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B. Chemie, Geſteinskunde, Phyſik: III. 1. Die Verbrennung an der Luft.— 2. Die wichtigſten Natriumverbindungen.— 3. Die Haltbarkeit der Salze.— 4. Aluminium und ſeine Ver⸗ bindungen.— 5. Die Senkwage.— 6. Die Winde.— 7. Wie pflanzt ſich die Wärme fort?— 8. Die Brunnenpumpe.
II. 1. Die Stickſtoffverbindungen.— 2. Die Phosphatdünger.— 3. Welche Ackerböden liefern die Schichtgeſteine der Weilburger Gegend?— 4. Die Wirkungen des Bodenwaſſers.— 5. Die
pflanzlichen Futterſtoffe.— 6. Die Beleuchtungslinſe.— 7. Wie entſtehen und wie vermeidet man die farbigen Ränder bei Linſen?
1. 1. Wodurch verderben Metallgegenſtände im Freien?— 2. Woher kommt das Leuchten der Flammen?— 3. Die chemiſchen Vorgänge in der Bäckerei.— 4. Der Spiritus. 5. Die Wirkungen des elektriſchen Funkens.— 6. Die elektriſchen Maße und Meßinſtrumente.— 7. Die Elektromotoren. — 8. Kalkſtein, Dolomit und Gips(Prüfungsarbeit).
Landwirtſchaftliche Arbeiten: II. 1. Ein Acker von 16,4 Mrg. ſoll mit Luzerne beſät werden; der Saatbedarf iſt auf 1 ba bei einem Gebrauchswert von 100% 28 kg. Das vorhandene Saatgut hat eine Keimfähigkeit von 88% und eine Reinheit von 91%. Wieviel Saatgut iſt nötig? Wieviel koſtet die Saatware(1 d= 182 ℳ)? b. Die Erfahrung lehrt, daß der Saatgutbedarf an Luzerne bei Breitſaat 25— 25 kg und bei Drillſaat 20— 30 kg auf 1 ha beträgt. Wie groß iſt die Saatgut⸗ Erſparnis bei Drillſaat gegenüber Breitſaat in Prozent bezw. Mark?— 2. Welchen Schaden kann die Kälte den Kulturpflanzen zufügen, und was kann der Landwirt dagegen tun?— 3. Der Zweck der Düngung.— 4 Wann ſoll Getreide geerntet werden?— 5. Die wichtigſten Maßnahmen zur Be⸗ kämpfung der Viehſeuchen.— 6. Der Wert der in Naſſau vorkommenden Rinderraſſen.— 7. Die Hauptregeln für den Hufbeſchlag bei Pferden.— 8. Milchwirtſchaftliche Berechnungen.
1. 1. Ein Arbeitsochſe(14,3 Ztr.) erhält bei mittlerer Arbeit 12 Pfd. Luzerneheu, der Reſt des Futters ſoll aus mittlerem Wieſenhen beſtehen. Wird die Ernährung ausreichend ſein?— 2. Eine Fettweide von 56 Mrg. Größe ſoll mit ½ jährigen Rindern beſetzt werden.*) Wieviel Tiere können aufgetrieben werden?)) Bietet das Weidefutter die erforderlichen Nährſtoffe?— 3. Futterwert und
Verfütterung von Malzkeimen.— 4. Warum und wie bewäſſert man die Wieſen?— 5. Der Futter⸗ wert der Kartoffeln und ihre Verabreichung.—. 7. Welche Jahreskoſten verurſacht eine Scheune, die bereits 24 Jahre geſtanden hat?— 8. In einer Wirtſchaft werden 8 Arbeitspferde gehalten. In
welchen Fällen kann dem Landwirt die Verſicherung dieſer Tiere angeraten werden?— 9. a. Welchen Wert hat am 25. Februar ein Viermonatswechſel über 635 ℳ, der am 12. Januar ausgeſtellt wurde? (Diskont 514%.— b. Am 3. März iſt eine Barſumme von 385 kℳ. fällig. Sie ſoll in einen Wechſel, fällig am 10. Juni, verwandelt werden. Wie hoch muß der Wechſel wenigſtens lauten?— c. Wieviel iſt am 6. März für 3 4%. Pfandbriefe von je 500 ℳ zu zahlen?— 10. Anforderungen an gute Saat⸗ ware und ihre Herrichtung.
8. Die Verſuchs⸗ und Demonſtrationsfelder der Anſtalt.
Das jetzige Verſuchsfeld(Größe ca. 76,86 a), in der Nähe der Stadt gelegen, wurde
1909 in Benutzung genommen und liefert das nötige Anſchauungsmaterial für den Unter⸗
richt im Pflanzenbau. Der mittlere und größere Teil des Feldes iſt in drei 18 m breite Flächen geteilt, die in je 8 Parzellen von je 7,5 m Breite getrennt ſind, ſodaß 24 gleich große Parzellen vorhanden ſind. Von dieſen tragen 4 Parzellen die wichtigſten Gartenge⸗ wächſe, 11 Parzellen zeigen den Anbau der üblichen Feldgewächſe und wechſeln nach Art einer Fruchtwechſelwirtſchaft. 1915 wurden angebaut Zuckerrüben, Hafer, Klee, Winter⸗ weizen, Brachfrucht, Raps, Wintergerſte, Kartoffeln, Sommergerſte, Hülſenfrüchte,(Erbſen, Wicken), Roggen. 6 weitere Parzellen, die auch jährlich wechſeln, tragen die, verſchiedenſten Sorten von Kartoffeln, Sommergetreide, Leguminoſen und ſonſtigen Futterpflanzen, Winter⸗ getreide, Rüben und Möhren, Mais und Hirſe, Oelpflanzen und Geſpinſtpflanzen. Die letzten 3 Parzellen ſind zum Anbau von Dauerpflanzen beſtimmt, wie Luzerne, Eſparſette ꝛc. Die übrigen Feldflächen, teils unregelmäßiger Form, tragen Obſtbäume(Hochſtämme, Halbſtämme, Buſchform), Beerenobſt, Gras und allerhand Gewächſe ſelteneren Vorkommens, wie auch Pflanzen für den botaniſchen Unterricht. Zur Unterbringung der Geräte, Säme⸗ reien, Ernteerzeugniſſe iſt ein Häuschen mit 2 Räumen und Schuppen vorhanden.— Die Schüler werden mit ſämtlichen Kulturarbeiten bekannt gemacht, führen ſie teils auch ſelbſt aus.


