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Georg Bernet, ſeit 1915 im Heeresdienſt, ſeit Oktober 1915 im Felde, wurde Weih⸗ nachten 1915 zum Gefreiten befördert. Bis zum 1. Juli 1916 lag er in der Champagne, kam dann nach Verdun, nahm an den Gefechten bei Fort Souville teil und erhielt Ende
Juli einen Schuß in das linke Bein. Am 4. November 1916 wurde er als geheilt aus
dem Lazarett in Pforzheim entlaſſen und ſteht jetzt wieder bei der Truppe. Heinrich Schwieder, Kriegsfreiwilliger von 1915, wurde Oſtern 1916 Gefreiter und
wurde zur Schallmeß⸗Truppe 44 abkommandiert. Befähigt befunden für Tropendienſt, wurde
er nach erfolgter Ausbitdung mit 92 Mann nach dem Suezkanal befördert. In Kleinaſien
zog er ſich infolge ungünſtiger klimatiſcher Verhältniſſe Ruhr und Malaria zu, und infolge⸗
deſſen mußte er lange Zeit in Konſtantinopel krank liegen. Letzten Dezember kam er nach Deutſchland zurück zum 1. G.⸗Fuß⸗Art⸗Reg. Mitte Februar rückte er nach Rußland ins Feld.
Hans Troſtorff, Kriegsfreiwilliger von 1915, lag wegen Fußverſtauchung und Finger⸗ verletzung eine Zeitlang in Sedan im Lazarett, tat dann im 112. Inf.⸗Reg. Dienſt im Schützengraben in der Champagne und gehörte zeitweiſe einer fliegenden Diviſion an. Im Oktober wurde er zum Offiziers⸗Aſpiranten⸗Kurſus nach dem Sennelager kommandiert, beſtand letzthin das Examen und rückte als Vizefeldwebel wieder in ſein Regiment ein.
Otto Joſeph, Kriegsfreiwilliger von 1915, begleitete anfangs des Jahres einen Transport nach Rußland und ſtand von März bis Mai in Mazedonien und Serbien. Er kam darauf mit ſeinem Truppenteil nach der Champagne, von da an die Somme. Am 1. Juli 1916 wurde er Gefreiter. Augenblicklich ſteht er mit ſeiner Kolonne wieder in der Champagne.
Ferdinand Herdieckerhoff. Kriegsfreiwilliger von 1915, ſtand im letzten Jahr als Gefreiter im 15. Reſ.⸗Feld⸗Artillerie⸗Regiment an der Sommefront.
Werner Beimſchlahe, im Heeresdienſt ſeit 6. März 1916, wurde in Freiburg in Baden ausgebildet, kam dann zum Train nach Durlach, ſpäter nach Saargemünd. Dort iſt er Fahrer beim Etappen⸗Pferde⸗Lazarett der Armeeabteilung A.
Hugo Zak mußte ſich Ende Mai 1916 als öſterreichiſcher Staatsangehöriger in Linz a. Donau ſtellen und beſtand vorher ſeine Notprüfung. Er wurde dem K. K. Landw.⸗ Inf.⸗Regt. Wien Nr. 1 zugeteilt. Er kam in die Einjährigen⸗Abteilung, wurde Anfang Januar der Reſerve⸗Offizierſchule in Bruck a. d. Leitha überwieſen und hofft im Frühjahr ins Feld zu kommen.
Theodor Schröder wurde Ende Juli 1916 in das Inf.⸗Reg. Nr. 83 in Caſſel einge— ſtellt und beſtand nachträglich die Notprüfung. Ende des Jahres kam er nach Frankreich (Inf.⸗Reg. Nr. 32), war zeitweiſe zur Maſchinengewehr⸗Kompagnie kommandiert und macht augenblicklich als Musketier einen Offiziers⸗Aſpirantenkurſus der Armee⸗Abteilung v. Strantz mit.
Fritz Lüthje(Abgangsprüfung Nr. 470) trat am 9. Januar 1917 in das Fußartillerie⸗ Regiment Nr. 9 in Ehrenbreitſtein ein.
Hermann Sioll(Abgangsprüfung Nr. 474) wurde Ende des Jahres nach Straßburg einberufen. Nach einigen Wochen Garniſondienſt wurde er zum vaterl. Hilfsdienſt abkommandiert.
Erich Klaholz wurde im November 1916 in das Luftſchiffer⸗Erſ.⸗Batl. Nr. 4(Mann⸗ heim⸗Sandofen) eingeſtellt und iſt ſeit Anfang dieſes Jahres beim Stabe des Kom. Generals der Luftſtreitkräfte tätig.
Walter Fuchs trat im September 1916 als Freiwilliger in das Inf.⸗Reg. Nr. 71 ein, wurde der Maſchinengewehr⸗Kompagnie überwieſen und beendete Anfang Januar ſeine Ausbildung. Er wurde Richtſchütze und rückte nach dem Uebungsplatz Ohrdruf b. Gotha aus, wo er dem Inf.⸗Reg. Nr. 467 angehört.
Eduard Hof(Abgangsprüfung Nr. 454) wurde im Herbſt 1916 in das Jägerbataillon in Marburg eingeſtellt. Er rückte nach der Champagne ins Feld, machte dann die Kämpfe auf dem Balkan in Mazedonien bei Monaſtir und im Cernabogen mit. Am 12. März d. Is. meldete cine Trauernachricht ſeiner Familie, daß er am 17. Februar d. Is. auf dem Felde der Ehre gefallen ſei. Die Schule wird ihm ein treues Andenken bewahren.


