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III. Salatgewächſe. 1. Salat, Lattich, Lactuca sativa. a) Kopfſalat(12 S.). b) Schnittſalat, der mehrmals abgeſchnitten werden kann. Gelber mooskrauſer. c) Pflück⸗ ſalat, deſſen Blätter keinen Kopf bilden. Amerikaniſcher. d) Bindeſalat oder Römer⸗ ſalat,(Lactuca sativa romana), fälſchlich Sommer⸗Endivie genannt, deſſen längliche, ſtark ge⸗ rippte Blätter ſich meiſtens nicht zum Kopfe ſchließen und daher oben mit Baſt leicht zuſammen⸗ gebunden werden müſſen, um gelbe Herzen zu bilden. Gelber ſelbſtſchließender Sachſenhäuſer. Gelber ſelbſtſchließender Pariſer. e) Spargelſalat(Lactuca angustana), deſſen dicke, fleiſchige, milchſaftreiche Stengel wie Spargel zubereitet werden.— 2. Endivien, Cichorium Endivia. Breitblätterige grüne und breitblätterige gelbe Eskariol. Feinſtgekrauſte Endivie von Meaux. Sehr fein gekrauſte Moos⸗Endivie.
IV. Spinatgewächſe. Gemeiner Spinat, Spinacia oleracea. a) Sommer⸗ ſpinat mit runden glatten Samen. Rieſenblätteriger Spinat von Viroflay. Spät aufſchießen⸗ der dunkelgrüner. b) Winterſpinat mit ſiacheligen, faſt dreieckigen Samen. Breit⸗ und lang⸗ blätteriger engliſcher. Großer gelber aus Savoyen. Der Spinat mit ſtacheligen Samen eignet ſich hauptſächlich für Winterkultur, der zärtere, angenehmer ſchmeckende mit glatten Samen für Sommerkultur.
V. Zwiebelgewächſe. 1. Zwiebel. Allium Cepa(9 S.).— 2. Lauchoder Porré, Allium Porrum. a) Winterporré: Erfurter dicker. Rieſenporré von Carentan. b) Som⸗ merporré: Lauch von Rouen(ſehr ſtark).— 3. Schalotte, Allium ascalonicum. Gewöhn⸗ liche braune. Däniſche Schalotte. Beide Sorten ſind die gebräuchlichſten und beſten.
VI. Hülſengewächſt. 1. Erbſe, Pisum sativum. a) Zuckererbſen: große weiße Schwert. Große graue Rieſenſchwert. b) P flückerbſe n, Pfahl⸗, Kneifel⸗ oder Brockel⸗ erbſen(12 S.). c) Mark⸗Erbſen nit eckigen oder runzeligen Samen(4 S.).— 2. Bohne, Phaseolus. a) Stangenbohnen(5 S.). b) Buſchbohnen(5 S.).— 3. Puffbohne, dicke Bohne oder Saubohne, Vicia Faba(7 S.).
VII. Rürbisartige Gewächſe. 1. Gurke, Cucumis sativus(9 S.).— 2. Kürbis⸗ Cucurbita Pepo. a) Speiſekürbis: Großer gelber Rieſenmelonen⸗Kürbis. Boſton Marrow, oval. b) Zierkürbis: Türkenbund. Flaſchenkürbis.
Mit der eigentlichen Landwirtſchaftsſchule ſind verbunden: 1) eine landwirtſchaftliche Winterſchule; 2) landwirtſchaftliche Unterrichtskurſe für Elementarlehrer.
1) Die landmirtſchaftliche Winterſchule
iſt eine auf die Volks⸗ reſp. Fortbildungsſchule weiter bauende Fachſchule, beſtehend aus 2 Winter⸗ kurſen. Dieſelbe hat die Aufgabe, den Söhnen ſolcher Landwirte, welche auf eine tüchtige Berufs⸗ bildung bedacht ſind, die Berechtigung zum einjährig⸗freiwilligen Militärdienſt jedoch nicht bean⸗ ſpruchen, Gelegenheit zum Erwerb der Kenntniſſe zu geben, welche zu einem rationellen, den Zeit⸗ verhältniſſen entſprechenden Betriebe der Landwirtſchaft erforderlich ſind. Das Schulgeld beträgt halbjährlich 50 Mark. Der Lehrplan iſt folgender:
Winter 1890/91: Winter 1891/92:
Deutſch(mit V).... wöchentlich 4 St. Deutſch.... wöchentlich 4 St. Rechnen(mit IV)...„ 4„ Rechnen.......„ 4„ Phyſik(mit 11).... u 5„ Phyſik.......„ 4„ Chemie.......„ 3„ Chemie.......„ 4„ Spezielle Pflanzenproduktionslehre„ 6„ Allgeemeine Pflanzenproduktionslehre, 6„ Spezielle Tierproduktionslehre Allgemeine Tierproduktionslehre„ 4„ (mit II und I)...„ 6„ Betriebslehre.....„ 2„ Tierheilkunde....„ 4„ Cierheilkunde...„ 4„
wöchentlich 32 St. wöchentlich 32 St.


