugniſſe. Verkauf der Feldfrüchte. Die Ein- richtung der Nutzviehhaltung. Die landwirt- ſchaftlichen Nebengewerbe. Genoſſenſchaftsweſen. Belaſtung des Landwirts durch Steuern, Abgaben; Sicherung durch Eingehen von Verſicherung. Wahl der Betriebsweiſe(Feldfyſtem, Viehhaltung, Nebengewerbe). Feldbereinigung(Konſolidation). Aufſtellung des Wirtſchaftsplans. Pacht, Kauf. Landwirtſchaftliche Verwaltung und Vertre- tung. Landwirtſchaftliche Buch- führung: Zweck der Buchführung. Ermitte- lung des Vermögensſtandes und des Reinertrages der ganzen Wirtſchaft und einzelner Betriebs- zweige. Die dazu erforderlichen Bücher. Zahlen- mäßige Ermittelung des Vermögens, des Wirt- ſchaftsreinertrages, des geſamten Einkommens, des ſteuerpflichtigen Einkommens, des Gewinnes.

Volkswirtſchaftslehre, Handels- und Geſetzes- kunde, 2 Std. Einführung in die volkswirtſchaft- lichen Grundbegriffe, auf hiſtoriſcher Grundlage. Die geſchloſſene Hauswirtſchaft. Die Stadtwirt- ſchaft. Zunftweſen. Anfänge der Geldwirtſchaft. Der Merkantilismus. Die Kreditwirtſchaft in der weltwirtſchaftlich verflochtenen Volkswirtſchaft. Die Gütererzeugung. Arten der Produktion; Pro- duktionsfaktoren; die landwirtſchaftliche Produk- tion in Verbindung mit der Betriebslehre. Die Or- ganiſation der gewerblichen Produktion in ihren Grundzügen.

Der Güterumlauf: preis; Preisbildung; Geld und Währung; der Handel; Märkte; Meſſen; Börſen.

Landwirtſchaftliche Handelskun- de(in ihren Grundzügen). Getreidehandel, Vieh- handel, Futter- und Düngemittelhandel.

Geſetzeskunde: Gerichtsverfaſſung, Erb- recht, Teſtament, Grundbuch, Hypothek, Ver- träge, Kauf, Miete, Pacht, Darlehen, Wechſel, Bürgſchaft.

Verwaltungskunde: Das Wichtigſte aus Provinzial-, Kreis- und Gemeindeordnung. Reichs- verſicherungsordnung; Geſinderecht. Landarbeiter. Landwirtſchaftskammern und andere berufſtän- diſche Organiſationen.

Praktiſche Arbeiten im Verſuchsfelde, wöchent- lich 1 Nachmittag.

Leibesübungen, 2 Std.

I. Körperſchule: I. Laufſchule und Lauf- übungen mit Erhöhung der Anforderungen. Staf- felläufe, Geländeläufe, Hürdenlauf.

2. Haltungsübungen: KRumpfübungen mit und ohne Helfer wie früher mit Durcharbei- tung des ganzen Körpers.

II. Leiſtungsturnen: I. Springen und Werfen. Weitſprung, Hochſprung, Stab- weit- und Hochſprung.