9
ʒ—
Sommer. winter.
z3weite Klaſſe. Turnen(2 St.) und Geſang(2 St.) ſiehe III.
Religion. A. Evangeliſche Religionslehre, 1 St., kombiniert mit I in zweijäh⸗ rigem Kurſus: Bibelkunde des neuen Teſtaments auf Grund ausgewählter Abſchnitte: 1. Jahr: Leben Jeſu unter beſonderer Berückſichtigung der Bergpredigt, der Gleichniſſe und der Paſſions⸗ geſchichte. 2. Jahr: Das apoſtol. Zeitalter unter beſonderer Berückſichtigung der Apoſtel⸗ geſchichte und der Briefe Pauli.— B. Katholiſche Religionslehre, 1 St., kombiniert mit V, IV und I.
Deutſch und Geſchichte, wöchentlich 6 Stunden. Goethes Götz von Berlichingen, Schillers Leſſings Minna von Barnhelm, Goethes Wallenſtein. Deutſche Geſchichte im 16. und Hermann und Dorothea. Deutſche Geſchichte und
17. Jahrhundert.
Literatur im 18. Jahrhundert(bis 1806).
Metrik im Anſchluß an die Lektüre; Grammatik im Anſchluß an die ſchriftlichen Ar⸗
beiten. Diktate und Aufſätze zur Korrektur. 5
Franzöſiſch, 4 St. Lektüre franzöſiſcher Schriftſteller in deutſchen Schulausgaben, Lehre vom Hilfszeitwort und Rektion der Verba. Überſetzungen aus dem Franzöſiſchen ins Deutſche und aus dem Deutſchen in Franzöſiſche, meiſt als Klaſſenarbeiten zur Korrektur.
Erdkunde, wöchentlich 2 Stunden.
Beendigung und Wiederholung Europas; Amerika(Matzat, Erdk. III, 8 bis 11, IV 3 und 4).
Pflanzenproduktionslehre, 7 St. Allge⸗ meiner Pflanzenbau: Die Saat: An⸗ forderungen an gute Saatware, ihre Prüfung auf Reinheit, Keimfähigkeit, Echtheit, Fülle (Gebrauchswert). Herrichtung von Saatgut in der Wirtſchaft, die dazu nötigen Maſchinen und Geräte. Saatwechſel. Wahl der Sorte. Ankauf von Saatgut. Saatmethoden(Breit⸗ ſaat, Drillſaat, Dibbelſaat). Bedarf an Saat⸗ gut.— Die Pflege: Bekämpfung des Un⸗ krauts. Schutzmaßregeln gegen ſchädliche Tiere, gegen Ungunſt der Witterung, gegen Schädigung durch Menſchen. Sonſtige För— derung des Wachstums, Verſorgung der Pflanzen mit Waſſer, Nahrung, Luft, Licht, Wärme(Hackkultur, Kopfdüngung).— Die Ernte: Zeitpunkt der Ernte. Aberntung von Getreide und ähnlichen Früchten, die dazu nötigen Maſchinen und Geräte. Die Trock— nung der Früchte. Einholung und Aufbe⸗ wahrung der Feldfrüchte in Scheunen und Mieten. Druſch der Körnerfrüchte mit Hand und Maſchinen. Aufbewahrung der Körner auf Speichern und in Lagerhäuſern(Silos). — Bodenkunde: Die in der Umgebung von Weilburg und in den Wirtſchaften der Eltern der Schüler vorkommenden und ſon⸗ ſtige wichtige Bodenarten und deren Erkennung. Die verſchiedene Fruchtbarkeit der Böden,
Mathematiſche Geographie(Matzat, Erdk. V, J).— Schriftliche Arbeiten zur Korrektur.
Tierproduktionslehre, 5. St. Rindvieh⸗ haltung: Pflege des Rindes, Sorge für geſunden Stall, Bauart und Einrichtung des⸗ ſelben. Reinhaltung des Rindes, Einſtreu, Putzen, Waſchen, Scheren, Pflege an Horn und Klaue. Sorge für friſche Luft, Bewegung. Die wichtigſten Seuchen und Krankheiten und die vom Landwirt dagegen zu ergreifenden Maßregeln. Reichsviehſeuchengeſetz. Die wich⸗ tigſten Rinderraſſen, ihre Merkmale, Leiſtun⸗ gen, Heimatverhältniſſe. Die Benutzung des Rindes zur Arbeit, Wahl der Arbeitstiere, Kennzeichen der Arbeitstüchtigkeit, Altersbe⸗ ſtimmung; Anſpannung, Klauenbeſchlag, Für⸗ ſorge bei der Arbeit. Die Benutzung des Rindes zur Maſt, Erkennung der Maſtfähig⸗ keit, Gewichtsermittelung durch Wägen und Meſſen; Schlachtung und Ausſchlachtung. Der Verkauf von Schlachtvieh. Die Benutzung des Rindes zur Milchgewinnung, Erkennung der Milchergiebigkeit. Der Ankauf von Rind⸗ vieh, die einſchlägigen geſetzlichen Beſtimmun⸗ gen über Viehhaudel.— Molkereiweſen: Eigenſchaften gewöhnlicher Kuhmilch; abweichen⸗ des Verhalten von Koloſtrummilch. Gewinnung der Milch durch Melken(Einrichtung des Euters), Die Erzielung von viel und fettreicher Milch (Einfluß von Raſſe und Einzeltier und der
— ne
Haltung). Süßerhaltung der Milch. Verwer⸗
2


