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Hugo Hocke, Kriegsfreiwilliger von 1914, rückte im Dezember 1914 als Fahrer einer Trainabteilung ins Feld, tat erſt in Frankreich, dann in Rußland, Galizien und Serbien Dienſt. Im November 1915 meldete er ſich zur Infanterie und wurde in Erfurt ausge⸗ bildet. Augenblicklich macht er in Döberitz einen Offizierskurſus mit. Er iſt Korporalſchafts⸗ führer.
Karl Huber, Kriegsfreiwilliger von 1914, ſtand vor Jahresfriſt bei der Feldartillerie in Caſſel. Weitere Nachrichten ſind über ihn nicht eingelaufen.
Hermann Jäger wurde im Mai 1915 bei der Infanterie in Mainz ausgebildet. Er mußte als Scharlachverdächtiger mehrere Wochen im Seuchenlazarett weilen, wurde dann im Oktober 1915 der fliegenden Diviſion zugeteilt und rückte nach dem Weſten ins Feld. In der Champagne liegt er im vorderſten Schützengraben.
Reinhard Jaeniſch, Kriegsfreiwilliger von 1914, befand ſich im Febraur 1915 in Bel⸗ gien. Zum Gefreiten befördert, wurde er Juni 1915 einem Feldartillerie⸗Regiment bei Belfort zugeteilt. Im Oktober 1915 trat er zu einem Badiſchen Infanterie⸗Regiment über und zeichnete ſich in den Vogeſenkämpfen aus, ſodaß er das„Eiſerne Kreuz“ erhielt und zum Unteroffizier bekördert wurde. Letzthin nahm er an dem Offizierskurſus in Döberitz teil.
Karl Jung, Kriegsfreiwilliger von 1914, machte als Fußartilleriſt die Kämpfe bei Ypern mit. Am 22. Auguſt 1915 wurde er auf Beobachtungspoſten ſchwer verwundet, erhielt das „Eiſerne Kreuz“ und wurde Unteroffizier. Nach ſeiner Wiederherſtellung rückte er im letzten Januar wieder ins Feld(Arras), als Leiter einer ſog. Graben⸗Kanone.
Hugo Kagſer, Kriegsfreiwilliger von 1914, rückte Ende 1914 mit einer Luftſchiffer⸗Ab⸗ teilung nach Frankreich, wo er noch tätig iſt. Er iſt inzwiſchen Gefreiter geworden.
Felix Ludwig, Kriegsfreiwilliger von 1914, liegt mit ſeinem alten Regiment noch in Flandern. Er wurde im April 1915 Unteroffizier.
Wilhelm Mogk, Kriegsfreiwilliger von 1914, machte die Kämpfe in Maſuren mit. In Rußland erkrankte er an Unterleibstyphus und hatte monatelang mit der Ausheilung zu tun. Nach ſeiner Geneſung wurde er zum Erſatz⸗Bataillon nach Göttingen entlaſſen.
Hermann Ziegelmeyer, Kriegsfreiwilliger von 1914, ſtand Anfang 1915 im Weſten vor der feindlichen Front, nachdem er des öfteren ſich im Kampfe gegen die Engländer hatte bewähren können. Am 7. Juni erhielt die Schule die Nachricht, daß er am 17. Mai bei einem Sturmangriff bei La Baſſée infolge eines Herzſchuſſes den Heldentod erlitten hat. In der Anzeige der Kompagnie an die Eltern heißt es:„Einer unſerer mutigſten und tapferſten Kameraden, dabei ſtets munter und heiter, der keine Gefahr kannte und nur zu oft ſein junges Leben in die Schanze ſchlug, um verwundete Kameraden aus der Feuerlinie zu bringen, iſt gefallen. Ein Troſt möge es für Sie ſein, daß wir ihm, unſeren unvergeßlichen Helden, eine ſchöne Grabſtätte bereiten werden“. Der Direktor ſprach den Eltern das Beileid der Schule aus. Wir werden dem tapferen Soldaten ein gutes Andenken bewahren.
Karl Flum, Kriegsfreiwilliger von 1914, tut in Marburg Garniſondienſt.
Auguſt Helbig, der im Auguſt 1914 ſeine Notprüfung beſtanden hatte, kam erſt im Auguſt 1915 als Kriegsfreiwilliger im Dragonerregiment in Hofgeismar zur Einſtellung. Am 1. Februar 1916 wurde er Gefreiter und iſt nun zur Front abgegangen.
Ernſt Engelhardt beſtand im Juni 1915 ſeine Notprüfung und trat als Kriegsfreiwil⸗ liger in das Telegraphen⸗Bataillon Nr. 3 in Coblenz ein. Am 6. Oktober rückte er als berittener Telegraphiſt ins Feld und machte den Serbiſchen Feldzug mit. Er befindet ſich noch im Oſten.
Robert Wolff wurde nach beſtandener Notprüfung im Juni 1915 bei der Maſchinen⸗ gewehr⸗Kompagnie des 83. Inf.⸗Reg. in Caſſel als Kriegsfreiwilliger eingeſtellt und rückte als Fahnenjunker⸗Unteroffizier ins Feld. Er machte den Stellungskrieg in der Champagne mit. Infolge eines Herz⸗ und Nervenleidens mußte er dem Lazarett überwieſen werden. Er hofft aber in Kürze wieder ausrücken zu können.
Theodor Roters beſtand im Juni 1915 die Not⸗Abgangsprüfung und trat als Kriegs⸗ freiwilliger in das 11. Feld⸗Artillerie⸗Regiment in Caſſel ein. Er ſieht ſeiner Verwendung an der Front entgegen.
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