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3. Das pädagogiſche Seminar für Kandidaten des landwirtſchaftlichen Lehramts, errichtet von Sr. Exzellenz dem Herrn Miniſter für Landwirtſchaft, Domänen und Forſten, wurde am 1. April 1892 eröffnet.
Bis zum 1. Apeil 1916 wurde es von 183 Herren beſucht. Die Tätigkeit der Mitglieder des Seminars regelt ſich nach der Seminar⸗Ordnung vom 29. 2. 1908. Sie werden theoretiſch wie praktiſch durch Lehrer der Anſtalt in die allgemeine Pädagogik und die beſondere Me⸗ thodik der einzelnen Unterrichtsfächer eingeführt. Nach Erledigung des einjährigen Kurſus, der Oſtern beginnt, erhalten ſie vom Herrn Miniſter das Befähigungszeugnis als Landwirtſchafts⸗ lehrer au Landwirtſchaftsſchulen bezw. landw. Winterſchulen.
Im abgelaufenen Jahr mußte das pädagogiſche Seminar infolge der Kriegsverhält⸗ niſſe ruhen.
4. Die öffentliche Wetterdienſtſtelle.
Die Arbeit der Wetterdienſtſtelle wurde in dieſem Jahre noch mehr als im vorigen durch die Kriegszeit beſchränkt. Wetterkarten und Vorherſagen dürfen in vielen Gegenden erſt erheblich ſpäter ausgegeben werden als früher. Erſt ſpät am Nachmittage erſcheinende Zeitungen dürfen die Vorherſagen abdrucken. Die Zahl der Kartenbezieher hat daher noch mehr abgenommen.—
5. Vorträge der Lehrer in landwirtſchaftlichen Vereinen und Verſammlungen.
Die in früheren Jahren übliche Vortragstätigkeit der landw. Fachlehrer mußte auch im letzten Jahre ruhen, da einerſeits die Vereinsarbeit infolge der Kriegsunruhen überhaupt ſehr beſchränkt war, anderſeits der Direktor durch die Geſchäfte der Schulleitung mehr in An⸗ ſpruch genommen war. Sind wieder friedliche Zeiten eingetreten, ſoll auch die Verbindung der Schule mit den praktiſchen Landwirten enger geknüpft und die Vortragsarbeit in den landw. Verſammlungen in vollem Umfange wieder aufgenommen werden.
Am 7. März hielt der Direktor in einer Verſammlung des Landesausſchuſſes für die Kriegsbeſchädigten⸗Fürſorge in Weilburg einen Vortrag(mit Lichtbildern) über die Erwerbs⸗ möglichkeiten für die Kriegbeſchädigten in der Landwirtſchaft.— Der gleiche Vortrag ſoll noch in einigen anderen Städten des Bezirks gehalten werden.


