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Spargeldüngung.— 30. Verzeichnis von Rud. Sacks Geräten und Maſchinen zur Bodenbearbeitung und Reihenkultur. Leipzig⸗Plagwitz 1895.— Von der Delegation der vereinigten Salpeter⸗Produzenten Berlin folgende drei Schriften: P. Wagner, Kurze Anleitung zur rationellen Stickſtoffdüngung landwirtſchaftlicher Kulturpflanzen mit beſonderer Berückſichtigung des Chiliſalpeters. Berlin 1894. 2 Exempl.— Max Weitz, Wie viel Chiliſalpeter ſoll man dem Acker geben und wann muß das geſchehen?— Die Bedeutung des Chili⸗ ſalpeters für den Gartenbau.
Zu den Sammlungen ſind an Geſchenken hinzugekommen:
Von Sr. Excellenz dem Herrn Miniſter für Landwirtſchaft, Domänen und Forſten: H. Fürſt, Deutſchlands nützliche und ſchädliche Vögel. Berlin, P. Parey. 7.—8. Lieferung.— Auf Pappe gezogene Tafel, die Zwergeikade darſtellend. Berlin, P. Parey.— Auf Pappe gezogene Tafel, die Fritfliege darſtellend. Berlin, P. Parey.— L. Kny, Botaniſche Wandtafeln. Berlin, P. Parey. Abteilung 9.
Von Herrn J. und H. Kerkmann in Ahlen in Weſtfalen eine Milchtransportkanne.
Von dem Verkaufsſyndikat der Kaliwerke Leopoldshall bei Staßfurt 3 Tafeln: 1. Düngungs⸗ verſuche mit Zuckerrüben; 2. Düngungsverſuche bei Kartoffeln und Hanf; 3. Düngungsverſuche bei Mais und Weinrebe.
Von Herrn Bergdirektor Moſer in Weilburg: Ein Stück Golderz.
Von Direktor Matzat: Dr. A. Geiſtbecks geographiſche Landſchafts⸗ und Städtebilder, 10 Tafeln. Bamberg, München und Leipzig, C. C. Buchner.— Schreibers Wandtafeln zum Unterricht in der Geographie. Geographiſche Landſchafts⸗ und Städtebilder, 24 Bilder in Mappe. Eßlingen, J. F. Schreiber.
Von Herrn Dr. Nauhaus: Zwei Kaſten mit je 4 Akkumulatoren von 12 Ampdreſtunden Kapazität, fertig montiert mit Vorrichtung für verſchiedene Schaltung der Zellen.— Ein größerer Akkumulator von 60 Ampdreſtunden Kapazität.
Von dem Quartaner Löhr mehrere Schädel(Fuchs, Fiſchotter und Hausmarder).
Von dem Quartaner Erismann der Schädel einer Hausmaus.
Von dem Quartaner Prieſter ein Iltisſchädel.
Allen dieſen geehrten Gebern ſagt die Anſtalt beſten Dank.
Die Verſuchs- und Demonſtrationsfelder der Anſtalt.
A. Das obere Verſuchsfeld, 40 Ar, war im Jahre 1894 in ähnlicher Weiſe wie auch ſonſt angebaut; Genaueres kann diesmal wegen der Krankheit des Herrn Dr. Henkelmann nicht berichtet werden.
B. Das untere Verſuchsfeld, 27,5 Ar, war an die Schüler aller Klaſſen zu eigenen Anbauve ſuchen nach freier Wahl verteilt, welche in täglich 2 Nachmittagsſtunden von den Herren Seminarmitgliedern Schlieper und Staub geleitet und überwacht wurden, und deren Erträge die Schüler für ſich ſelbſt bezw. für den Haushalt ihrer Eltern oder Penſionswirte verwenden durften.
Mit der eigentlichen Landwirtſchaftsſchule ſind verbunden: 1) eine landwirtſchaftliche Winter⸗ ſchule; 2) landwirtſchaftliche Unterrichtskurſe für Elementarlehrer; 3) ein pädagogiſches Seminar für Kandidaten des landwirtſchaftlichen Lehramts.
1) Die landwirtſchaftliche Winterſchule
iſt eine auf die Volks⸗ reſp. Fortbildungsſchule weiter bauende Fachſchule, beſtehend aus 2 Winter⸗ kurſen. Dieſelbe hat die Aufgabe, den Söhnen ſolcher Landwirte, welche auf eine tüchtige Berufs⸗ bildung bedacht ſind, die Berechtigung zum einjährig⸗freiwilligen Militärdienſt jedoch nicht bean⸗ ſpruchen, Gelegenheit zum Erwerb der Kenntniſſe zu geben, welche zu einem rationellen, den Zeit⸗ verhältniſſen entſprechenden Betriebe der Landwirtſchaft erforderlich ſind. Das Schulgeld beträgt halbjährlich 50 Mark. Der Lehrplan iſt folgender:
Erſter Kurſus, Winter 1895/96: Zweiter Kurſus, Winter 1896/97: Deutſch...... pöchentlich 4 St. Deutſch...... woöchentlich 4 St. Landwirtſchaftliches Rechnen 4„ Landwirtſchaftliches Rechnen„ 4„ Phyſik und Chemie...„ 8„ Spezieller Pflanzenbau..„ 6„ Allgemeiner Pflanzenbau.„ 8„ Spezielle Tierzucht...„ 6„ Allgemeine Tierzucht..„ 4„ Betriebslehre.....„ 8„ Tierheilkunde.....„ 4„ STierheilkunde.....„ 4„
wöchentlich 32 St. wöchentlich 32 St.


