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ſchule einen Lichtbildervortrag über Ausnutzung der Waſſerkraft, deſſen Erlös in den Unterſtützungsfond der Anſtalt floß. Demgleichen Zweck diente ein Lichtbildervortrag des Herrn St.⸗R. Müller über„Marokko“. Die Verdunkelung der Aula für Lichtbildervor träge wurde durch dieſe Mittel ermöglicht. Für alle dieſe uns in ſo reichem Maße erwie⸗ ſene Hilfe und Freundlichkeit ſagen wir auch an dieſer Stelle unſeren herzlichſten Dank.
5. Verſchiedenes.
a) In dankenswerter Weiſe verfolgte die vorgeſetzte Behörde den Plan, durch einen gründlichen Umbau beſonders des ſogenannten alten Gymnaſiums zeitgemäßen Anforderun⸗ gen gerecht zu werden. Wiederholt fanden zu dieſem Zwecke Beſichtigungen der Anſtalts⸗ räume durch Vertreter des Provinzialſchulkollegiums, der Regierung⸗Wiesbaden und des Hochbauamtes⸗Diez ſtatt, die zu dem Ergebnis führten, daß dem Herrn Miniſter poſitive Vorſchläge für einen Umbau unterbreitet werden konnten. Die endgültige Geneh⸗ migung ſteht noch aus.
b) Ein bedeutender Fortſchritt in der Vervollkommnung unſerer Lehrmittel iſt inſofern zu verzeichnen, als der Herr Miniſter die Anſchaffung von 10 neuen Schulwandtafeln mo⸗ dernen Syſtems mit je 5 Schreibflächen genehmigte und damit einem lange ſchwer empfunde⸗ nen Bedürfniſſe abhalf.
Der Herr Miniſter genehmigte ferner dienotwendig gewordene Anſchaffung von7 neuen Kartenſtändern.
Für die naturwiſſenſchaftlichen Sammlungen des Gymnaſiums wurden aus etatsmäßi⸗ gen Mitteln beſchafft:.
1 Ackermann⸗Apparat, für mathematiſche Geographie. Eine Spezialröhre mit Waſſerſtoff.
Ein Strahlungsthermometer.
Ein Teclubrenner mit Zuſätzen.
Spektralkohlen und Bogenlicht⸗Spektralkohlen. Chemikalien, Glasſachen und dergl.
4 biologiſche Präparate.
5 Tafeln mit biologiſchen Abbildungen.
Für die Ausgeſtaltung der naturwiſſenſchaftlichen Schülerübungen hat der Herr Miniſter im Laufe des Jahres 100 Mk. bewilligt. Dafür wurde angeſchafft:
Ein Drehſpulſpiegel⸗Galvanometer.
Von anderer Seite ſind den naturwiſſVenſchaftlichen Sammlungen in dieſem Jahre keinerlei Zuwendungen zugefloſſen.
Es ſcheint mir wünſchenswert, darauf hinzuweiſen, daß die den naturwiſſen⸗ ſchaftlichen Sammlungsverwaltern zur Verfügung ſtehenden Mittel in keiner Weiſe aus⸗ reichen, um die Sammlungen in beſcheidenen Grenzen ſachgemäß auszubauen.
c.„Wilinaburgia“, Verein ehemaliger Angehöriger des Gymnaſiums zu Weilburg.
Im abgelaufenen Jahr hatte die„Wilinaburgia“ eine günſtige Entwicklung zu verzeichnen. Die Mitgliederzahl ſtieg von knapp 400 auf 515. Eine reiche Tätig⸗ keit wurde entfaltet zur Erfüllung der geſtellten Aufgaben: Pflege des Zuſammenhaltes der ehemaligen Angehörigen untereinander und mit der Schule, Unterſtützung bedürftiger Mitglieder und ihrer Angehörigen, Bereitſtellung von Geldmitteln für das Gymnaſium und die Schülervereine. Im Laufe des Jahres erſchienen 3 umfangreiche Nachrichtenblät⸗ ter mit Aufſätzen und Mitteilungen für die Mitglieder; ſie wurden auch an die Prima⸗


