Jahrgang 
1927
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Die Bewirtſchaftung der Felder liegt in den Hän⸗ den des Studienrats Dr. Heyl.

Das Land unmittelbar vor der Schule bietet den Vorteil, daß die Schüler in größter Nähe die wichtigſten Feldarbeiten ausführen und beobach⸗ ten können, wie die Pflanzen im Laufe eines Jahres ſich je nach der Gunſt der Wachstumsverhältniſſe ent— wickeln. Auch viele pflanzliche und tieriſche Schäd⸗ linge der Kulturgewächſe laſſen ſich hier beobachten. Ferner iſt dieſer Teil der Verſuchsfelder dem An— ſchauungsunterricht in Botanik, Obſtbau und Vogel⸗ ſchutz nutzbar gemacht. Die angeſtellten Düngungs⸗ und Sortenanbauverſuche laſſen allerdings an Ge⸗ nauigkeit noch zu wünſchen übrig, da das ſeinerzeit eingeebnete Gelände noch nicht gleichmäßig genug iſt. Immerhin konnten in den letzten Jahren beachtens— werte Düngungsverſuche an Kartoffeln, Weißkraut und Mais durchgeführt werden. Neben amerikani⸗ ſchem Pferdezahnmais wurde badiſcher Könermais angebaut, der auch im Jahre 1926 wieder zur Reife gelangte.

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Das Ergebnis dieſes Düngungsverſuches aus den letzten Jahren war ähnlich wie auch in anderen Fäl— len. Es wurden durch die Stickſtoffdüngung weſent⸗ liche Mehrerträge erzielt. Die erhöhte Stickſtoffgabe erfordert allerdings dreimaliges Mähen des Graſes. Unkräuter wie Hahnenfuß, Wegerich und Wieſen— wucherblume wurden durch Stickſtoffdüngung faſt ganz verdrängt.— Dank der Fürſorge des Herrn Miniſters für Landwirtſchaft, der durch Herrn Ge⸗ heimen Oberregierungsrat Dr. Oldenburg der Schule eine Jubiläumsgabe von 5000 Mark übermittelte, war es möglich, den Beſtand an Maſchinen und Geräten weſentlich zu vermehren. Sie werden auch dem Unterricht und der Wirtſchaftsberatung dienſtbar gemacht. Es wurden neu angeſchafft: 1. Pflüge verſchiedener Art, 2. zwei Sackſche Eggen, 3. eine Walter'ſche Ackerſchleife. 4. eine Handdrillma⸗ ſchine, 5. eine Cambridgewalze.

14 Die Bibliothek.

a. Die Lehrerbibliothek(Verwalter: Stu⸗ dienrat Dr. Ottmann) umfaßt etwa 5400 Werke.

Landwirtſchaftliche Sammlung

Auf den Ländereien am Windhof wurde unter anderem Petkuſer Originalroggen ange⸗ baut, der an benachbarte Landwirte als Saatgut ab⸗ gegeben werden konnte.

Durch einen kleinen Gräſergarten iſt auch der Grünlandfrage Rechnung getragen. Die Wieſe im Reuſchenbachtal wird zu einem Wieſendüngungsver⸗ verſuch benutzt, der für längere Jahre vorgeſehen iſt: 1. Parzelle: ungedüngt; 2. Parzelle: Kali, Phosphor⸗ ſäure und einfache Stickſtoffgabe; 3. Parzelle: Kali, Phosphorſäure und erhöhte Stickſtoffgabe; 4. Par⸗ zelle: Kali und Phosphorſäure.

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b. Die Seminarbibliothek wurde im Laufe des verfloſſenen Schuljahres erweitert und weiſt 120 Werke auf.(Verwalter: Studienrat Dr. Ott⸗ mann.)

c. Die Schülerbücherei beſteht aus rund 780 Werken.(Verwalter: Studienrat Heumann.)

15. Die Sammlungen der Anſtalt

ſetzen ſich zuſammen aus: 1. Lehrmittel⸗Sammlung für lichen Unterricht,

den landwirtſchafi⸗