UII bis Ol: Malen mit Aquarellfarben, perſpektiviſches Zeichnen, bildmäßige Darſtel⸗ lungen, Schrift, Linolſchnitte.
Turnen.
Der Unterricht in den Leibesübungen wurde in wöchentlich 4 Stunden erteilt und zwar 2 Stunden Geräteturnen oder Leichtathletik, und 2 Stunden Spielen. Durch eine außerordentliche ſtaatliche Beihilfe in Höhe von 600 Rℳ war es möglich, einige der drin⸗ gendſten Bedürfniſſe nach neuen Geräten— die alten ſtammen aus den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts— zu befriedigen. Das Spielen litt nach wie vor an dem Mangel ei⸗ nes richtigen Spielplatzes. Eine ſehr willkommene Ergänzung des Unterrichts war auch die⸗ ſes Jahr das Schwimmen und der Schwimmunterricht in der eigenen Badeanſtalt. Über 30 Schwimmer und Schwimmerinnen konnten das Zeugnis als Freiſchwimmer erhalten. Das Reichsjugendturnen fand am 15. Juli ſtatt; 30 Schüler und Schülerinnen errangen ſich die Urkunde des Herrn Reichspräſidenten. 6 Schülern wurde das Jugendſportabzeichen verliehen. Am 27. September feierte die Schule in der üblichen Weiſe das Herbſtturnfeſt auf Webers⸗ berg.
2. Bericht über die Lehrer.
a. Veränderungen im Lehrkörper traten nicht ein.
b. Eine Oberſtudienratſtelle iſt nicht vorhanden.
c. Der Lehrerausſchuß ſetzte ſich im Berichtsjahre zuſammen aus den Studienräten Debes, Dr. Schmidt und Georg.
Studienrat Dr. Schwarte machte von Mitte März bis Mitte April 1926 eine Studien⸗ reiſe durch Frankreich.
Studienrat Dr. Sachtſchal nahm an einem Lehrgang für altſprachlichen Unterricht teil, der Vom 22. bis 27. November 1926 am Goethegymnaſium zu Frankfurt a. M. abgehalten wurde.
Studienrat Laermann beteiligte ſich an einem an der Schillerſchule in Frankfurt a. M. vom 6. bis 11. Dezember 1926 ſtattfindenden deutſchkundlichen Lehrgange.
Studienrat Wagner nahm teil an einem Lehrgang für altſprachlichen Unterricht, der vom 24. bis 29. Januar 1927 gemeinſchaftlich am Kaiſer Friedrich⸗Gymnaſium und dem Leſſing⸗Gymnaſium in Frankfurt a. M. veranſtaltet wurde.
Der Geſundheitszuſtand des Lehrerkollegiums war im Laufe des Schuljahres recht un⸗ günſtig. Es mußten vier Herren Krankheitsurlaub von insgeſamt 9 Wochen in Anſpruch nehmen und durch das Kollegium vertreten werden. Auch die Unterrichtsſtunden der zu Kurſen bzw. zu einer Studienreiſe beurlaubten Herren wurden durch Vertretungen inner⸗ halb des Kollegiums gedeckt. Infolgedeſſen war die Arbeitskraft des Lehrerkollegiums in ganz enormer Weiſe belaſtet.


