drei verſchiedenen Altersklaſſen ausgetragen. In zwei Klaſſen ſtellten wir je eine Mannſchaft und eine Staffette. Unſere Jahresklaſſe 1913-14 er- rang im Dreikampf unter ſechs Mannſchaften die höchſte Punktzahl und erhielt als Auszeichnung eine Urkunde und einen vom Kreiſe Limburg ge- ſtifteten Wanderpreis(Marmorſchild), der in den beiden Vorjahren dem Gymnaſium Limburg ge- hörte. Auch in der 10 100 m Staffel lief dieſe Mannſchaft die beſte Zeit und erhielt eine Ur⸗- kunde. Schüler, die im Mannſchaftskampf beſon- ders gute Leiſtungen gezeigt hatten, erhielten Ein- zel-Urkunden. Von unſerer Schule waren es ſie- ben Schüler: Werner Schlaudraff, Dienſt, Schuler, Alfred Müller, Volkenand, Erich Hartenfels und Ernſt Oſterling. Bei der Saalveranſtaltung am Nachmittag in der Turnhalle zu Limburg turnte eine Riege unſerer Schule am Reck; die Leiſtungen ernteten ſtürmiſchen Beifall.
Da wir 1926 in den Preußenſpielen bis in die Vorſpiele um die preußiſche Meiſterſchaft aufge- ſtiegen waren, meldeten wir für 1927 zwei Schlag- ballmannſchaften an. Beide Mannſchaften blieben in Limburg Sieger gegen die Gymnaſien Limburg, Hadamar und das Realgymnaſium Ems. Durch die Aufſtellung von zwei Mannſchaften hatten wir unſere Kräfte zerſplittert und konnten in den weiteren Spielen nichts erreichen.
Nach den Herbſtferien wurde der Turnunter- richt ganz in die Turnhalle verlegt. Die neu an- gelegten Sproſſenwände kamen dem Hallenturnen ſehr zugute. Körperſchulende ſowie vorbereitende Ubungen laſſen ſich an den Wänden in ausgezeich- neter Weiſe ausführen. Am 16. Februar veran- ſtaltete die Schule ein Schauturnen, das die ver- ſchiedenſten Arten von Leibesübungen zeigte.
Zwei Schüler erkämpften ſich das Turn- und Sportabzeichen; ſechs erhielten das Reichsjugend- abzeichen. Acht Herren vom Pädagogiſchen Se- minar legten auch die Prüfung für das Turn- und Sportabzeichen ab. Einige haben die Prüfung hier begonnen, um ſie andernorts zu beenden.
10. Pflege der Muſik.
Im vergangenen Schuljahre wurde in erſter Li- nie das deutſche Volkslied in ſeinen verſchieden- ſten Ausdrucksformen gepflegt. Das Ziel war, den Schülern einen Schatz wertvoller, leicht ſingbarer Lieder zu übermitteln, die ſie auch jederzeit bei Wanderungen und anderen Anläſſen außerhalb der Schule begleiten ſollen.
Trotz des Wegganges unſerer beſten Violinſpie- ler Oſtern 1927 gelang es uns überraſchend ſchnell, unſer Schulorcheſter in alter Stärke wieder aufzubauen. Schon können wir uns eine Schüler- veranſtaltung ohne ſein Mitwirken nicht mehr vorſtellen.
Auch unſere Trommler- und Pfeiferabteilung
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übte fleißig und zeigt gutes Fortſchreiten ihres Könnens.
Zum erſten Male machten wir Verſuche, den Rndtunn in den Dienſt unſerer Muſikpflege zu ellen.
11. Kurzſchrift.
Die Schüler der Klaſſen LIV(UIII) und LIII (O III) erhalten laufenden Unterricht in Reichs- kurzſchrift(Schulſchrift), und zwar wöchentlich 2 Stunden. Die Unterweiſungen dauern daher für jeden Schüler 2 Jahre lang. Die Leiſtungen in Kurzſchrift werden in den Zeugniſſen angegeben. Benutzt werden:
1) das Lehrbuch der Deutſchen Einheitskurz- ſchrift von Prof. Dr. G. Amſel, Heckners Ver- lag, Wolfenbüttel, 1925, in L. IV.
2) Prakt. Lehrbuch der Deutſchen Einheitskurz- ſchrift von P. Sonntag. Verlag Franz Schulze, Berlin, in L III.
3) Prakt. Fortbildungsbuch der Deutſchen Ein- heitskurzſchrift von P. Sonntag. Verlag Frz. Schulze, Berlin.
4) Leſeſtoff: a)„Der blinde Paſſagier“ von Max Eyth in Deutſcher Einheitskurzſchrift. Ver- lag Franz Schulze, Berlin.
4) b) Schulzes Fünfzehnpfennigbücher in Deut- ehir Einheitskurzſchrift. Verlag Frz. Schulze, Berlin.
Den Unterricht erteilte letztes Jahr in Kl. L IV Studienrat Paul, in Kl. II(L III) Studienrat Dr. Schwing.
Uber die Ergebniſſe des Lehrgangs, der mit dem abgelaufenen Schuljahr zu Ende geführt worden iſt, ſei kurz berichtet. Der Lehrgang wurde Oſtern 1926 mit 37 Schülern begonnen. Von dieſen ha- ben inzwiſchen 10 die Schule verlaſſen. Von den übrigen 27 haben 18 die Ausbildung mit Erfolg durchgemacht, das heißt, ſie ſchreiben mindeſtens 60 Silben im Schnellſchreiben, mehr als die Hälfte macht im KRKichtigſchreiben keine Fehler, die übri- gen nur unbedeutende, und ſie leſen kurzſchrift- liche Texte einigermaßen fließend. Die reſtlichen 9 Schüler haben ſeit Oſtern 1927 wieder am An- fangsunterricht der Klaſſe L IV teilgenommen. Zum Abſchluß des Lehrgangs wurde ein Wett- ſchreiben und Wettleſen veranſtaltet, zu dem die Vereinigung ehemaliger Landwirtſchaftsſchüler Preiſe in Geſtalt von Büchern in Reichskurzſchrift geſtiftet hatte, wofür ihr an dieſer Stelle herzlich gedankt ſei. Folgende Preiſe konnten verteilt werden:
Schnellſchreiben: ein I. Preis: Auguſt Laubach, ein 1. Preis: Paul Oberding, ein 2. Preis: Alfred Müller, 80 Silben: ein I. Preis: Erich Meurer, ein 2. Preis: Alfred Nickel,
100 Silben: 90 Silben:


