Sommer.
Winter.
Geſchichte, 2 St. Neueſte, vornehmlich deutſche Geſchichte von 1786 bis 1888. Die
Verfaſſung des preußiſchen Staates und die deutſche Reichsverfaſſung.
Lehraufgaben der dritten bis erſten Klaſſe.
Wiederholung der
Franzöſiſch 4. St. Leſen franzöſiſcher Schriftſteller in deutſchen Schulausgaben mit Vorbereitung der Schüler aus einem Wörterbuch. Im Anſchluß daran das Wichtigſte aus
der Tempus⸗, Modus⸗ und Wortſtellungslehre.
Ueberſetzungen aus dem Franzöſiſchen ins
Deutſche und aus dem Deutſchen ins Franzöſiſche, meiſt als Klaſſenarbeit zur Verbeſſerung. (Im letzten Schuljahr wurde geleſen: Henri Malin, Un collégien de Paris en 1870.)
Erdkunde, 2 St. Aſien, Afrika, Auſtralien, (Matzat. Erdk. IV, 1, 2 und 5).
Tierzuchtlehre, 6 St. Fütterungslehre: Die üblichen Futtermittel. Zuſammenſetzung eines Futtermittels. Trockenmaſſe, rohe Nähr⸗ ſtoffe. Verdauungsvorgänge. Anteil des Fut⸗ ters an verdaulichen Nährſtoffen, deren Ver⸗ wendung im Tierkörper zum Aufbau und zur Erhaltung und zur Bildung von Wärme und Arbeit. Wertigkeit, Stärkewert. Bedarf eines Tieres an Futter(Trockenmaſſe, Nährſtoffe), Fütterungsnormen. Die einzelnen Futter⸗ mittel, deren Futterwert(Zuſammenſetzung, Wirkung) und Verabreichung(Zubereitung, zweckmäßige Menge), Preisverhältniſſe. In dieſer Weiſe werden beſprochen Wieſenheu, Kleeheu, ſonſtige Heuarten, Grünfutter, Stroh und Spreu von Getreide, Hülſenfrüchten, die Körnerfrüchte(Getreide, Hülſenfrüchte, Oel⸗ früchte und ſonſtige Körner, Samen, Früchte), Kartoffeln, Rübenarten, Abfälle aus Mühlen (Kleie, Mehle), aus Brauerei(Treber, Malz⸗ keime), aus Brennerei(Schlempen), aus Stärke⸗ fabriken(Pülpe), aus Zuckerfabriken(Schnitzel, Melaſſe), aus Oelfabriken(wichtigſte Oel⸗ kuchen), Abfälle tieriſcher Herkunft(Fleiſch⸗ futtermehl, Milch und Molkereiabfälle). Kalk, Salz, Waſſer. Die Fütterung der Haustiere je nach Art und Nutzung. Wahl der zu ihrer Ernährung zweckmäßigen Futtermittel und die Art der Futterverabreichung(Bedarf an Futtermenge, Zubereitung, Fütterzeiten, Rei⸗ henfolge); in dieſer Weiſe wird beſprochen die Fütterung von Rindvieh(Milch⸗, Maſt⸗, Arbeitsvieh), von Pferden, von Schweinen und Schafen.— Züchtungslehre: Rind⸗ viehzucht. Die Wahl der Raſſe für die Züch⸗ tung. Anforderungen an gute Zuchttiere, Bullen wie Kühe. Die für die Züchtung maßgebenden Grundſätze, Beſchaffung und Haltung von Zuchtbullen. Ausführung der Zucht. Pflege und Ernährung der Zuchttiere. Aufzucht der Kälber, beſonders deren Ernäh⸗
Erdkunde 2 St. Allgemeine phyſikaliſche und ſtatiſtiſche Erdkunde.(Matzat, Erdk. V, 2 u. 3).
Landwirtſchaftliche Betriebslehre, 7 St. Ziel der Tätigkeit des Landwirts(Erzeugung dau⸗ ernder Reinerträge), volkswirtſchaftliche Be⸗ deutung der Landwirtſchaft. Quelle der Rein⸗ erträge iſt der Boden. Der Unterricht knüpft daher an die Art der Bodenausnützung an, wie ſie in der Nähe Weilburgs und in den den Schülern ſonſt bekannten Wirtſchaften üblich iſt. Die wichtigſten Feldbewirtſchaftungs⸗
weiſen, Felderwirtſchaft, Fruchtwechſelwirt⸗
ſchaft, Graswirtſchaft, Feldgraswirtſchaft, freie Wirtſchaft, beſondere Betriebsweiſen in Wald⸗, Moor⸗ und Sandgegenden. Wahl der Bewirt⸗ ſchaftungsart erſt möglich, wenn der Land⸗ wirt alle Umſtände kennt, die auf Wirt⸗ ſchaftsreinertrag einwirken. Die Betriebs⸗ mittel: Das Gebäudekapital, Art und Höhe der Koſten, Feuerverſicherung, Bedarf an Gebäuden, Erniedrigung der Koſten, bau⸗
polizeiliche Beſtimmungen, Auskunft in Bau⸗
angelegenheiten. Das Arbeitsvieh: Wahl der Tiere, Koſten der Spannviehhaltung, Vieh⸗ verſicherung, Bedarf an Spannvieh, Ein⸗ ſchränkung der Koſten. Das tote Inventar: Koſten, Beſchaffungsarten, Maſchinengenoſſen⸗ ſchaften, Prüfung der Zweckmäßigkeit der Anſchaffung. Die zum Betriebe nötigen Vor⸗ räte, deren Beſchaffung, Ankaufsgenoſſen⸗ ſchaften, Benutzung und Sicherung der Vor⸗ räte. Die menſchlichen Arbeitskräfte: Beamten und Lohnarbeiter, Bedarf, Bezahlung der Arbeitskräfte, Zeitlöhnung, Löhnung nach Lei⸗ ſtung, Verſicherung gegen Krankheit, Unfall, Invalidität. Arbeiterfürſorge, Beſchaffung von Arbeitern. Das Geld: Geldweſen(Münz⸗ geld, Banknoten, Reichskaſſenſcheine, Wäh⸗ rung), Geldzahlungsweiſe, Wechſel, Ueberſchrei⸗ bungsverkehr, Anlage überſchüſſiger Gelder (Sparkaſſe, Verkehr in laufender Rechnung, Verleihen auf Schuldſchein, gegen Hypothek, Anlage in Schuldverſchreibungen und Anteil⸗
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